#266 Klima-Wissenschaftsupdate mit Prof. Stefan Rahmstorf "Kippt die atlantische Meereszirkulation AMOC?"
Shownotes
Mehr Infos hier: https://europe-calling.de/webinar/golfstrom-amoc/
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zur zweihundertsechsund sechzigsten Ausgabe von Europe Calling.
00:00:04: Mein Name ist Maximilian Fries, ich bin der Geschäftsführer von Europe calling.
00:00:07: darf heute Abend moderieren mit mir hier seht ihr schon unseren heutigen Gast für unser großes Klimawissenschafts Update Professor Stefan Rahmstorff und neben ihm oder unter ihm oder über ihn je nachdem wir es bei euch so ausschaut Sven Wiegold, Europe Calling Erfinder und stellvertretender Grünenvorsitzender der die Idee für dieses Webinar hatte.
00:00:25: Und ohne die Werbeunterstützung von Sven und auch vom Bündnis Nr.
00:00:29: Die Grünen werden heute nicht so viele hier sind.
00:00:32: aber heute denke ich auch nicht nur Grüne dabei sondern alle, die sich für Klimaschutz einsetzen und interessiert sind an Klimawissenschaften und Klimapolitik Und ich muss sagen, das sind wirklich sehr viele.
00:00:44: Das ist ein historischer Abend und macht es jetzt schon länger auch ein bisschen nervöser als sonst.
00:00:49: Es ist nämlich ein historicher Abend.
00:00:51: Zum ersten Mal in unserer Geschichte überhaupt haben sich über zehntausend Menschen zu einem Europe Calling Webinar angemeldet.
00:00:59: Also der absolute Rekord ist eigentlich schon elftausend.
00:01:02: Wirklich krass!
00:01:03: Danke euch allen, die hier im Raum sind und im YouTube Stream auch.
00:01:07: Hab ich schon gesagt ab drei tausend geht's.
00:01:09: in dem YouTube Stream habt ihr ganz genau dieselben Sachen.
00:01:14: nur der Zoom-Raum hat eben das Limit von dreitausend.
00:01:17: mehr können wir uns nicht leisten und dass ihr so viele seid.
00:01:21: Das ist gerade in diesen Zeiten ein super starkes Zeichen für Klimaschutz und demokratischen Austausch.
00:01:27: Und auch eine Wissenschaft zuzuhören, eine Wissenschaft fragen zu stellen – in so einer wissenschaftskeptischen Zeit auch besonders wichtig!
00:01:34: Ich will, bevor wir loslegen einmal noch einen ganz großen Dank hier lassen und zwar an unsere one-thousand neunhundertseinundzwanzig Fördermitglieder.
00:01:43: Denn viele von euch wissen das wahrscheinlich gar nicht.
00:01:45: wie bei Europe Calling sind nämlich sehr stolz darauf dass wir hundertprozent durch kleine Spenden unserer Fördernmitglieder finanziert werden.
00:01:52: Sind wir unabhängig?
00:01:52: Und machen die Themen, die wir und unsere Fördermanitglieder setzen wollen keine Stiftung und keine Partei schreibt uns was vor.
00:01:59: Werbung gibt es bei uns nämlich auch nicht.
00:02:01: Und wenn ihr Lust habt, auch dabei zu sein nutzt den Link im Chat und werdet schon ab fünf Euro im Monat Fördermitglied.
00:02:10: Ihr seid herzlich willkommen bei Europe Calling!
00:02:13: Jetzt noch ein paar ganz kleine Hausmitteilungen wie das Webinar heute so funktioniert.
00:02:17: Wie immer könnt ihr bei Europe Calling Fragen stellen und die Fragen der anderen bewerten.
00:02:22: Heute nutzen wir dazu Slido, den Link dazu steht ihr gleich im Chat.
00:02:25: Stellt dort gerne eure Fragen und bewertet die Frage der Anderen.
00:02:28: Bei Zehntausend Anmeldungen wird auch das mit der Bewertung nicht so einfach werden?
00:02:32: Das ist schon ein bisschen das Limit was man so machen kann online.
00:02:35: Wir probieren es trotzdem und gucken dass wir viele Fragen wie möglich dran nehmen.
00:02:39: Gerne gibt auch euren Namen oder einen Namen dann muss ich nicht immer anonyme Userin sagen.
00:02:43: Und wie immer wird Europe Calling aufgezeichnet und danach auf YouTube, YouTube ist es schon als Podcast in der Hörfassung online gestellt.
00:02:50: Bitte beachtet das wenn ihr Fragen
00:02:51: stellt!
00:02:52: Und das war es jetzt auch schon mit den Hausmitteilungen.
00:02:55: Es geht los und es kommt dafür, was ihr alle hier seid für das große Klimawissenschafts-Update mit dem Ozeanographen und Klimaforscher Prof.
00:03:04: Stefan Rahmsdorf erforscht am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und an der Universitätspotsdam.
00:03:09: Stefan ist auch ein bekannter und ein sehr beliebter Gast bei Europe Calling.
00:03:12: deswegen freue ich mich sehr dass du wieder da bist und auch wenn das Thema jetzt nicht unbedingt Freude auslöst, aber das ist so.
00:03:21: Und Stefan bekommt jetzt eine knappe Stunde das Mikrofon.
00:03:25: es wird ne richtige Vorlesung.
00:03:26: ihr werdet richtig was lernen hoffentlich auch etwas Neues und danach gibt's dann Zeit für eure Fragen und Diskussion über Stephan schön dass du da bist over to you!
00:03:37: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:03:39: hoffe ich freue mich sehr dabei zu sein denn durchaus oft auch einfach als Zuhörer bei Europe Calling dabei, weil ich auch immer gerne was lerne zum Beispiel über Energiewende und solche Dinge.
00:03:54: Und ich freue mich natürlich auch über das riesige Interesse heute nicht für mich sondern weil das Thema einfach sehr wichtig ist.
00:04:02: Ich teile mal hier meine Präsentation.
00:04:09: Es dauert wahrscheinlich eine Sekunde bis sich das aufbaut.
00:04:16: Wir sehen's gut
00:04:18: Hier seht ihr es.
00:04:18: Wunderbar!
00:04:19: Dann leg ich mal los, also hier sieht man mich noch in etwas jüngeren Jahren bei der Forschung auf See wie ich mache inzwischen aber hauptsächlich Datenauswertungen und Computersimulationen.
00:04:33: Und vor ich jetzt voll ins Thema Atlantikströmung einsteige Noch paar Worte generell zur globalen Erwärmung.
00:04:44: Ich zeige immer gerne auch Alexander von Humboldt der er nämlich als einer der Ersten im Jahr eighteenhundert dreiundvierzig erkannt hat und beschrieben, dass der Mensch das Klima verändert durch Fällen der Wälder und die Entwicklung großer Dampf- und Gasmassen an den Mittelpunkten der Industrie.
00:05:03: Und er kannte auf dem Treibhauseffekt, der ja schon seit über zweihundert Jahren bekannt ist, seit Josef Fourier, achtzehnhundertzwanzig den Treibhauseffekt wesentlich bestimmende Größe für die Temperatur von Planeten erkannt hat.
00:05:21: Heute haben wir ein detailliertes Verständnis der Strahlungsbilanz unseres Planeten, Wir wissen also wo kommt die Energie her?
00:05:29: Wenn die Erde wärmer wird da muss ja irgendwo eine riesige Energiequelle sein und die wird permanent gemessen.
00:05:37: deswegen wissen wir auch sicher dass diese Erwärmung durch Veränderung der Strahlungsbilanz unseres Planeten, dass sie daherkommt und zwar nicht etwa weil die Einstrahlung durch die Sonne zugenommen hat, die hier in Gelb gezeigt ist.
00:05:52: Sondern weil die Rückstrahlungen aus der Atmosphäre im langwelligen Bereich dort wo wir die Wärme wieder ins Weltall abstrahlen, die von der Sonne kommt.
00:06:03: Weil diese Rückstahlung zugenommen hat, weil die Treibhausgase in der Atmose zugenommen haben.
00:06:09: Und die Größe dieser Rückstrahlung seht ihr ganz rechts unten.
00:06:13: Dreihundert, vierundzwanzig Watt pro Quadratmeter Erdoberfläche und wenn man das mit der absorbierten Sonneinstrahlung links und unten vergleicht, hundertsechzig Wattpro Quadratmetern sieht man dass es etwa doppelt zu viel ist was durch den Treibhauseffekt anwärmer Strahlung zurück in Richtung Oberfläche gestrahlt wird Und dass das zunimmt, genau wie die Physieb ist.
00:06:37: Vorher sagt im Spektralbereich wo das CO² absorbiert und wieder abstrahlt ist auch eine Messtatsache.
00:06:45: also nur um es nochmal klar zu sagen das sind alles einfach gesicherte Fakten der Wissenschaften.
00:06:52: Die Folge davon sehen wir wenn wir einmal hier den Temperaturanstieg vergleichen mit der Kohlendioxidkonzentration.
00:07:01: Da werden auch natürlich, wie bei allem wenn man in sozialen Medien unterwegs ist jede Menge Desinformation von Klimaskeptikern gestreut.
00:07:11: Es ist gesichert dass der Kohlendioxidanstieg komplett vom Menschen verursacht ist.
00:07:18: sehr beliebt es eine von Firma Exxon in den siebziger Jahren verbreitete Falschmeldung der Mensch würde nur drei bis vier Prozent beitragen.
00:07:26: das ist Unsinn.
00:07:27: dieser Anstieg ist eben komplett von uns verursacht und wir sehen, dass auch die Menge, die sich jetzt in der Atmosphäre da angesammelt hat nur etwa die Hälfte dessen ist was wir imitiert haben aus den fossilen Brennstoffen.
00:07:44: Und der Rest ist von der Natur aufgenommen worden von den Wäldern und von dem Ozean.
00:07:50: Ja und als Folge sehen wir auch den Meeresspiegelanstieg.
00:07:55: Ja, all diese Dinge sind einmalig in den letzten zweitausend Jahren aber auch noch viel weiter in der Erdgeschichte zurück.
00:08:02: Zum Beispiel wenn wir vierundzwanzigtausend Jahre zurückschauen dann gehen wir in den Höhepunkt der letzten Eiszeit hinein, der vor achtzehntausend Jahren herrschte.
00:08:15: Wenn ich so ein Live-Publikum in einem Saalforme habe frage ich immer gerne wisst ihr alle was die Eiszeiten verursacht hat?
00:08:24: und erstaunlicherweise wissen das die meisten nicht.
00:08:27: Ich habe es in der Schule gelernt, das ist seit den neunzehntzwanzigern bekannt durch Milutin Melankovic, der als Erster die Rolle der Erdbahnzügeln um die Sonne für diese regelmäßig wiederkehrenden Eiszeit-Zügeln erkannt hat.
00:08:44: Die heißen eben deswegen auch Melankovich Zypeln.
00:08:48: Wer es nicht in Erdkunde gelernt hat, der kann es bei Wikipedia nachlesen.
00:08:53: Und wir haben zu Beginn dieses stabilen Holocene-Klima vor zehntausend Jahren die Landwirtschaft erfunden.
00:09:00: Mit, wie er meine ich natürlich, Homo sapiens und Homo Sapiens gibt es schon dreihunderttausend Jahre.
00:09:07: aber landwirtschafts gemacht und sesshaft geworden sind wir erst zu Beginnes Holocenes als diese sehr zehnteusend jahrelange stabile Klimafase begonnen hat.
00:09:19: Die haben wir inzwischen verlassen.
00:09:21: Wir katapultieren uns den atemberaubenden Tempro aus dem Prolozin hinaus im unkartierte Gewässer und der Anstieg von der letzten Eiszeit ins Prolozenen global verlief mit etwa ein Grad Celsius, in tausend Jahren.
00:09:39: Und das war einen Anstiege um etwa sieben Grad einen Grad in wundert Jahren hinter uns gebracht und die Erwärmung liegt inzwischen bei zero Komma drei, null Komma vier Grad pro Jahrzehnt also das dreißig bis vierzigfache dessen was wir erlebt haben beim Übergang von der Eiszeit ins Volocene aufgrund dieser erdbaren Zyklen.
00:10:06: Und das Tempo ist ja wichtig gerade auch für die Atlantik Zirkulation weil die Tatsache dass sie möglicherweise sich einem Kipppunkt nähert und abschlecht, das hat mit dieser Veränderung zu tun.
00:10:24: Und auch mit der Geschwindigkeit dieser Veranderungen.
00:10:27: genauso ist es ja auch so dass die Auswirkungen auf Ökosysteme oder auf den menschlichen Gesellschaft natürlich auch umso schlimmer sind je stärker das die Geschwindigkeits der Klimaveränderungen.
00:10:39: wenn das über tausende Jahre passieren würde statt über hundert Jahre dann würden sich alle Systeme natürlich wesentlich besser anpassen können.
00:10:50: Trotzdem noch ein kleiner Hinweis auf die Massen an Desinformationen, die einem täglich begegnen werden wenn man einmal auf X geht zum Beispiel aber auch nicht nur da in anderen sozialen Medien nur seltener.
00:11:02: das ist nur ein Beispiel für solche Desinformation.
00:11:05: Das soll also das Holozen sein.
00:11:07: diese Kurve die letzten zehntausend Jahre Ist auch tatsächlich eine Datenkurve von wie richtig drüber steht auch meinem Kollegen und Freund Richard Alley, der die Eisbohrungen auf dem grönländischen Eis geleitet hat.
00:11:23: Und das Problem ist nur dass diese Kurve komplett falsch beschriftet ist.
00:11:30: Da wird dann so getan als sei es eine globale Temperaturveränderung und nicht oben auf dem dreitausend Meter dicken Eispanze auf Grünland.
00:11:39: Das ist so wenig repräsentativ für die globale Temporentwicklung irgendeinen Ort der Erde, den man sich vorstellen kann.
00:11:47: Und der Hammer ist natürlich das am Schluss da steht dieser kleine Aufwärtszacken sei die angeblich nie da gewesen Erderwärmung.
00:11:57: Da wird verschwiegen dass diese Eisbohrkernkurve im Jahr eighteenhundertfünfundfünftig endet bevor überhaupt die globale Erwärnung angefangen hat.
00:12:08: und selbst auf Grönland ist inzwischen die Temperatur höher als sie jemals im gesamten Horizin.
00:12:14: Also nicht auf diese ganzen Fakes reinfallen, die in den sozialen Medien quasi täglich verbreitet werden.
00:12:22: So jetzt komme ich zum eigentlichen Thema nämlich der sogenannten AMOC.
00:12:28: Das ist ein Akronym und steht für Atlantic Marital Overturning Circulation.
00:12:34: Und Atlantik ist klar, die gibt es im Atlantik.
00:12:37: So was gibt's auch nicht in Pazifik.
00:12:39: Das ist wirklich einmalig für den Atlantic.
00:12:42: Meridional heißt in Nord-Süd Richtung und Overturning heißt Umweltsung.
00:12:50: Da gehts um eine vertikale Umweltenströmung.
00:12:55: Die ist hier sehr stark vereinfacht mit diesen Pfeilen dargestellt.
00:13:00: das Wasser kommt aus der Südhalbkugel schon von der Spitze Südafrikas entlang des ganzen Atlantiks in der Nähe der Oberfläche, also genau genommen in den oberen tausend Metern.
00:13:11: Das ist eine ziemlich dicke Schicht bewegt sich über den Equator hinweg durch den Golf von Mexiko und dann entlang das Golfstrom ein Stückchen bis in die hohen nördlichen Breiten des Atlantik.
00:13:28: dort gibt es jede Menge Wärme an die Luft ab, wird dadurch kälter und kälteres Wasser ist ja schwerer hat eine höhere Dichte.
00:13:37: Und deswegen sinkt es dort ab bis auf Tiefen zwischen zwei und drei tausend Meter Tiefe und strömt dann hier blau dargestellt in dieser Tiefe als westlicher Landströmung zurück in das Südpolamia.
00:13:55: Diese Umweltsströmungen oft mit dem Golfstrom verwechselt.
00:13:59: Der ist hier historisch die erste Kartendarstellung links gezeigt von Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der Vereinigen Staaten.
00:14:07: In den letzten Jahren hat er diese erste Karte gezeichnet und es ist auch eine sehr interessante Geschichte dahinter, die ich aber jetzt nicht erzählen möchte aus Zeitgründen.
00:14:22: Ein Teil, wo diese Umweltsströmung langströmt.
00:14:26: Aber die Umweltenströmungen macht auch nur ein Teil des Goldstroms aus.
00:14:31: Der größere Teil des goldstromes ist windgetrieben und bewegt sich in der Nähe der Oberfläche wieder zurück nach Süden im horizontalen Wirbel.
00:14:44: Die Amok ist aber dichte getrieben durch das Absinken.
00:14:50: Obwohl mehr vom Golfstrom Wasser zu dieser windgetriebenen horizontalen Zirkulation gehört, bringt die dichte getriebene Vertikale um Wälzungen wesentlich mehr Wärmetransport und ist deswegen für das Klima das Entscheidende.
00:15:08: Warum?
00:15:09: Weil der Netto-Wärmettransport nach Norden natürlich proportional zur Temperaturdifferenz von dem roten Nordwertigen.
00:15:20: Das ist genau wie bei einer Zentralheizung.
00:15:22: Das Heizungswasser muss wärmer in den Raum hineinfließen, als es wieder raus und zurück in den Keller fließt.
00:15:28: Und die Differenz macht die abgegebene Wärme aus.
00:15:32: Die beträgt bei dieser Umweltsströmung etwa das Fünfzigfache des gesamten Energieverbrauchs der Menschheit.
00:15:42: Das sind also eine riesige Wärmetransportmenge die vor unseren europäischen Küsten dann vom Atlantikwasser an die Luft abgegeben wird.
00:15:53: Und wir leben ja in einer Westwindzone, wo diese angewärmte Luft nach Europa hinein strömt im Mittel und deswegen hat Europa ein Fürer seinen breiten Grad viel zu mildes Klima.
00:16:07: Es wird seit Langem befürchtet dass sich diese Strömung abschwächen könnte durch die Erderwärnung weil ich habe es gesagt Die funktioniert, weil das Wasser schwer genug ist zum Absinken im Nordatlantik.
00:16:22: Wenn ich jetzt anfange die Oberfläche zu erwärmen dann wird das Wasser eine geringere Dichte haben und kann nicht so gut absinken Und außerdem führt es die Erderwärme auch dazu dass er Salzgehalt abnimmt.
00:16:36: Das ist der zweite Beitrag zur Dichte des Meerwassers.
00:16:40: Ich komme da noch drauf zurück.
00:16:42: wenn der Salz Gehalt abnehmt nimmt die Dichte ab Und dann wird es auch immer schwerer, dass das Wasser dort absinkt.
00:16:51: Wenn es dort nicht absinknt, zieht es auch keinen Strom von Süden her nach sich und von daher erlampte an die Strömung.
00:17:00: Ich werde jetzt in dem Vortrag das praktisch in mehreren Teilen erläutern.
00:17:05: Erst mal die Frage, schwächt die Strömmung sich bereits ab?
00:17:11: In der Vergangenheit... Dann komme ich auf die Frage, was erwarten wir für die Zukunft an Abschwächungen?
00:17:18: Dann komme Ich auf die frage wird ein Kipppunkt eventuell überschritten?
00:17:23: und zu guter Letzt sage ich noch ein paar Dinge zu den Folgen wenn das dann passieren würde.
00:17:31: Diese Strömung gehört übrigens zu einem globalen Umweltsystem.
00:17:37: dass aber wie man hier sieht im Nordpazifik gibt es so etwas nicht dass diese starke Umweltsung bis in die hohen nördlichen Breiten des Atlantik reicht.
00:17:49: Das ist einmalig, praktisch nur im Nordatlantik und außerdem im Südpolarmeer gibt es diese gelben Punkte, die zeigen wo das Wasser in die Tiefe absinkt was wir Tiefenwasserbildung nennen.
00:18:03: Und der Atlantikk ist deswegen auch besonders weil er als Einziges der Südatlantik als einziges mehr Respekten Wärme in Richtung Equator transportiert.
00:18:15: Alle anderen mehr Respekten jetzt Nordpazifik, Südpazifik, südindischer Ozean auch der Nordatlantik transportieren Wärmen weg vom Equator Richtung Pol um quasi das Wärmedefizit durch die dort geringere Sonneinstrahlung auszugleichen.
00:18:35: Das macht auch die Atmosphäre.
00:18:37: Aber der Südatlantik transportiert tatsächlich durch diesen roten warmen Oberflächenstrom und den blauen kalten Rückstrom im Südatlantikwärme in Richtung Equator.
00:18:49: Kleines Detail!
00:18:52: Wenn wir jetzt auf mal in die IPCC-Berichte schauen, Die Abkürzung hier AR-IV, AR-V und AR-VI das sind Assessment Reports des Weltklimarats IPCC.
00:19:08: Auch der dritte Bericht übrigens bereits auch schon hat eine so ähnliche Karte gezeigt.
00:19:13: dann fällt immer auf der ganze Globus erwärmt sich bis auf den nördlichen Atlantik genau da wo die Atlantikkströmung ihre Wärme hin transportiert.
00:19:28: dieses, das ist diese sogenannte Kälteblase die dann schon relativ früh den Verdacht geweckt hat dass hier etwas mit der Atlantikströmung passiert.
00:19:39: Mit dieser Amok.
00:19:41: Denn die Klimamodelle haben das auch vorher gesagt, dass es überall wärmer wird außer im nördlichen Atlantikum und dem Klima Modell wissen wir auch woran's liegt.
00:19:50: weil wir da die ganzen Informationen haben um das auszuwerten und reinzuschauen lag das eben immer schon daran, dass diese Amok sich abschwecht durch die globale Erwärmung und es dann zu dieser Abkühlung kommt.
00:20:06: Man konnte das jüngst auch wiedersehen als der Copernicus jährliche Klimabericht für im Jahr twenty-fünfundzwanzig rauskam.
00:20:15: Wer wurde herausgegeben?
00:20:16: Auch mit dieser Grafik, die sehr schön diese Kälteblase North Atlantic Cold Blob wie es heißt, diese Abkühlungsregion im nördlichen Atlantik zeigt, in dem Fall steht oben drüber der lineare Trends seit nineteen sechsen neunzig bis zwanzig fünfundzwanzig.
00:20:36: Also dass es diese Abkühlungstrail dort gibt ist völlig unumstritten.
00:20:43: Man sieht ihn auch nicht nur an der Oberfläche.
00:20:45: Diese Grafik zeigt den Wärmeinhalt also wie in der gesamten Wassersäule bis zum Meeresgrund in mehreren tausend Meter Tiefe und Der hat auch abgenommen in dieser Region, während sich überall sonst natürlich Wärme ansammelt im Ozean.
00:21:04: Denn die Ozeane nehmen neunzig Prozent etwa der durch die zusätzlichen Treibhausgase zusätzlich eingefangenen Wärmen auf unserer Erde nicht weil sie sich stärker erwärmen als die Atmosphäre sondern weil Sie einfach eine riesige Wärmekapazität haben.
00:21:22: Die Speicherfähigkeit der Ozeanne für Wärm ist ja groß und deswegen landet dort neunzig Prozent der ständig zusätzlich durch die Treibhausgase hier aufgenommenen Wärmeenergie.
00:21:37: Und auch in dem Satellitentrend seit deiner Zeit sieht man das sehr deutlich, ich zeige das nochmal hier in schöner Boa-Auflösung weil ich nicht nur auf diese Kälteblase hinweisen möchte sondern auf ein zweites seltsames Phänomen nämlich ungewöhnend starke Erwärmung vor der amerikanischen Küste mit auch einem Abkühlungsstreifen südlich davon.
00:22:04: Und das ist eine Nordwärtsverschiebung des warmen Goldstroms, deswegen wird es im Norden wärmer und im Süden dort kälter weil der Goldstrom sich tatsächlich in den letzten Jahrzehnten um etwa fünfundfünfzig Kilometer nach Norden verschoben hat Interessanterweise auch mit einer Armwork-Abschwächung zusammen.
00:22:28: Das ist jetzt ein bisschen nördiger Physik auf einer rotierenden Kugel, Drehimpulserhaltung selbst für Ozonografiestudenten nicht auf Anhieb so leicht zu verstehen aber die Drehimpulserhaltung dort wo dieser blaue Rückstrom unter also das Nordatlantische Tiefenwasser unter dem Golfstrom durchkreuzt führt dazu dass der Golfstrom sich eben nach Norden verschiebt.
00:22:54: Von daher ist auf diese Goldstrom-Nordverschiebung ein Indiz für eine sich abschwelchende Amok zusammen mit dieser Kälteblase.
00:23:03: Wir sehen das auch im Klimamodell, dass es hier von den polnischen Kollegen der Gruppe aus Yutrecht mit einem hochauflösenden, wirbelauflösenden Urzahnmodell gerechnet worden.
00:23:15: Das Bild was wir oben sehen ist die Meerestemperaturveränderung nach einem versiegender Amok.
00:23:22: Dieses versiegende Armok kann man in einem Klimamodell auch künstlich auslösen, auch ohne Erderwärmung.
00:23:27: Also das ist jetzt einfach nur das Temperatursignal einer versiegenden Armok.
00:23:32: aber man sieht hier auch nicht eingebettet in diese ganzen roten Bereiche der globalen Erwärmen weil die ist da gar nicht mit drin dass sich im nördlichen Atlantik eine deutliche Abkühlung ergibt und einen Nordweirtsverschiebung des Goldstroms.
00:23:47: Da ist sonst eben nichts passiert, die Winde haben sich nicht geändert und nichts nur das die Amok zum Erlegen gebracht wurde.
00:23:54: Und man sieht dasselbe Muster.
00:24:00: Trotzdem in der Wissenschaft wird alles immer zehnfach hinterfragt und muss überprüft werden.
00:24:05: deswegen gab es auch Studien die gesagt haben ja man könnte im Prinzip auch diese Kälteblase durch eine stärkere Abkühlung durch die Urzahnoberfläche verursachen.
00:24:15: Deswegen sind wir dem noch mal nachgegangen einer Studie und anhand von Daten über die Veränderung der Oberflächenflüsse, die unten gezeigt sind in dem unteren Bild.
00:24:29: Diese Veränderungen der Ober flächenflüße im unteren bild könnte nur diese Kälteblase erklären wenn es hier auch blau wäre das heißt wenn der Ozean mehr Wärme verlieren würde jetzt durch die Oberfläche als früher tut er aber nicht ist sogar eher orange vorherrschend in diesem Bereich, wo die Kälteblase ist.
00:24:48: Das heißt der Ozean verliert dort jetzt weniger Wärme hat.
00:24:52: also diese Veränderung des Ozeanoberflächenwärmelflusses hat das falsche Vorzeichen um die Kkelteblasen zu erklären.
00:25:00: Das gleiche ist hier vor der amerikanischen Püste.
00:25:03: da müsste es quasi im unteren Bild auch rot sein wenn man mit dieser Erwärbung da erklären wollte aber es ist eben blau.
00:25:12: von den Oberflächen Flüssen her sollte sich diese Region abgekühlt haben.
00:25:17: Also muss die tatsächliche Erwärmung durch den Wärmetransport im Ozean
00:25:21: kommen.".
00:25:25: Okay, es gibt aber nicht nur dieses Indiz der Kälteblase und dieser Erwärtung von der amerikanischen Küste sondern es gibt tatsächlich auch direkte Messungen in dieser Amok obwohl das sehr aufwendig ist weil man muss hier solche Verankerungen wie im oberen Bild gezeigt Diese ganzen kleinen roten Punkte Das sind Bohlen an der Oberfläche Treiben mit herunterhängenden Stahlseilen, wo Messgeräte dran hängen.
00:25:52: Mit Gewicht beschwert bis an den Meeresgrund in mehreren Tausend Metern Tiefe unten.
00:25:58: und das muss man an verschiedenen Stellen quer über den Atlantik machen um diese gesamte Umweltsbewegung zu erfassen.
00:26:05: Und ein solches Messsystem ist tatsächlich seit zwei tausend vier im Betrieb.
00:26:10: Wir haben da jetzt zwanzig Jahre Daten Da gibt es Erhebliche Schwankungen, das sieht man auf der Zeitreihe da in dem unteren Bild.
00:26:21: Zum Beispiel gab es eine kurzeitig massive Abschwächung im Jahr zwei Tausend Neuen als die Armung hier von den typischen Wert von etwa siebzehn dieses SV-Spferdrub.
00:26:32: Das sind Millionen Kubikmeter pro Sekunde hier kurzzeitig erlarmt ist auf Dreizehn und sich dann wieder erholt hat.
00:26:39: Also solche kurzfristigen Schwankungen können verschiedene Gründe haben, uns interessiert vor allem der klimatische Langzeit-Trend.
00:26:47: Und der zeigt in dem linearen Trend eine signifikante Abschwächung, also statistisch signifikant um circa zehn Prozent in den letzten zwanzig Jahren.
00:26:57: Auch durchaus konsistent mit dem was man jetzt die Kälteblase miterklären könnte.
00:27:04: Aber nach zwanzig Jahren direkten Messungen kann man immer noch argumentieren, wir wissen nicht sicher ob das wirklich Klima-Trend ist oder ob das noch Schwankungen sind die auch eine natürliche Ursache haben könnten.
00:27:19: Das ist eben auch der Grund warum man sich gerade für diese indirekten Indizien interessiert, die einfach viel weiter in die Vergangenheit zurückgehen.
00:27:30: und nochmal auf Temperatur, Oberflächentemperatur-Signal zu kommen.
00:27:36: Hier ist noch mal links gezeigt aus einem globalen Klimamodell.
00:27:40: Das ist eine Studie die wir im Jahr zwei Tausend Achtzehnten publiziert haben wie sich die Oberflächentemperatur in Atlantik verändert wenn man die globale Erwärmung abzieht.
00:27:51: hier ist aber aus einem Erwährungs-Szenario einfach eine CO² Verdopplung wurde da gerechnet, ohne künstliches Eingreifen in die Armwork.
00:28:01: Einfach nur Reaktionen auf mehr CO².
00:28:04: und da sieht man auch sehr schön diese Kälteblase und die Golfstromverschiebung.
00:28:09: Und wir haben dann meine Doktorin den Lev Gecesa und vor allem einige andere Mitautoren die ganzen Messdaten aus dem Ozeanen von Forschungsschiffen und anderen Schiffen seit dem XIX.
00:28:25: Jahrhundert ausgewertet, da ergibt sich natürlich ein unscharfes Bild weil man nicht ständig überall gemessen hat sondern dann muss man im Raum und Zeit etwas mitteln und deswegen ist das Bild jetzt ziemlich verschwommen.
00:28:38: aber man erkennt eigentlich glaube ich schon diesen was wir Fingerabdruck nennen einer Abschwächung dieser Amok auch eben seit den
00:28:46: XIX.,
00:28:47: Jahrhunderte insgesamt also gerade über dem Verlauf der industriellen Ära.
00:28:53: Und wenn man das mithilfe dessen dieses Klimamodells kalibriert oder auch anderer Modelle, wie stark wäre eine Amokabschwächung die gerade ein Muster von dieser Amplitude verursacht?
00:29:05: Dann sind das etwa fünfzehn Prozent Abschwächungen.
00:29:09: und ja hier nochmal der Trend der Satellitendaten.
00:29:12: Wenn man da auch die globale Erwärmung rausrechnet, dann sticht auch wieder dieses Fingerabdruck-Muster einer Amokveränderung deutlich hervor Gibt aber nicht nur diese Temperaturdaten.
00:29:26: Rechts erstmal in der zeitreihen Grafik sind fünf verschiedene Rekonstruktionen in der Armour-Stärke gezeigt, die letztlich alle einen Abschwächungstrend über verschiedene Zeiträume zeigen.
00:29:42: Diese Daten von dieser direkten Messreihe Rapid sind als Robassys gezeigt.
00:29:48: und dann noch zwei Rekonstruktionen auf die ich jetzt nicht näher eingehen kann, in Blau, die aus der vorigen Folie von unserer Arbeit über diese Kälteblase im Verlauf der Zeit hier gezeigt ist.
00:30:04: Die Zeitreihe zeigt seit den Jahren da drunter ist eine die die Veränderung der Dichte zeigen auch in der Irminger See und diese Dichte wie gesagt ist eine Kombination auf Temperatur und Salz gehalten.
00:30:20: die Temperatur hätten, da müssten wir sagen okay da ist jetzt eine Kälteblase also müsste die Dichte eigentlich zugenommen haben.
00:30:27: Denn kaltes Wasser ist ja schwerer und das ist tatsächlich so eine negative Rückkopplung als eine stabilisierende Rückkopplin auf die Amok.
00:30:35: aber es gibt eben leider auch eine destabilisierender Rückkoppling durch den Salzgehalt wie man hier an dieser Stelle gut erklären kann.
00:30:44: wenn der Amok anfängt sich abzuschwächen dann transportiert sie erst mal weniger Wärme in dieser Region südlich von Island.
00:30:57: Das würde eben stabilisierend wirken, wenn das Wasser dort kälter wird.
00:31:02: Sie transportiert aber auch weniger Salz in diese Regionen.
00:31:05: Die ist nämlich für den Breitengrad eigentlich viel zu salzreich.
00:31:10: Diese Breitengrade sind welche wo es Netto Niederschläge gibt oder mehr wasserständig verdünnt wird, weil mehr Niederschlag runterkommt als ein Wasser verdunstet.
00:31:21: Aber die Amorck hat vorher die Subdrucken durchströmt wo wesentlich mehr verdunztet als ein Niederschlag reinkommt und deswegen ist dieser Skolstrom-Wasser Nordatlantikstromwasser salzreich.
00:31:35: Wenn es sich abschwächt dann nimmt der Salzgehalt in dieser Region südlich von Island das ist die Irrmingersee nimmt ab Und tatsächlich sehen wir das in dem linken Bild.
00:31:48: Das ist eine Tendenz zur Abnahme des Salzgehaltes und tatsächlich ist dort jetzt der niedrigste Salzgehalt seit hundertzwanzig Jahren, seit wir dort Messdaten über Salzgehalte haben.
00:32:01: Und im Übrigen sieht man auch wieder vor der amerikanischen Küste ein gegenteiliges Muster.
00:32:07: hier hat der Salzgeist stark zugenommen.
00:32:08: Das ist wieder konsistent mit einer Norddeutschverschiebung des Golfstroms, der eben sehr saßreich ist und in der Kombination von Temperatur- und Salzgeissveränderungen hat die Meerwasserdichte in der Irrmengasee abgenommen.
00:32:25: das ist das was diese Grüne Kurve her zeigt und diese Studie schätzt dass bei dieser Abnahme der Dichte wenn man Davon ausgeht der Dichte-Unterschied, treibt die Amok an.
00:32:37: Dann würde das die Amoku um etwa fünfzehn Prozent abschwächen was wiederum konsistent ist mit dem was man aus der Temperaturveränderung diagnostiziert hat.
00:32:47: nur ist die Temperatur Veränderungen praktisch eine Folge und diese dichte Veränderung dann eine Ursache der Amoks Stärke Veränderungs.
00:33:01: Okay Das bin ich fast am Ende mit der vergangenen Amokveränderung, aber da gibt es auch noch weiter zurück in die Erdgeschichte.
00:33:10: Noch indirektere sogenannte Proxidaten aus Tiefseedementen zum Beispiel ganz verschiedene Datentypen, die darauf hinweisen.
00:33:19: man kann also damit abschätzen die Amokstärke die letzten tausend sechshundert Jahre hier Und das deutet darauf hin, dass die im Holozenen ziemlich stabil war ohne dramatische Veränderungen.
00:33:37: Aber seit Beginn der Industrialisierung dann doch steil bergab gegangen ist und es gibt noch nicht publizierte neue Proxidaten, die sogar noch für weitere Jahrtausende davor zeigen, dass sie ziemlich stabil waren und noch nie so schwach wie Sie jetzt sind.
00:34:00: zur Zukunft kommen.
00:34:01: Also es deutet viel darauf hin, auch wenn es noch nicht komplett unumstritten ist dass die Amoks sich bereits abschwächt.
00:34:08: wir erwarten auf diese Abschwächung.
00:34:10: wie sieht das jetzt für die Zukunft aus?
00:34:13: Hier das war ein sehr schöner interaktiver Washington Post Artikel als die Washington Post noch nicht auf Trump Linie war vor einigen Jahren er eben quasi drauf hinweist.
00:34:27: diese subtilen Veränderungen, die wir in der Vergangenheit sehen über die ich bislang geredet habe, deuten eigentlich auf dramatischen Gefahren hin.
00:34:37: Und wenn wir mal schauen was sagt eigentlich der Bericht des Weltklimarats über die Zukunft der Amok?
00:34:44: das ist dieser AR-Sex also der sechste Assessment Report der vor einigen Jahren publiziert worden ist.
00:34:53: Der hat diese Grafik und zeigt dass in diesen Modellen, in Zukunft die zumindest seit den Achtigerjahren laufende Abschwächen oder Amok in den Modellen das weitergehen wird und die weiter runter gehen.
00:35:13: Die verschiedenen Farben sind verschiedene Emissionsszenarien und diese farbigen Kurven zeigen jeweils die mittlere Stärke von vielen Modellen.
00:35:25: Es sind also Zickmodellsevelationen von unterschiedlichen Klimamodellen weltweit, von Forschungsinstituten.
00:35:32: Das ist die mittlere Abschwächung und die lässt erwarten dass wir von diesen siebzehn Millionen auf zwölf Millionen Kubikmeter Wasserströmung pro Sekunde zurückgehen werden bis zum Jahr zwei Tausend Einhundert.
00:35:51: Jetzt gibt es aber ein großes Aber Nämlich diese Schattierung hier oben und unten, das ist der Unsicherheitsbereich.
00:36:01: So viel streuen diese vielen unterschiedlichen Modelle.
00:36:05: nur im Mittel der Modelle liegen die dann relativ nah beisande bei einander trotz unterschiedlicher Emissionssinalen.
00:36:13: Das ist auch da komme ich gleich drauf.
00:36:15: Ist eigentlich kein gutes Zeichen dass sie so nah beiseinander liegen.
00:36:19: aber die einzelne Modelle streuen doch sehr stark.
00:36:22: Sie streuen übrigens auch schon bei der mittleren Amok bis heute.
00:36:26: Also da gibt es deutliche Unterschiede und das seit Jahrzehnten sehr schwer in den Griff zu bekommen, was auch ein Hinweis darauf ist wie sensibel diese Amok eigentlich ist.
00:36:37: Andere Dinge wie die globale Temperaturentwicklung kann man sehr gut vorhersagen, da stimmen die Modelle ziemlich überein.
00:36:44: Da haben sie seit Jahrzenten auch korrekt die Erwärmung vorhergesagt.
00:36:48: Die wurde übrigens ja auch vorhergesagt, bevor sie überhaupt beobachtet wurde und korrekt vorher gesagt.
00:36:55: Weil die globale Mitteltemperatur einer relativ simplen Energiebilanz an der globalen Energie Bilanz gehorcht, die ich eingangs ja gezeigt habe.
00:37:06: aber die Amok ist ein sehr sensibles Tier und deswegen unterscheiden sich die Modelle da ziemlich stark.
00:37:12: wir haben also hier die Unsicherheiten für die einzelnen Emissionsszenarien in diesen Balken hier rechts gezeigt.
00:37:20: Also das Blaue ist das niedrigste Emissions-Szenario, was wir leider eben nicht eingeschlagen haben bisher Paris-Kompatible rasche Emissionsminderung und die anderen sind mittlere bis hohe Emissionssenarien Und die haben diese großen Unsicherheit.
00:37:38: Was kann man jetzt damit machen?
00:37:42: Vor relativ kurzer Zeit haben französische Kollegen aus Bordeaux eine sehr cleverere Methode entwickelt, um diese Modelle mit Beobachtungsdaten zu vergleichen.
00:37:58: Und jetzt ist die Frage, woher weiß ich welches Modell es eigentlich hier realistisch im Vergleich zum S-Daten?
00:38:07: Da kann man natürlich erst mal eine simple Annahme machen und sagen, okay wir wissen die Amok ist siebzehn Zwerdruck stark.
00:38:16: Willst du mir aus den Nessungen?
00:38:18: Also sind die Modelle realistisch etwa diese Amoks Stärke an.
00:38:23: Das ist aber zu einfach denn das sagt noch nicht nichts darüber aus.
00:38:29: wie sensibel reagiert eigentlich die Amock jetzt auf die Erderwärmung ob ich da heute die richtige Stärke habe kein wirklich gutes Kriterium dafür, was die Unsicherheit verringern würde wenn wir in die Zukunft schauen.
00:38:46: Und diese französischen Kollegen haben eine Methode entwickelt um praktisch zu analysieren.
00:38:53: worauf kommt es eigentlich an auf was reagiert?
00:38:58: entscheidet eigentlich über diese künftige Amokentwicklung in diesen Hotels, wo wir unterscheiden die sich und sie sind da völlig offen herangegangen ohne das vorzuschreiben.
00:39:07: Und haben es mit einer großen Datenanalyse selber rauskriegen lassen.
00:39:15: Sie haben es damit geschafft, beobachteten Constraints zu finden, mit denen dieser Unsicherheit sich drastisch reduzieren lässt.
00:39:25: Also hier links dieser beiden zeigt.
00:39:27: im Mittel haben die Modelle eine Abschwächung auf zwölf Schwerdruck vorhergesagt, ohne die beobachteten Daten-Constraints und mit diesen großen Unsicherheitsbalken.
00:39:40: Nachdem man mit den Daten- Constraints die Modell gewichtet hat wie realistisch oder unrealistisch sind, ist die Unsicherheit viel kleiner.
00:39:50: dieser Unsicherheizbalkens Faktor vier geschrumpft etwa sogar ein bisschen mehr aber leider blöd.
00:39:59: Die Abschwächung ist jetzt stärker, die geht auf Achtzwertrop runter für ein mittleres Emissionsszenario.
00:40:06: Das ist dramatisch, weil es eine Abschwächung um die Hälfte bis zum Jahr zwei Tausend Einhundert gibt.
00:40:14: Wenn man sich das genauer anschaut, ist die Nachricht sogar noch schlechter.
00:40:18: Denn wenn wir das mal aufschlüsseln nach den verschiedenen Emissionssenarien, links ist das sehr ambitionierte Klimaschutz-Szenario Hier das Vier-Kommer fünf war, dass es das mittlere was hier im Balken dargestellt ist und rechts sind etwas höher bis sehr hohen Emissionen.
00:40:42: Und wenn man jetzt schaut wie schwach wird die Amok da unten Die ist eigentlich immer so um die acht bei den drei.
00:40:51: nur bei dem linken Ist die amok noch deutlich stärker nämlich dreizehn.
00:40:59: Das ist schon verdächtig, dass trotz extrem unterschiedlicher Emissionen die Abschwächung ungefähr gleichgeblieben ist hier.
00:41:06: D.h.,
00:41:06: die Amor reagiert gar nicht mehr auf die Emission und das spricht stark dafür, dass sie schon über den Kipppunkt ist und sich jetzt aus Eigendynamik weiter abschweicht.
00:41:17: Und da spricht auch dafür, also dass sie jetzt schon bei Achtzwertrupp ist, denn wir haben in einer anderen Schule – ich zeige dir gleich – festgestellt durch Rechnungen, die über das Jahr zweitausend einhundert hinausgehen.
00:41:31: Das Modelle, die unter zehn Sferdrup im Jahr zwei tausend Einhundert sind wahrscheinlich schon auf dem Weg zum Kollab sind.
00:41:41: Okay, das ist also die schlechte Nachricht in dieser.
00:41:46: meine Interpretation dieser Studie ist dass selbst bei mittleren Emissionsszenarien Und erst recht bei dem Ohn, dass ja jetzt auch nicht mehr weiter im nächsten Bericht verfolgt wird.
00:41:57: Weil zum Glück sind wir auch nicht auf diesem Fahrt aber wir sind eben leider auch nicht mit dem grünen Fahrt.
00:42:03: Auch bei den Mittleren ist die Amok wahrscheinlich schon über den Kipppunkt und der ist nur noch nicht komplett versiegt weil es etwas länger dauert als bis zum Jahr zwei tausendeinhundert.
00:42:16: Jetzt kommen also zur Frage des Kipppunkts.
00:42:19: Und was ist ein Kipppunkt?
00:42:20: Man kann das mit diesem Bild veranschaulichen.
00:42:23: Das eine Kugel in einem solchen, solcher Mulde und wenn dieser Mensch die so'n bisschen anstupst dann bewegt sie sich nach rechts rollt aber wieder zurück und in ihre Mulden weil das es ein stabiles Gleichgewicht ausser.
00:42:37: man schiebt sie über diesen Scheitelpunkt hinaus.
00:42:40: das ist der Kipp Punkt in diesem ganz simplen Beispiel Da muss man nicht mehr weiterschieben sondern sie rollt von selber weiter nach rechts Und so ist ein Kipppunkt definiert.
00:42:51: Das ist der Punkt bei der AMOC, auch bei anderen physikalischen Systemen, ab dem man das System nicht weiter anschieben muss sondern es geht von selber durch selbst verstärkende Rückkopplungen in einen ganz neuen Zustand über und das ist dann in der Regel auch unaufhaltsam.
00:43:10: also da nützt es aber nichts wenn wir dann klimaneutral werden weil wir denken wo wir sind jetzt über den kipppunkt hinweg Das bringt da nichts mehr, weil die eigene Dynamik dann übernimmt.
00:43:21: Und dass die AMOC einen solchen Kipppunkt hat ist lange bekannt.
00:43:24: hier noch eine Folie, die geht jetzt nicht speziell für die AMOG.
00:43:28: aber nur um zu sagen das es jetzt kein irgendwie Minoritäts- oder Außenseiterthese sondern der IPCC Bericht gesagt, dass hier Tipping Points die Risiken durch Überschreiten von solchen Kipppunkten.
00:43:45: zum Beispiel auch bei den Eisschilden.
00:43:47: Grönland-Eisschild hat auch so ein Kipppunkt.
00:43:49: Auch der Western Arktis.
00:43:51: das, dass wir hier zu hohem Risiko übergehen.
00:43:55: zwischen anderthalb und zweieinhalb Grad Erwärmung davor ist es moderat runter.
00:44:00: eins Komma fünf Grad.
00:44:01: Über Eins Komma Fünf Grad gehen wir in den Hochrisiko Bereich.
00:44:07: Okay Dass die AMOG einen solchen Kipppunkt hat, ist sagen wir uns in einundsechzig bekannt.
00:44:13: Berühmte Arbeit von Henry Stommel, einem berühmten Amerikan-Schnauzerographen.
00:44:20: Deswegen heißt dieser Bifurkationspunkt auch Stommelbifokation.
00:44:24: Das heisst das ist ein Gleichgewichtsstabilitätsdiagramm und auf der X-Achse ist aufgetragen, wie viel Süßwasser geht in den Atlantik hinein.
00:44:35: Weil diese Süßwasser eben diese Verdünnungswirkung hat was die Absinken das Absinken verhindert.
00:44:42: und wenn man hier den oberen grünen Ast anschaut sieht man okay je mehr Süßwater da reingeht desto schwächer wird die Amok im gleichgewicht was dann bei diesem süßwassereintrag gehört.
00:44:54: Aber diese Kurve biegt sich jetzt hier zurück, weil der selbstverstärkende Rückkopplungseffekt einsetzt.
00:45:00: Wenn ich die Amok schwäche bringe sie weniger Salz in den Nordatlantik.
00:45:04: dadurch wird das Wasser süßer und leichter.
00:45:07: Die Amok schwecht sich noch weiter ab Und ab einem gewissen kritischen Punkt diesem Bifurkationspunkt wird dieser Rückkoppellungseffekt so stark dass es gar kein stabiles Gleichgewicht jenseits davon mehr gibt.
00:45:19: und wenn wir über den Weg gehen würden müssen wir zwangsläufig auf diesen unteren Zweig mit abgeschalteter Armung umschalten.
00:45:29: Dann gibt es einen Zwischenbereich, wo beide Gleichgewichtszustände stabil sind der obere Grüne Zweig und der untere durchgezogenen Grüne Zweig Und die Stabilitätsgrenze.
00:45:38: der Scheitelpunkt gewissermaßen ist diese geschrichelte Linie wenn wir darüber hinweg gehen Klimaveränderung im Zeitverlauf, also nicht mehr auf dem Gleichgewicht zweigt.
00:45:52: Deswegen geht es der Blau-Pfeil herunter.
00:45:55: Wenn er diese gestrichelte Linie überschreitet dann ist das zu spät.
00:46:00: Das ist der Kipppunkt und davor hat schon in den Jahren siebenundachzig als ich gerade angefangen habe mit meiner Promotion in der Ozeanographie der berühmte Ozeana Graf zwischen Verstorben
00:46:15: Wally
00:46:16: Broker Einiges zusammengearbeitet habe ich später davor gewarnt, dass wir hier ein Zitat aus seinem Aufsatz in der Top-Fachzeitschrift Nature jürusisches OLED spielen mit dem Klima.
00:46:32: Weil seine Argumentation beruhte auf Argumenten aus der Erdgeschichte.
00:46:37: Er hat sich sehr viel mit Paläoklima beschäftigt und da gibt es abrupte Klimaveränderungen mit Schwerpunkt Nordatlantikregion Europa die durch sehr starke Strömungsveränderungen in dieser Arbeit nur erklärt werden können.
00:46:52: Und deswegen war seine Sorge, dass die Erfahrung aus der Erdgeschichte lehrt.
00:46:56: Der Klimawandel wird nicht so glatt und allmählich verlaufen wie es viele Klimamodelle zeigen sondern da können auch unangenehme Überraschungen stattfinden diese unpleasant surprises in the greenhouse von denen sein Artikel handelt.
00:47:16: Und tatsächlich zeigen diese Standard-Klimamodelle, die für diese IPCC Berichte gerechnet werden zu einem erheblichen Bruchteil.
00:47:30: Wenn man den Teil anschaut der über zwei Tausend Einhundert hinausgerechnet wurde das dann dieser abgeschaltete Amok Zustand erreicht wird.
00:47:38: Das ist hier so ab Mitte des Zweiundzwanzigsten der Hundertster Fall wenn diese Linien hier flach werden Da ist die Amokstärke nicht voll auf Null.
00:47:48: Das hängt ein bisschen davon ab, wie man sie definiert und anschaut da es dann einen gewinngetriebene Anteil mit drin also nicht nur dieser dichte getriebene Amokteil der hat aber diese sehr schwache Zustand unter sechs Werderup den nennt wir kollabiert.
00:48:04: er hat auch praktisch keinen Wärmetransport in die höhere Breitenes Nordatlantik mehr.
00:48:10: Hier ist nochmal die Trendlinie gezeigt von diesen Rapids, diese zwanzig Jahre Rapid Messungen.
00:48:15: Wenn man da den linearen Trend drauf legt dann passt es ja ziemlich gut zu dem was die Modelle auch vorher sagen.
00:48:22: und wir haben in dieser Studie auch abgeschätzt von den sehr viel mehr Modellen die im Jahr zwei tausend einhundert einfach aufhören zu rechnen.
00:48:34: wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass diese Modelle auf dem Weg zum Amokollab sind?
00:48:42: und wir sind darauf gekommen, dass alle Modelle die unter zehn Zwerdrupps sind im Jahr zwei tausend einhundert kollabieren.
00:48:51: Und ja, wir haben sind dann draufgekommen, das bei hohen Emissionsszenarien ist es Risiko siebzig Prozent beim mittleren vierzig Prozent und nur bei geringem Emissionen reduziert sich das Risiko auf zwanzig Prozent.
00:49:09: Das ist erschütternd, weil ich erforsche dieses Thema seit thirty-fünfer Jahren.
00:49:14: Und thirty Jahre davon sind wir davon ausgegangen dass das Risiko kleiner als zehn Prozent ist und haben das trotzdem noch zu hoch gefunden.
00:49:24: Sie würden sicherlich nicht in ein Flieger steigen mit drei Prozent Abschutzwahrscheinlichkeit, weil es viel zu hoch ist an Gesicht der gravierenden Folgen.
00:49:33: Der Risiko ist ja immer Eintrittswahrscheinigkeit mal wie schlimm die Folgen sind.
00:49:41: Und wegen der schlimmen Folgen wären eigentlich selbst ein paar Prozent Risiko, dass wir die Amok zum Versiegen bringen für die nächsten tausend Jahre wahrscheinlich bevor sie sich wieder erholen könnte zu hoch.
00:49:53: Nun reden wir selbst bei geringen Emissionen von einem fünfundzwanzigprozentigen Risiko und können nicht mal aufschließen mit Sicherheit ausschließen ob wir nicht den Kipppunkt bereit zu überschritten haben.
00:50:07: Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, diese Ergebnisse war ich ehrlich gesagt erschüttert.
00:50:13: Und da kommt noch hinzu dass der Kipppunkt in diesen Modellen nach unserer besten physikalischen Einsicht dann passiert wenn die tiefe Vermischung also die Konvektion wie wir das nennen vertikale Vermischungen durch instabile Schichtung der Wassersäule in den Wintermonaten an der Oberfläche das Wasser noch so dicht ist, dass es sich tief runter mischen kann in der Wassersäule.
00:50:39: Einfach aufgrund der Tatsache, dass sie schwerer ist als das darunter liegende Wasser.
00:50:44: Dass diese Konvektion schon Mitte des Jahrhunderts versiegt wie man hier unten in diesen Kurven sieht.
00:50:50: Das sind die Konvektionstiefe in den drei Regionen, die da oben so hellgrün-gelblich gezeigt sind.
00:51:01: Tiefenkonvektionsregionen, die wir auch aus dem Beobachtungsdaten kennen.
00:51:06: In den Modellen liegen die je nach Modellen ein bisschen unterschiedlich weil wie gesagt diese Modelle sind nicht perfekt und wir gehen davon aus dass wenn in allen drei Regionen die tiefen Konvektion versiegt dann ist der Kippung überschritten.
00:51:23: bei dem rechten Modell.
00:51:25: Den britischen ist das übrigens hier nur bei den durchgezogenen Linien der Fall.
00:51:31: Das ist für hohe Emissionen, für den niedrigste Emissionsszenario die gestrichelten Linien.
00:51:37: Da sieht man hier diese eine, da ist die Konvention noch nicht versiegt.
00:51:41: Es war flach weniger als fünfhundert Meter und dort ist die Armwork auch tatsächlich dann nicht kollabiert.
00:51:50: Also es spricht viel dafür dass der Zeitpunkt wo Die Konvektion versiegt und die hat ihren eigenen Kipppunkt, also so einen selbst stabilisierenden Rückkopplungseffekt schon in wenigen Jahrzehnten vorstehen kann.
00:52:08: Und hier nochmal diese Region ein bisschen reingesumt wo diese Konvention stattfindet.
00:52:15: und tatsächlich selbst wenn die Konvektion nur hin im Sopolarwirbel versiegte das schon gravierende Folgen Auch wenn dann die Amok nicht komplett kollabiert, weil oben in der Grönlandssee noch oder Norwegensee noch Konvektion stattfindet.
00:52:29: Und das ist nochmal eine Sondersorge dass selbst wenn die Amork nicht kollabieren oder auch auf dem Weg dorthin schon im Supolawürbel Dinge mit Folgen passieren können.
00:52:42: Das ist zum ersten Mal übrigens In einem Artikel von britischen Kollegen gezeigt worden in einem Klimamodell.
00:52:52: Ich erinnere mich an den noch gut, weil ich damals von Nature gebeten wurde einen Kommentar-Artikel dazu zu schreiben.
00:52:59: Der Titel ist da rechts unten aber die eigentliche Studie stellt fest das speziell in der Labradorsee die Konvektion irgendwann zwischen.
00:53:12: Es ist nicht sicher, ob wir da schon auf dem Weg dahin sind weil die Messungen unzureichend sind um das wirklich sicher sagen zu können.
00:53:27: Da gibt es sehr starke Schwankungen von Jahr zu Jahr.
00:53:31: Man sieht dort eine deutliche Abnahme der Konvektions-Tiefe.
00:53:35: Ist das der beginnende Kollaps?
00:53:36: Ich weiß es nicht.
00:53:39: Sicher kann man auch diese Modelle aus den neunzigern Jahren zwar noch viel gröber natürlich noch weniger trauen in so einer regional sehr spezifischen Frage als den heutigen Modellen.
00:53:52: Aber der Punkt ist, dass auch viele der heutigen Klimamodelle – also für den letzten sechsten IPCC-Bericht – in diesem Supolavirbel Labradorsee Irminga See einen Konvektionskolaps vorhersagen schon in wenigen Jahrzehnten, also in den Zwei-Tausend Dreißigern.
00:54:16: Das macht ein Teil der Modelle.
00:54:18: abgeschätzt wird, dass hier als etwa thirty-six Prozent der Modellen in dem Fall.
00:54:24: Das muss man sich ja mit ein bisschen Unsicherheit versehen.
00:54:28: also vielleicht drei bis vierzig Prozent dieser Modelle zeigen einen Versiegen der tiefen Konvektion im Sopolarwirbel.
00:54:37: das ist noch kein Armour Collapse hat aber diese Temperaturveränderung zur Folge, die man hier sieht.
00:54:42: Und dann sehen wir dass diese Kälteblase, die wir ja heute schon im Atlantik haben größer wird und hier auch bis an Island und zum Teil über Irland und Schottland hinaus reicht.
00:54:54: also dann würden schon ab den zwanzig dreißigern-zwanzigvierzigeren eine Abkühlung in Großbritannien zum Beispiel stattfinden.
00:55:08: So zum letzten Teil noch ein bisschen mehr zu den Auswirkungen der Amor Collapse eintritt.
00:55:15: Das ist jetzt ein Beispiel von Modellsimulationen, einer CO-Verdoppelung also so ein mittleres Emissionsszenario.
00:55:23: Ist kein zwei Grad Szenario sondern Mehrerwärmung aber auch nicht das schlimmste Fall.
00:55:31: sieht man dass hier eine solche Abkühlung deutlich Großbritannien ganz krass Island Aber auch Skandinavien stattfinden kann, wenn die Amok versiegt.
00:55:45: Das ist ja gravierend natürlich für die betroffenen Menschen dort, für die Staaten dort.
00:55:51: Ist aber vielleicht gar nicht mal das Schlimmste sondern dass was hier unten gezeigt ist, ist etwas das kennen wir auch aus der Erdgeschichte und aus der Palio-Klimatologie.
00:56:00: immer wenn die amok versiegelt ist es zu massiven Niederschlagsveränderungen in den Drogen gekommen.
00:56:08: Und das hat seinen Grund darin, dass heute die Nordhalbkugel wärmer ist als die Südhalbkugeln wegen der Ergog und dort wo die warmen Luftmassen aufsteigen und sich diese tropischen Regenfälle bilden.
00:56:22: Das bis dort wo es am wärmsten ist und das ist heute nicht auf dem Equator sondern nördlich des Equators weil ja die ganze Nordhalb Kugel wehrmeister als die südhalb Kuge um ein bis zwei Grad.
00:56:34: Wenn wir die Amok abschalten, ist das nicht mehr der Fall.
00:56:37: Dann steigt die Luft direkt über dem Equator auf und dann verschieben sich diese Niederschläge nach Süden.
00:56:45: Das heißt da wo dieser tropische Regengürtel früher war hier Asien zum Beispiel wird es deutlich trockener und südlich davon wird es nasser.
00:56:58: Beide Regionen sind dann nicht daran gewöhnt an dieser Extreme Und das wird für diese sehr vielen Menschen, die in den Tropen leben, massive Folgen für die Landwirtschaft haben.
00:57:11: Hier ist nochmal ein bisschen detailliertere Analyse.
00:57:14: Das ist aus einem sehr guten Report, der sich für das Thema näher interessierte.
00:57:19: vor einigen Monaten publiziert wurde Nordic Perspective on Amogtipping.
00:57:24: kurz und knapp zusammen fast gefasst gut bebildert von vielen Autoren im Internet frei verfügbar analysiert, wie könnten im Zeitverlauf die Temperatur Veränderungen aussehen bei niedrigen Emissionen mit einem Amok versiegen und bei hohen Emissionnen.
00:57:44: Und da sieht man also wenn man jetzt wirklich hohe Emission hat.
00:57:49: das ist allerdings dieses Fünf-Acht-Fünfer-Szenario was in dem nächsten kommenden IPCC Gericht nicht mehr rücksichtigt wird weil es von starkem Emissionswachstum ausgeht was zum Glück nicht passiert.
00:58:01: Dann würde man zwar temporär eine Abkühlung kriegen, zum Beispiel in den Zwei-Tausen-Fünfzigern relativ zu zweitausendfünfundzwanzig hier auch über Großbritannien.
00:58:12: Aber über Skandinavien gewinnt dann diese durchwiegend diesem stark ansteigenden CO² im Mitte des nächsten Jahrhunderts dann doch die Erwärmung.
00:58:24: Auch weil die Amox sich dann wieder erholt.
00:58:26: wenn sie aber versiegt kann es wirklich hier zu krassen Abkühlungserscheinungen kommen.
00:58:33: Und es gibt übrigens von den holländischen auf Basis der hollendischen Simulationsrechnungen der Kollegen aus Utrecht, diese interaktive Webseite armoxcenarios.org.
00:58:43: da kann man verschieden angucken wie viel globale Erwärmung will ich haben mit Amok oder ohne Amock?
00:58:50: Mit vier Grad erwärmen oder zwei Grad Erwährmung oder vor industrielle Klima und sich einzelne Parameter anschauen die täglichen Eistage wo ganzen Tag unter null Grad ist.
00:59:04: Das wird dann für Hamburg zum Beispiel vierundvierzig Fraustag statt neun Fraustage jetzt im Jahr geben, also das ist so ein bisschen interaktiv um sich mal die Folgen für die eigene Region anschaulich zu machen.
00:59:19: Für Europa ist übrigens vielleicht auch außerhalb von Skandinavien gar nicht mal diese regionale Abkühlung das Hauptproblem sondern wir kriegen durch die globale Erwärmung sowieso mehr Dürre Und wir kriegen durch einen Amok-Abschwächung oder noch mal verschärfte Dürre.
00:59:39: Das ist hier auch in einer Studie im vergangenen Jahr gezeigt worden, dass eigentlich über ganz Europa das Dürreresiko zunimmt wenn die Amok sich deutlich abschwicht.
00:59:51: Eine weitere Folge ist eine dynamische Vereinigung des Meeresspiegels und mit Dynamisch meine ich, sondern weil es Strömung gibt, ist die Meeresoberfläche geneigt.
01:00:08: Also Beispiel-Golfstrom Die rechte Seite des Golfstroms hat an etwa einem Meter höheren Meeresspiegel als die linke Seite, weil die Coriolis Kraft die Wassermassen nach rechts drückt und das wird dann dadurch ausgeglichen dass eine Neigung der Oberfläche entsteht was einen Gegendruck aushübt, sodass der Goldschirm dann weiterhin gerade fließt.
01:00:30: Aber rechts höherem Meeresspiegel hat als links und von daher wenn man die Amok versiegen lässt verändert sich die Neigung der Meeresoberfläche und damit das ist dieser sogenannte dynamische Meeresspiel und führt im nördlichen Atlantik zu Teilen des Südatlantiks zu einem zusätzlichen Meeresspiedelanstieg zusätzlich der durch die globale Erwärmung global entsteht, dafür im Rest der Welt mehrere weniger hier in der blauen Bereich.
01:01:01: Das haben wir uns auch übrigens vor mehr als zwanzig Jahren schon in dieser Studie zum ersten Mal gezeigt, den man hier links sieht mit einem sehr groben Modell.
01:01:10: heute kann man das mit viel feiner aufgelösten Modell machen kommt aber wieder etwas ähnliches heraus.
01:01:20: Also eine Sache wollte ich noch sagen es gibt Dieser Dürreproblematik, zum Teil auch ein Großbritannien-Kälteproblematikum massive Folgen für die Landwirtschaft.
01:01:32: Es wird auch durch den unterschiedlich sich stark zunehmenden Temperaturkontrast zwischen dem Mittelmeerraum und Skandinavien zu wesentlich mehr Wetterextremen kommen.
01:01:44: Denn ich habe jetzt immer so Mittelwerte gezeigt über zwanzig Jahre Aber wir leben ja nie in einem mittleren Zwanzigjahre-Wetter Sondern eben im Wetter die nach Wetterlage ändert.
01:01:56: Und wenn es Kaminavien viel kälter ist und Südeuropa wärmer, dann sind die kalten Luftmassen, wenn sie mal von Norden kommen, viel kärter als wir es gewohnt sind.
01:02:04: Und die Warmen, die von Süden auch wiederkommen, viel wärmer als wir's gewohn sind.
01:02:09: Das heißt, es gibt wesentlich krassere Kontraste, als wir das heute kennen.
01:02:14: Auch das kann für die Landwirtschaft verheerende Folgen haben.
01:02:21: Landwirtschaft ist aber nicht mein Fachgebiet, deswegen sage ich nicht mehr dazu.
01:02:25: Ich bin ja nur Physiker.
01:02:27: Aber zumindest haben diese Sorgen über das drohende Amok-Abschwächung oder Galver sieben.
01:02:34: Vierundvierzig Experten veranlasst vor zwei Jahren einen offenen Brief an den Nordischen Ministerrat zu formulieren, den ich vorstellen durfte bei der Arctic Circle Konferenz in Reitjavik.
01:02:47: Und das hat auch übrigens diesen nordischen Report zur Folge gehabt, den ich gerade vorhin zitiert habe der jetzt online ist.
01:02:54: Denn erfolge erstellt wurde.
01:02:56: es hatte übrigens dann auch die folge dass gerade die isländische regierung sich intensiver befasst hat mit dem thema und Das risiko eines amok versiegens als ein sicherheitsrisiko Für für den staat island.
01:03:12: offiziell deklariert haben wir zum schluss Die Folgerungen ist, die Amok schwächt sich ab.
01:03:21: Wie gesagt nicht kompletter Konsens aber auf jeden Fall Überzeugung vieler Experten.
01:03:26: Sie hat einen Kipppunkt das es seit mehr als fünfzig Jahren bekannt und immer wieder überprüft und bestätigt worden in allen Modellgenerationen.
01:03:36: Die Physik dahinter ist verstanden.
01:03:38: Es gibt keinen Grund warum sie nicht wirken sollte.
01:03:41: diese Rückkopplung durch den Salztransport der Amok.
01:03:47: Was wir nicht wissen, ist wie nah es der Kipppunkt.
01:03:49: Da gibt's eine große Unsicherheit weil sich die Modelle da erheblich im Einzelnen unterscheiden.
01:03:56: Es droht aber eben nach den neuesten Studien durchaus schon dass wir vielleicht sogar in zehn oder zwanzig Jahren diesen kipppunkt überschreiten und das sollte uns eigentlich alles so sehr dringende handeln veranlassen.
01:04:15: Der IPCC-Bericht, den will ich nochmal zum Schluss zitieren um mal wieder auf den breiten Konsens hinzuweisen hat ja auch festgestellt.
01:04:24: das Zeitfenster in dem eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle gesichert werden kann schließlich rapide.
01:04:31: Wir haben beim Klimaschutz einfach keine Zahl zu verlieren und die in diesem Jahrzehnt getroffenen Entscheidungen und durchgeführten Maßnahmen werden sich jetzt und für Tausende von Jahren auswirken weil große Teile des CO-Zweih bleiben tausende von Jahren in der Luft.
01:04:48: Wenn die Amok einmal versiegt ist, bleibt sie wahrscheinlich ca.
01:04:51: Tausend Jahre aus.
01:04:53: Das hat seine physikalischen Gründe auch so gesehen, wenn die Eismassen abschmelzen, kommen sie nicht wieder
01:05:03: usw.,
01:05:04: das ist eine riesige Verantwortung für die heutige Politikergeneration
01:05:09: und
01:05:10: damit bedanke ich mich fürs Zuhören.
01:05:13: und wer noch mehr lesen will Hier ein paar Buchtipps und folgen Sie mir gerne auf Blue Sky oder LinkedIn.
01:05:20: Vielen Dank, ich freue mich auf die Fragen und die Diskussion.
01:05:28: Ja,
01:05:30: man muss erst mal vielleicht auch erst einmal kurz nichts sagen weil... Ihr habt schon sehr viel geschrieben in den Chats und in den Fragen.
01:05:39: Und Erschütterung, glaube ich, Stefan hast du gesagt?
01:05:42: Als du das erste Mal die Daten gesehen hast, ich glaube, dass fühlen viele.
01:05:45: Also das sind schon heftige Schlussfolgerungen, heftige Daten.
01:05:50: Das muss man auch erstmal, glaube Ich übergebe dann jetzt an Sven.
01:06:02: Sven Giewald, den habe ich euch am Anfang schon vorgestellt, kennt ihn auch alle.
01:06:07: Hat Europe Calling mit erfunden?
01:06:09: Ist bei uns im Vorstand ganz oft mit dabei.
01:06:11: Jetzt stellvertretender Grüner Bundesvorsitzender und Sven, ich will dir die Möglichkeit geben.
01:06:15: du bist hier ein sehr christlicher Mensch und ich musste empfehlen was Stefan uns präsentiert hat so ein bisschen einen Begriff Hoffnung denken.
01:06:22: Und da kann der Christen tun auf viele andere Regionen viel zu sagen und irgendwie hab ich das Gefühl vielleicht sagst du auch mal etwas zur Hoffnung wenn du jetzt ein bisschen einordnst, bevor wir in die Fragen gehen.
01:06:37: Also ich war psychisch etwas besser vorbereitet weil ich mir ein zwei Videos von Stefan vorher schon angeschaut habe und grob wusste was da auf uns zukommt.
01:06:53: das einzig was man vielleicht aus der zur Hoffnung sagen kann ist dass hoffnung sicher auf etwas bezieht von dem wir noch nicht wissen ob es eintritt.
01:07:05: Und allerdings das Schlimme ist, als ich Stefan das erste Mal kennengelernt habe da hat er auch schon von dem Thema geredet.
01:07:15: aber immer gesagt ja die Wahrscheinlichkeit dass das wirklich eintritt ist wirklich klein.
01:07:21: Aber is so schlimm?
01:07:23: wir müssen uns damit beschäftigen.
01:07:25: Das Schlimmer an dem was er jetzt sagt ist Er erzählt eigentlich immer noch das gleiche was er schon früher erzählt hat.
01:07:31: nur jetzt sagt der Die neuen Daten sagen die Wahrscheinlichkeit, dass diese Katastrophe eintritt ist viel größer geworden.
01:07:40: Ja und das is was ein davor erst mal erschaudern lässt.
01:07:50: auch sage ich mal Respekt und sogar Ehrfurcht vor der Arbeitsleistung die dahinter steht und vor dem Mut darüber zu sprechen steht, weil wenn man die ganze Zeit in der Öffentlichkeit steht und über etwas redet dessen Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist glaube ich die meisten Menschen würden dann nicht sprechen sondern schweigen.
01:08:16: Das hat Stefan nicht gemacht.
01:08:18: Ja das ist etwas was das bei mir erstmal auslöst.
01:08:22: jenseits dessen zeigt dass alles
01:08:27: wir haben
01:08:28: einfach keine zeit mehr.
01:08:29: auch die Daten haben gezeigt dass es wirklich zählt, ob wir schnell einen solchen Punkt erreichen oder ob wir längere Zeiträume haben um sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit abzumildern als auch schlicht mehr Anpassungszeit zu haben.
01:08:48: und wie gruselig das alles wird konnte man ja jetzt bei dieser Hitzewelle sehen.
01:08:54: Die ist in dieser Form in einem Juni noch nie gegeben hat seit den Messerl.
01:09:03: Insofern ist die große politische Frage, wie entfesseln wir die politische Energie um jetzt endlich ernst zu machen sowohl mit dem Klimaschutz als auch der Klimaanpassung?
01:09:16: und das muss man sagen, muss man nicht aus einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit sagen weil was Stefan nebenbei betont hat war ja auch Die schlimmsten Szenarien haben wir schon abgewendet.
01:09:30: Das ist gelungen, weil es diese Klimabewegung gab die Klimawissenschaft gab und viele Millionen Menschen weltweit, die gehandelt haben.
01:09:40: Und wir haben die Chance den Umstieg auf der Erneuerbahn und die Abkehr von den Fossilen massiv zu beschleunigen wenn wie die richtigen Entscheidungen fällen Und das ist, was wir jetzt tun müssen.
01:09:53: Was wir hier in Deutschland allerdings vor der Nase haben und damit indirekt auch für die Europäische Union – ist eine Regierung, die Katharina der Klimaschutz wird überbetont reiche nun mal ganz anders formulieren.
01:10:14: Ich glaube, die entscheidende Frage mit Feindenkräften gelingt, diese politische Energie zu mobilisieren und die zentrale Auseinandersetzung findet derzeit um die deutsche Energiewende statt.
01:10:29: Auch weil die so viele Nachahmer in anderen Teilen der Welt gefunden hat und viele Teile der Welt sehr genau schauen ob wir diesen Wandel in einer wirtschaftliche und sozial positiven Weise auf die Reihe bekommen oder auf der halben Wege uns in irgendwelchen Fantasien von Kernfusionen über war doch alles nicht so schlimm verlieren, statt das zu machen.
01:10:57: So und ich glaube es ist möglich diese Energien zu entfesseln.
01:11:01: Ich will eins noch sagen und dann rüber zu euren Fragen Die Idee zu diesem Webinar war übrigens nicht von mir sondern von einer Praktikantin die Umweltwissenschaft studiert hat und Nora Andersson.
01:11:13: Ohne Sie wäre das jetzt hier nicht zustande gekommen mit den Elftausend.
01:11:17: Das wollte ich noch sichtbar machen.
01:11:19: Max, wir haben großartige Fragen?
01:11:22: Ja wirklich sehr viele!
01:11:23: Wir werden sie nicht alle schaffen, wird es trotzdem probieren... Ich geb's dir einfach rein, Stefan.
01:11:31: Und du beantwortest so schnell und so präzise wie es geht... ...und dann kriegen wir vielleicht ein paar hin.
01:11:37: Ich fange jetzt mal hier mit der absoluten Top-Frage an von Bärbel Winkler.
01:11:40: Sollten mehr Länder den Beispiel Islands folgen?
01:11:43: Und die drohende Abschwächung der Amok als nationales Sicherheitsrisiko einstufen?
01:11:48: Ja!
01:11:51: Unser Antwort nötig.
01:11:54: Du hast ja den offenen Brief gezeigt, den du da noch vorgestellt hast.
01:11:58: Da ist ja dann die Studie raus entstanden.
01:12:00: Hast du das Gefühl, dass da noch etwas anderes passiert war?
01:12:06: War die Einschiffung von Island Konsequenz daraus?
01:12:09: und sieht man in den nordischen Ländern aber auch europäischer Ebene Bewegungen und Reaktionen auf die neuen Daten?
01:12:15: Also siehst du schon was?
01:12:17: Ja
01:12:17: gibt es.
01:12:18: Es gab eben nach einer Eine Nordic Tipping Week in Helsinki letztes Jahr, eine Woche die sich damit beschäftigt hat.
01:12:27: Dann ist dieser Report dafür rausgekommen für diesen nordischen Ministerrat und die nordischen Regierungen sind da auch dran.
01:12:34: Ich habe da erst kürzlich wieder einen Online-Vortrag für die gehalten auf bitten.
01:12:40: also ich stecke da jetzt nicht direkt in Kontakt mit den Politikern aber ich höre das auch von Leuten aus der Region dass die da weiter daran arbeiten und sich überlegen, wie sie darauf reagieren.
01:12:55: Danke!
01:12:56: Und dann die nächste Frage von Dr.
01:12:59: Mihail Lefrah.
01:13:02: Er oder Sie fragt, welche Globale CO-Restbetschip bleibt uns noch um den Armour Collapse mit größerer Wahrscheinlichkeit, also mehr als sieben Sechzig Prozent abzuwenden?
01:13:14: Wir sehen entsprechende Maßnahmen Konkret aus, müssten wir nicht ab sofort Emissionen rationieren und Flügefleischverbrennern und Fossilheizungen verbieten.
01:13:22: Also du hast ja die vier Szenarien gezeigt, drei davon waren letzte Jahr Abschwörung und nur das günstigste war noch einigermaßen gefühlt hatte im Rahmen.
01:13:31: wenn wir nicht schon über den Pock kippelt rüber sind also wenn wir noch nicht drüber sind was welchen Fahrt müssen wir jetzt einschreiten?
01:13:40: Naja, ich kann da für jetzt keine konkreten Budgets angeben weil es ja wie gesagt relativ unsicher ist wo genau ist der Kipppunkt?
01:13:48: aber je schneller wir reduzieren desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dass wir dieses Desaster noch verhindern können.
01:13:56: und von daher würde ich sagen das Mindeste wäre dass man zumindest mal alle das einhalten was sie in Paris versprochen haben.
01:14:04: Wir können zwar die Grenze jetzt nicht mehr einhalten.
01:14:09: Aber das heißt, jetzt muss es eigentlich darum gehen, das Überschießen so gering und so kurzzeitig wie möglich zu halten also dass wir nur möglichst ein zwei Zehntel da drüber kommen und vielleicht nur für zwanzig dreißig Jahre bis wir es schaffen wieder runterzukommen auf die eins Komma fünf.
01:14:27: Das denke ich ist durchaus schaffbar.
01:14:31: Wir haben letztlich ja die Technologien und so.
01:14:33: aber es müsste halt fast in einem im Verteidigungsfall die Torkpriorität der Politik werden, das jetzt wirklich vornehin zu stellen.
01:14:46: Danke dir!
01:14:47: Ich springe jetzt ein bisschen durch die Fragen also ich gehe nicht ganz von oben durch weil.
01:14:50: Stefan Deuling stellt hier eine Frage die viele andere auch zusammengestellt haben und einen anderen Aber das ist so ein bisschen komplex.
01:14:58: Und zwar fragt er offenbar, steht der Traits Gletscher kurz vor dem Zusammenbruch ausgelöst durch das Kolobene Schelfer?
01:15:04: Ich glaube die Traitsgletscher ist ja ein anderer Kipppunkt.
01:15:07: Wie gut sind die Rahmenbedingungen bekannt um Simulationen durchzuführen?
01:15:10: was kommt da auf und zu?
01:15:11: Vielleicht die größere Frage ist fragen viele Leute wie hängen denn die möglichen Kipppunkte miteinander zusammen?
01:15:16: also wenn der Amok kippt werden dann andere Kipp Punkte wahrscheinlich hier ausgelösst?
01:15:20: kann es dazu einer Kettenreaktion kommen wie ist?
01:15:26: Ja, also dass es gibt.
01:15:28: diese Zusammenhänge wird auch bei unserem Institut untersucht und zum Beispiel wenn die Amok versiegt dann wird das ja am Laden kälter aber im Süden wärmer.
01:15:40: Also auch bei der Antarktis.
01:15:41: Das kann durchaus dann zum weiteren Gefährdung des Antarktes beitragen.
01:15:51: Auch durch diese Verschiebung der Niederschläge würde sich zum Beispiel auch der Kipppunkt des Amazonas-Waldes verändern, dass eben es dann im Laden weniger regnet.
01:16:03: Im Süden dafür mehr.
01:16:05: Also da gibt es auf jeden Fall Zusammenhänge und das kann so wie Domino Steine können die verschiedenen Kipppunkte sich gegenseitig anstoßen.
01:16:18: Danke dir!
01:16:21: Die Anfolge habe ich befürchtet Um... Jetzt und jetzt lustigerweise Nora Andersen, die ja die Idee für dieses Webinar hatte wie Sven Erzilder hat auch eine Frage gestellten.
01:16:30: Die stelle ich jetzt einfach mal.
01:16:32: das Recht der Initiatoren.
01:16:35: Wenn sie Nora fragt wenn sich die also ich hoffe es ist die Nora kann natürlich bei fünf tausend Leuten noch eine andere sein.
01:16:40: aber ich denke schon jetzt ist ihre Frage weggesprungen.
01:16:43: Wenn Sie ich Nora frage, wenn sich Amok als Teil des globalen Meeresströmungssystems abschwächt?
01:16:48: Wie wirkt sich das auf das gesamte globale Strömungs System aus?
01:16:51: was da so ne große Karte gezeigt?
01:16:53: Werden sich die, es ist wieder gesprungen so viele Fragen.
01:16:57: Werden Sie sich die anderen weltweiten Meeresströmungen verändern?
01:17:00: Welche Konsequenzen hat das?
01:17:04: Ja also wenn die anderen... Also der Pazifik-Teil sagen wir mal so und die antarktische, dass was in der Antarktes absinkt, das füllt ja den Pazifik.
01:17:17: Das ist letztlich getrieben von der Tiefenwasserbildung im Antarktis-Bereich.
01:17:22: Und da gibt es Studien, von den australischen Kollegen in Sydney die auch zeigen das auch die Tiefentwasserbildung um die Antarktes herum sich abschwecht und erheblich in den nächsten Jahrzehnten weiter abschwächen könnte.
01:17:40: Das würde natürlich letztlich die gesamte Tiefe durch Mischung des Ozeans erheblich verändern, das heißt also der Ozan würde weniger CO² aufnehmen sowohl durch die geringere tiefen Wasserbildung im Norden als auch in Südpolamia.
01:18:00: Die Sauerstoffversorgung der Tiefsee würde dann stark abnehmen weil es wird ja durch Biomasse die dort unten verrottet aufgezehrt Und der Sauerstoff kommt immer wieder aus den Oberflächenschichten, wo Foto-Synthese gemacht wird und Sauerstoffs erzeugt wird.
01:18:17: Also es würde für das globale Meeresökosystem auch sehr negative Auswirkungen haben.
01:18:26: Weil wir gerade beim Globalen sind... Wir hatten noch Fragen zu den USA in zwei Richtungen.
01:18:31: Du hast ja einmal gezeigt, dass durchaus die Abschwächen des Amoks dann sich Golfstrom nach Norden verlagert hat, damit natürlich extrem nah auch an der US-amerikanischen Küste ist.
01:18:40: Wie gibt es da Daten zu wie sich dann das Klima in den USA dann auch verhindert?
01:18:47: Also Continental North America und die Kombination daraus... Wie ist das denn für eure Forschung überhaupt, wenn die US-amerikanische Seite ihre Sensoren und so abbaut?
01:19:01: Da hat ja auch jemand gefragt.
01:19:02: Ich habe die Frage jetzt nicht mehr, weil die NOAA extrem stark, also die U.S.-amerikanischen Ozeanforschungsagentur extrem wenig Geld bekommt beziehungsweise der Fördermittel gestrichen werden
01:19:12: etc.,
01:19:13: da läuft ein Teil des Systems drüber, sagt jedenfalls die Fragestellerin vielleicht.
01:19:16: Kannst du zu den beiden Sachen was sagen?
01:19:18: Also wie verändert sich das Klima dadurch in den USA?
01:19:22: Nordamerika und was bedeutet die politische Situation in den USA dann im Umkehrschluss auch für eure Forschung?
01:19:29: Ja, also
01:19:31: zu dem Klimawetterveränderungen in der USA kann ich leider wenig sagen.
01:19:35: Es gibt gar nicht so viele Studien, die bisher das so richtig durchgerechnet haben mit solchen Modell-Szenarien wo sowohl die Amok sich stark abschlecht als auch gleichzeitig globale Erwärmung stattfindet.
01:19:49: Viele Studien wurden früher gemacht, wo man künstlich einfach die Amok abgeschaltet hat.
01:19:54: Um zu gucken was macht das eigentlich?
01:19:57: Aber ich glaube es läuft im Moment auch eine Menge Arbeit
01:20:00: um
01:20:01: die Auswirkungen näher festzustellen.
01:20:05: aber klar wenn da so eine große sehr warme Wassermasse vor der amerikanischen Küste ist... Ich weiß dass die amerikanische Kollegen dort schon wegen Auswirkungen auf die Fischerei da große Sorgen hatten, dass es da so warm wird.
01:20:18: Aber wie sich das genau auf zum Beispiel Extremwetterereignisse wenn Stürme über diesem warmen Wasser sich in Richtung USA bewegen?
01:20:24: Wie sich das auswirkt kann ich nicht sagen.
01:20:28: was diese wissenschaftsfeindliche Aktionen der Trump Administration angeht Die haben ja angekündigt, dass sie dieses Ozeanbeobachtungssystem mit neunhundert Messgeräten in der Tiefsee abbrechen wollten.
01:20:48: Was natürlich aber witzig ist weil die Investitionen waren getätigt und die sollten dort dreißig Jahre messen und dann wollte man sie nachher weniger als der halben Zeit rausholen.
01:20:58: Das ist eine gigantische Geldverschwendung.
01:21:00: das ist im Senat letztlich am Widerstand des Senats und der Proteste gescheitert.
01:21:06: Und passiert das doch nicht, aber auch wenn dieses eine schlimme Rückschlag für die Meeresbeobachtung Messungen abgewendet wurde versucht die Trump-Regierung ja an allen möglichen Stellen die Gelder zu streichen.
01:21:24: junge Postdocs kriegen keine Stellen kein Mittelmeer Doktoranden usw.
01:21:30: Es droht das weltweit führende Atmosphärenforschungsinstitut in Boulder und Colorado geschlossen zu werden.
01:21:37: Also letztlich die Trump-Leute wollen einfach nicht, dass die Menschen die Wahrheit sehen was da passiert und lieber
01:21:47: ja
01:21:48: die Augen verschließen damit es keiner merkt.
01:21:51: aber die Folgen werden natürlich spürbar werden auch wenn es immer schwerer wird, sie vorauszusehen und jedenfalls rechtzeitig zu warnen dass man sich anpassen und einstellen kann.
01:22:04: Ja danke dir.
01:22:04: das war also eine Frage zur Messernrichtung von Alexander Neumann von Scientist for Future.
01:22:08: da habe ich einen Namen gerade noch gefunden.
01:22:15: Wir haben sehr viele Fragen natürlich zu dem Thema.
01:22:20: Da hast du am Anfang schon ein bisschen was zu gesagt, so kennen Politikerinnen und Politiker diese Daten und warum wird nicht gehandelt?
01:22:33: Du bist ja auch durch das öfter in der Politikberatung unterwegs über dein langes wissenschaftliches Leben.
01:22:41: Was ist dein Gefühl?
01:22:42: Oder kannst du sagen, ist es die schiere Größe des Problems oder was ist das, was politische Entscheidungsträgerinnen davon abhält entsprechend zu handeln.
01:22:58: Ich weiß es nicht.
01:23:01: Fragt die Politiker, kann ich dazu noch sagen?
01:23:03: Ich habe zwar tatsächlich acht Jahre im WBGU also im Beratungskrämium der Bundesregierung mitgewirkt.
01:23:10: aber das macht man ja auch nicht in direktem Kontakt mit den Politikern sondern man erarbeitet Gutachten wie man dann vorstellt und dann kommt vielleicht oder wahrscheinlich mal dem Minister eine Stunde zum Fototermin und nimmt das Gutachten entgegen.
01:23:25: Was dann damit passiert, weiß ich nicht.
01:23:29: Mein zynischer Ansicht ist eigentlich die Politik nimmt gerne den Rat auf der ihr gerade ins Konzept passt und denen der gerade nicht ins Konzip passt, den ignoriert sie gerne.
01:23:42: Und ich habe auch große Zweifel ob überhaupt viele der Bundestag sogar Abgeordneten mal die Zusammenfassung für Entscheidungsträger der IPCC-Berichte wirklich gelesen haben.
01:23:54: Ich glaube, die allermeistenden Kinder sind nur aus den Medien und da arbeiten hunderte Wissenschaftler fünf, sechs, sieben Jahre so einen Bericht zu schreiben und dann wird eine offizielle deutsche Übersetzung angefertigt.
01:24:05: Die Zusammenfassung für Entscheidungsträger wird von delegierten aller Länder mühsam Satz für Satz abgesegnet Und da liest keiner.
01:24:14: also ich finde das alles schwer zu verstehen
01:24:19: Lieber Sven, genau.
01:24:21: Entstumm dich mal die Frage natürlich auch an dich.
01:24:24: du bist ja selber aktiver Politiker schon lange gewesen im Europaparlament.
01:24:27: was Staatssekretär bei Robert Haber im Bundesministerium damals auf Wirtschafts- und Klimaschutz heute Wirtschaft und Energie unserer neuen Regierung jetzt bist du stellvertreter Grünenversitzner.
01:24:36: Was da los?
01:24:39: Also was ich erstmal sagen will ist.
01:24:42: Ich finde es stimmt dass die Reaktion der Politik natürlich zu schwach ist im Vergleich zu den Fakten.
01:24:51: Für Demokratien ist das, was an Reaktionen ausgelöst durch die Fakte plus die Bewegung auf der Straße durch die Fridays – was dadurch passiert ist, eine wirklich sehr schnelle politische Reaktion.
01:25:10: Wenn ich überlege als ich angefangen habe politisch aktiv zu werden wie lange wir gebraucht haben um aus der Atomenergie in Deutschland auszusteigen.
01:25:22: Wie viele Debatten das gekostet hat und wie schnell die Reaktionen jetzt war, aus der Kohle auszustiegen?
01:25:31: Was ja die konkreteste deutsche Reaktion auf die Fridays waren plus das Durchsetzen des Green Deals in Brüssel Das sind natürlich große Veränderungen.
01:25:45: Die sind noch nicht Ein Eins Komma.
01:25:47: fünf Grad Szenario der Green Deal.
01:25:50: Ist etwa ein bisschen über einem zwei Grad Scenario, zwar ist immer klar man muss da noch mehr durchsetzen aber trotzdem war das eine große Reaktion.
01:26:01: und dass war nicht weil Wissenschaft ignoriert wurde sondern weil Wissenschaft politisch geworden ist und hier Wirkung entzielt hat.
01:26:12: Also insofern finde ich so die Frage ist aber ja eigentlich, warum reagieren Politikerinnen nicht noch entschiedener und stärker auf die Fakten?
01:26:22: Und ich glaube es tut mir sehr leid das so hart zu sagen.
01:26:27: Es hat sehr viel damit zu tun dass der Klimaschutz eben nicht durch Reaktionen die ansonsten nichts ändern zu beantworten ist, sondern dass das sehr tief greifende Auswirkungen auf die Struktur unserer Wirtschaft.
01:26:43: Auf die Verteilung von Jobs und umgekehrt auf soziale Fragen hat, die viele Bürgerinnen und Bürger dann doch nicht so haben wollen.
01:26:52: Man denke an die Debatte um das Heizungsgesetz wo man sagt man könnte ja auch umgekehren sagen Die Investition
01:26:59: in eine neue
01:27:00: Heizung ist jetzt nichts was man für den Planeten nicht den allermeisten Menschen zumuten könnte.
01:27:07: Und den, dem man sich zumuten kann müssen wir helfen.
01:27:10: Das haben wir gemacht.
01:27:11: trotzdem diese Aufregung um den Freiheitseingriff.
01:27:15: Natürlich wurde das massiv angefeuert von Lobbis und interessierten Kreisen aber der schönste Feuer nützt nichts wenn kein Brennmaterial da ist.
01:27:30: Und das bedeutet viele Bürgerinnen und Bürger sind eben, und das ist in der Demokratie die Basis leicht verführbar sich von diesem großen Ziel abzuwenden.
01:27:43: Trotz alledem trotz all dieser Lobbyattacken halten aber bisher die Mehrheiten für Klimaschutz trotz der Stärke der AfD usw.
01:27:54: Ich glaube es ist auch wichtig immer mit zu sagen Das würde ich jetzt leicht kritisieren.
01:28:00: bei dem was du sagst Stefan.
01:28:02: wenn man aus wissenschaftlicher Sicht, weil man ja seine Neutralität bewahren will.
01:28:07: Von der Politik spricht dann existiert die genauso wenig wie die Wirtschaft oder die Menschen, sondern es geht immer um die Gruppe, um diejenigen, die entsprechende Programme vertreten.
01:28:21: und wenn man das eben nicht beim Namen nennen will ,weil man sich die Neutralkeit bewahren Ein Problem.
01:28:29: Man muss sehr deutlich sagen, dass die Partei, die derzeit Nummer eins in den Umfragen ist, die Klimaschutzpolitik einstellen will.
01:28:38: Punkt!
01:28:40: Und diese Botschaft höre ich nicht in der Lautstärke weder in dem Medien noch in der Wissenschaft und so weiter.
01:28:48: Also der Wissenschaftsappellwarnung vor der AfD aus Klimaschutzgründen habe ich noch nicht gesehen.
01:28:56: Also das heißt, wir kämpfen alle an unseren Fronten und ich glaube es ist einfach eine große Versuchung in demokratischer Politik gegen Vernunft und gegen Wissenschaft.
01:29:11: An Sehnsüchte von Teilen der Bevölkerung anzuknüpfen dass das doch alles nicht wahr sein kann und dass man sich soweit nicht verändern möchte.
01:29:22: aber ein letzter Satz noch.
01:29:26: Ich glaube, die gute Story dazu ist dass in konsequenten Klimaschutz auch viele Vorteile stecken auf anderen Ebenen.
01:29:34: Und ich glaube die Menschen wenn sie das als reines Verzichtsinstrument empfinden werden wir wahrscheinlich scheitern.
01:29:42: aber es ist eben Befreiung von Abhängigkeiten von Staaten Die Unsicherheitsstiften.
01:29:48: Es ist Wertschöpfung in Europa und in den Regionen statt woanders.
01:29:55: Es kann zu mehr sozialer Gleichheit beitragen, wenn wir das vernünftig machen.
01:30:02: Wir müssen zum Bedrohungsszenario, was ja emotional überfordert gleichzeitig betonen welcher anderen Vorteile konsequenter Klimaschutz- und Klimaanpassungen mit sich bringt.
01:30:15: Das wäre meine Sicht auf das, was da gefragt wurde.
01:30:19: Danke, lieber sein Ende.
01:30:20: Genau Stefan, bitte.
01:30:21: Alles
01:30:21: was dazu sagen wollen.
01:30:23: also erstens habe ich eine Reihe von Artikeln über AfD und Klimaschutz beschrieben in dem Blog.
01:30:30: bei Spektrum CYLOX ja ich hab auch Morddrogen bekommen.
01:30:36: man macht das nicht einfach so.
01:30:38: aber jetzt dass der ich sehe auch komplett dass Fridays for Future eine Menge erreicht hat vielleicht auch in kurzer Zeit, aber der erste IPCC-Bericht ist von nineteenhundertneunzig und die Klima-Ramenkonvention wo sich alle verpflichtet haben einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern wurde nineteenhundertzweiundneinzig verabschiedet.
01:31:01: Und da hat es doch verdammt lange gedauert bis wir dann aus der Kohle ausgestiegen sind relativ zu neunzehnzweihundneunzig.
01:31:10: also das die Politik muss ja nicht Warten auf Druck.
01:31:12: von der Straße zu Malia in den Umfragen immer große Mehrheiten für Klimaschutz da waren und da sind.
01:31:20: Und übrigens auch jetzt gab es ja wieder neue ID Deutschland Trend, dass eine große Mehrheit der Menschen sagt Auch in Krisenzeiten mit Ukraine Krieg und was das alles gibt Straße von Hormuz und so darf Klimaschutz nicht hinten angestellt werden.
01:31:39: Es ist ja auch nicht nur die AfD gewesen, die aus der Kampagne gegen Habex Heizhammer da Kapital geschlagen hat und Wahlkampf daraus gemacht hat.
01:31:52: Aber natürlich jetzt mit dem Heizungsgesetz sieht man eben ... Die Wärmepumpe ist halt noch mal die beste Lösung und darauf zu hoffen, dass man irgendwann so viel Biogas erzeugen kann.
01:32:05: Dass man weiter seine Gasheizung benutzen kann ist einfach elisorisch.
01:32:10: Also da sehe ich schon sehr viele Verantwortung bei der Politik.
01:32:12: jetzt nicht über den Grünen.
01:32:14: Ich denke die Menschen wissen schon welche Parteien sich wirklich für Klimaschutz stark machen und welche nicht.
01:32:21: Aber ich finde schon das die Politik da tatsächlich mehr Verantwortung übernehmen müsste Sachen unpopuläre Maßnahmen gemacht werden müssen zum Klimaschutz, muss man es den Menschen auch erklären warum das notwendig ist statt versuchen Wahlkampf auf Kosten des Klimaschutzes zu machen.
01:32:44: Danke dir vielmals.
01:32:45: genau vielleicht einmal noch was Sven erwähnt hat zur regionalen, also zu Wertschöpfung und was der Klimaschutz noch verfolgen hat.
01:32:53: Weil ich glaube genau erklären aber eben auch das ist durchaus mit unterschiedlichen Menschen gibt es ja unterschiedliche Argumente.
01:32:59: Ich bringe mal meinen Papa Der ist super happy mit seinem Balkon Solaranlagen Mit dem er sein Elektroauto laden kann weil er dann kein Geld mehr in die Stadtwerke überweist.
01:33:07: relativ wenig mit Klima Schutz zwischen für ihn persönlich Aber Es ist auch ein Weg an Zugang.
01:33:12: Wir haben ein großes Verbinar gemacht den Link schicke ich danach nochmal rum mit zur Regionalen Wertschüpfung Also wie viel Geld die Kommunen damit verdienen können, wenn sie erneuerbare Energien nutzen.
01:33:22: Auch ein wichtiges Thema und natürlich auch all die anderen.
01:33:25: wir könnten glaube ich noch jetzt gemacht meine Kameraschlappe Ich glaube, wir könnten noch sehr lange darüber reden.
01:33:30: Aber wir haben uns eineinhalb Stunden genommen und die haben wir jetzt schon ein bisschen überzogen.
01:33:34: Deswegen sage ich jetzt danke!
01:33:35: Und erst mal lade ich auch noch einmal einen zu unserem nächsten Webinar.
01:33:39: Das fing nach hier im Donnerstag statt nämlich eine Frage habe ich an Stefan Raimstorff nicht gestellt weil wir auch keine Zeit mehr hatten aber die war nach der Auslösung von Migrationsströmen durch den Klimawandel.
01:33:50: Wir sehen ja jetzt schon starke klimabedenkte Migrationen und wir haben am Donnerstag also jetzt übermorgen ein Webinar mit wirklich ganz top Menschen Menschen, die wo wir in die Migrationspolitik schauen und eben fragen ist immer mehr Härte in der Migrationspolitik.
01:34:05: Wo kommt das her?
01:34:06: Und geht es so weiter oder geht es auch anders?
01:34:09: Wenn man sich anschaut was Stefan uns gezeigt hat dann werden wir in Zukunft noch ganz andere Situationen haben und dann ist es wichtig darüber zu reden wie Migrationspolitik aussehen kann mit ob das immer härter sein muss oder ob es da andere Wege gibt.
01:34:26: tolle Menschen dabei, die zeigen können dass es auch anders geht und damit das allen gut geht.
01:34:31: Und alle ein gutes Leben haben.
01:34:33: deswegen ein herzlicher Anlass dazu ist auch im Chat.
01:34:35: Sven hat noch so einen Finger gehoben sonst würde ich nämlich
01:34:39: schließen.
01:34:39: Ich habe schon gesehen ich wollte nur eins noch sagen ich finde dass dieses Video von dem Vortrag von Stefan wir schicken das ja allen Teilnehmenden und auch denen die es nicht her geschafft haben ich finde das verdientes sehr breit geteilt zu werden Und ich wollte mich nochmal bedanken für den Vortrag, was die AfD angeht.
01:35:02: Du bist einer der politischsten Wissenschaftler im Klimabereich in Deutschland, die wir haben, die offen reden.
01:35:10: aber es gilt eben nicht für alle und in der Demokratie wird Politik nur so viel handeln wie es aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft Rückenwind gibt.
01:35:22: an der Verantwortungsfrage erinnert sich nichts.
01:35:25: Die hat die Politik und wenn sie das nicht wahrnimmt, dann ist das zu kritisieren.
01:35:32: Insofern teile ich natürlich total was du sagst.
01:35:35: man sieht aber auch etwas passiert Wenn man mit entsprechenden Rückenwind in die Ämter geht Dann bekommt man eben den Green Deal oder Robert Habecks Politik für den Klimaschutz in Deutschland.
01:35:48: Und wenn man abgewählt wird und andere Parteien übernehmen, dann ändert sich die Politik.
01:35:54: Das zeigt dem das die Demokratie funktioniert.
01:35:57: Sie mag nicht vernünftig sein aus Sicht der Wissenschaft aber sie funktioniert als Demokratie und das bedeutet wir brauchen den Rückenwind aus der gesamten Gesellschaft und auch so viel wie möglich der Wirtschaft um wieder in die Machtposition zu kommen, unabhängig von der konkreten Parteifabler kommt sich alleine drauf an.
01:36:20: Aber mit den Parteien, die das ernsthaft machen wollen.
01:36:23: leider ist es da in Deutschland gerade recht einsam drum
01:36:29: Genau Und vielleicht noch jetzt wirklich zum Schluss und immer auf zwei Tausend Vierhundert Leute hier im Zoom-Raum.
01:36:34: Und auch noch zweitausende in Jutta Bayern, ist immer noch zu.
01:36:36: deswegen sage ich einmal noch am Freitag jedenfalls hier in Düsseldorf und in Köln Ich glaube aber Deutschlandweit macht Fridays for Future wieder große Demonstrationen zur Hitze.
01:36:46: Ich glaube auch in Berlin Link schicken wir auch nochmal um.
01:36:49: also im Sinne von Druck machen da passiert sehr viel.
01:36:53: es sind ja auch noch weitere große Demos geplant.
01:36:57: Schauter auf jeden Fall hin.
01:36:58: Wir schicken auch noch das.
01:36:59: Sven hat schon Link zu einer Petition gepostet, das hilft auch immer.
01:37:03: Ich hatte in Slido noch eine markiert von Intra Gorsch sehr bei Campback auch ne Petition hat.
01:37:09: da gibt es auch viele Dinge wo man was tun kann je nach dem was man Lust hat zu tun und dieses Video weiter zu verteilen.
01:37:14: wenn ihr's jetzt nachgeschaut habt tut das gerne auch.
01:37:19: dabei belasse ich.
01:37:19: es ist dass wir nicht länger als zehn Minuten überziehen und ich denke wir werden das wieder machen und wir werden Stefan Ramst du wiedersehen?
01:37:26: Vielleicht kannst du uns ja in zwei Jahren sagen, dass der Keeper vielleicht noch ein Stück weiter weg ist und wir ein bisschen die Kurve bekommen haben.
01:37:33: Wir werden sehen aber wir feiten alle weiter und setzen uns ein und danke euch allen!
01:37:39: Bis dann!
01:37:41: Danke auch!
01:37:41: Tschüss!
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