#259 „Jenseits der Schlagzeilen: Israelis, Iranerinnen und Palästinenserinnen in eigenen Worten."
Shownotes
Unsere Gäste:
- Sara Haghdoosti ist Programmleiterin bei Moveon. Zuvor war sie Geschäftsführerin von „Win Without War“, einer progressiven Organisation für Außenpolitik mit Hunderttausenden Aktivisten im ganzen Land. Außerdem ist sie Romanautorin; ihr Debütroman trägt den Titel „Sunburnt Veils“.
- Sarit Larry ist ein aktives Mitglied der israelischen Zivilgesellschaft und stellvertretende Geschäftsführerin für Strategie und Inhalte bei Zazim – Community Action.
- Amira Musallam ist eine palästinensische Forscherin und Aktivistin, die sich auf die Erhebung konfliktbezogener Daten, die Analyse politischer Gewalt und den Schutz unbewaffneter Zivilisten konzentriert.
- Moderation: Amélie Pasmanns und Maximilian Fries von Europe Calling
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00:00:00: Willkommen zu dieser zweihundertneunfünfzigsten Ausgabe von Europe Calling.
00:00:05: Ganz besonders begrüßen möchte ich unsere drei Speakerinnen, die hier schon seht.
00:00:10: eine fehlt noch und die ich euch dann gleich genauer vorstellen werde.
00:00:14: Mein Name ist Maximilian Fries.
00:00:16: Ich bin der Geschäftsführer von Europe calling.
00:00:17: mit meiner Kollegin Amelie Passmann darf ich dieses Webinar heute Abend modellieren.
00:00:23: Wir werden heute vor allem Englisch sprechen.
00:00:26: solltet ihr dabei Unterstützung brauchen haben wir zwei wunderbare Dolmetscherin der dem kleinen Club ist.
00:00:31: in der Kontrolleiste, könnt ihr die Sprache auswählen und bei mobilen Geräten ist das oft auch unter.
00:00:36: mehr seht ihr gleich nochmal im Chat.
00:00:40: And now I will continue in English so our guests and partners can understand me.
00:00:46: Dieses Webinar ist eigentlich wirklich nur möglich, weil wir in einer Partnerschaft mit ganz vielen anderen Organisationen stehen.
00:00:57: Mit thirty-eight Degrees, Kampaxasim, Europe Calling und Node.
00:01:02: Wir sind alle insgesamt als NGOs in Großbritannien Deutschland, Israel und ganz Europa unterwegs haben, dafür unsere Kräfte gebündelt.
00:01:12: Kein Wunder also dass wir fast dreitausend Anmeldungen aus aller Welt haben!
00:01:17: Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben.
00:01:19: Nun aber zum eigentlichen Thema.
00:01:21: Seit Ende Februar befinden sich Israel und die USA im Krieg mit dem Iran.
00:01:25: Und sehr schnell hat sich dieser Krieg dann über die gesamte Region ausgebreitet – im Golf, Libanon und im Gaza Streifen.
00:01:32: Der formelle Waffenstillstand wird trotzdem immer wieder gebrochen.
00:01:37: Dieses Mal geht es uns darum in diesem Seminar Stimmen aus dem Iran aus Palästina und Israel zu hören stimmen, Lehnung des Krieges vereint sind.
00:01:48: Stimmen in der Region direkten Kontakt mit den Direktbetroffenen stehen und wir werden zwei Teile hier in diesem Urbina erleben, zunächst einmal etwa zehnminütige Vorträge von unseren Referentinnen – Mit Hintergrund, Verbindungen, Situationen und Engagement.
00:02:05: Und dann im zweiten Teil werden wir uns eingehen damit die Geopolitik und mit der Frage der internationalen Solidarität auseinandersetzen.
00:02:13: Danach gibt es noch Zeit für Fragen Und dafür nutzen wir das Tool Slido, wo ihr eure Fragen stellen und die Fragen anderer hoch bewerten könnt.
00:02:21: So können wir dann ganz einfach die Fragen auswählen, die euch am meisten interessieren.
00:02:27: Dafür wird auch der Link jetzt in den Chat hochgeladen.
00:02:31: damit ihr direkt beginnen könnt Fragen zu stellen wird Europe Calling aufgezeichnet und anschließend auch auf YouTube als Podcast veröffentlicht.
00:02:40: Das war es mit den organisatorischen Hinweisen, und wir beginnen mit der Vorstellung.
00:02:47: So, nächstes Mal wird Sarah Hakdosti sprechen.
00:02:55: Neben ihren vielen anderen Rollen ist Sarah sowohl eine erfahrene Organisation für progressive Anliegen als auch Romanautoren.
00:03:02: Sie wurde im Iran geboren und lebt in den Australien und jetzt in den Vereinigten Staaten.
00:03:07: Derzeit ist die Programmleiterin des politischen Aktionskomitees von Move On Und zuvor war sie Geschäftsführerin von Win Without War, einer progressiven Organisation für Außenpolitik mit Hunderttausenden von Anhängern im ganzen Land.
00:03:21: Sie ergründete außerdem Bremens.
00:03:24: Lasst uns gehen auf Persisch.
00:03:26: Eine gemeinnützige Organisation, die sich die Unterstützung der Changemakers in Iran einsetzt.
00:03:33: Dann spricht Amira Musala eine palästinensische christliche Friedensaktivistin und Missionsleiterin sowie Mitbrückgründung von unarmed civilian protection in Palestine einer Initiative Die Schutzpräsent Dokumentationen internationaler Lobbyarbeit in Hochgefährdeten Palästinensischen Gemeinden im Westjordanland koordiniert.
00:03:53: Amira hat mit vielen internationalen Netzwerken der ZW-Gesellschaft zusammengearbeitet, die sie für den Schutz der zW-Besellschaft und Rechenschaftspflicht einsetzen.
00:04:04: Amirah hat vor den Vereinten Nationen gesprochen, steht im Internationalen Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und verschafft Frauen und Familien in Palestina Gehör.
00:04:17: wird als zweite Sprechen.
00:04:19: Sarah Lari ist dann Aktivist-Mitglied der israelischen Zivilgesellschaft, derzeit ist sie stellvertretende Geschäftsführerin für Inhanet und Strategie bei Sazim Community Action.
00:04:29: Für diese Tätigkeit gründete sie und leite die Akademieabteilung von ACORDS Social Psychology for Social Change und Wakur, die Direktoren von Mahpach Tagir einer feministischen jüdisch-arabischen Basisorganisation für sozialen Wandel.
00:04:45: drei ganz tolle Referentinnen und ich möchte jetzt dann auch abgeben.
00:04:52: Und denke, wir können dann zunächst einmal eure Erfahrungsberichte, eure Geschichten hören.
00:05:02: bitte sehr Sarah.
00:05:07: Großartig!
00:05:09: Zunächst mal vielen Dank für die Einladung.
00:05:13: Für mich ist es wirklich ein Privileg mit euch allen zu reden nach wenn ich mir wünschen würde dass es ein anderes Thema wäre und unter anderen Umständen.
00:05:23: Aber naja, ich werde mit meiner eigenen Geschichte beginnen mein bisschen von mir zu erzählen.
00:05:28: Ich wurde im Iran geboren habe da immer noch viel Familie.
00:05:31: aktuell lebe ich in den USA Und mein Ehemann ist Jude und wir haben Kinder die wir erziehen nach muslimischen und jüdischen Traditionen schafft uns natürlich eine sehr interessante Perspektive.
00:05:53: Und jeden Tag, wenn ich mir meine Kinder anschaue daran dann erinnere ich mich daran das was wir momentan an Osten leben nicht unvermeidbar ist.
00:06:07: Wir wurden nicht entworfen um Konflikte zu haben.
00:06:10: Das sind die Entscheidungen der Führungskräfte die immer wieder getroffen worden und Unsere Gemeinschaften haben ja wirklich wunderschöne lange Geschichten, nicht nur der Koexistenz.
00:06:25: Vielmehr haben sie auch gemeinsam floriert als andere Grundsätze zur Anwendung kamen.
00:06:32: und bevor ich darauf eingehe möchte ich auch noch Folgendes sagen wenn wir von Krieg sprechen ist es oft einfach über die Schlagzeilen zu reden über die Mächte zu reden und viele von uns sind hier in der Region in Gaza streifen, in Israel, in Palästina oder im Libanon.
00:06:59: Es hat ja über zehn Länder gegeben die bombardiert wurden in den letzten paar Wochen.
00:07:05: Oder aber andere haben Familienangehörige im Militärdienst und eins verbindet uns wir alle machen uns Sorgen wenn wir unsere geliebten Anrufen und fragen uns ob sie antworten werden.
00:07:22: Es gibt schlaflose Nächte oder aber der Versuch, das Kindern zu erzählen.
00:07:30: Das alles belastet uns wirklich enorm und für diejenigen wie das Tag ein Tag aus erfahren müssen ja den möchte ich sagen dass ihr nicht alleine seid und dass niemand von uns sich je hätte in dieser Situation befinden sollen.
00:07:50: wir sind hier weil verschiedene Entscheidungen getroffen wurden, wo die politische Ambition der Führungskräfte vor unsere Sicherheit gestellt wurde.
00:08:04: Und ich bin wirklich davon überzeugt dass unsere Gesicherheit als Völker miteinander verbunden ist.
00:08:13: Ich habe lange in Australien gelebt und mein Lieblingszitat kommt von einem Indigenen, der sagte wenn du gekommen bist um zu retten dann hast du deine Zeit verschwendet.
00:08:25: Aber wenn du gekommen bist, weil deine Befreiung mit meiner verbunden ist, dann bist du hier im richtigen Ort und ich denke dass das wirklich ein Grundsatzprinzip ist in der heutigen Welt.
00:08:37: Und dann noch etwas zum Iran.
00:08:43: Es war wirklich ein schreckliches Jahr.
00:08:49: Ich bin
00:08:50: alles andere als eine Freundin dieses Regimes oder autoritären Mächten.
00:09:00: Das iranische Reh geschrieben hat lange schreckliche Sachen getan.
00:09:04: Und vor allem am Anfang des Jahres gab es ja Massenproteste und es hat wirklich ein schreckliches Massaker stattgefunden, Schätzungen zufolges wurden zehn bis zwanzigtausend Menschen umgebracht.
00:09:19: Wenn wir hier über Lösungen reden so finde ich das ist wirklich sehr wichtig dass Wir ebenfalls auch beachten, was diese Regierung getan hat im Iran.
00:09:34: Das wollte ich jetzt schon sagen weil das wirklich ein ganz wichtiger Teil dieser Geschichte ist und wir haben ja auch gesehen was in Afghanistan oder Irak geschehen ist und Krieger helfen nicht
00:09:51: dabei
00:09:52: autoritäre Regimes zu stürzen.
00:09:55: Das haben wir zum Beispiel mit der Taliban erlebt.
00:09:59: Und was wir im Irak sehen, ist aktuell auch keine Vision der Freiheit.
00:10:10: Wir möchten ja nicht nur Frieden sehen – wir möchten dass die Menschen im neuen Osten florieren ohne Angst vor Gewalt haben zu müssen und das bedeutet, dass wir kreativer sein müssen wenn es darum geht über Lösungen nachzudenken.
00:10:27: statt immer über dieselben gebrochenen Regierungs- und Staatsführer zu reden, müssen wir dafür Sorge tragen dass der Stimme der Zivilgesellschaft Gehörverschaft wird.
00:10:40: Und ich weiß das es ja wirklich so viele Organisationen auch im Nahen Osten gibt die wirklich heldenhafte Arbeit leisten und darauf müssen wir auch das Augen mehr glänken.
00:10:54: und in den letzten zwanzig Jahren hat sich auch die Politik der kollektiven Bestrafung gegeben, was den Iran angeht.
00:11:03: Zum Beispiel, was die Sanktionen angeht?
00:11:09: In
00:11:09: jedem Außenpolitik-Kontext, wenn es schwierig wird scheint die Antwort Sanktsionen zu sein und oft ist das eine Politik der kollekten Bestrafungen.
00:11:21: Das iranische Volk hat die Regierung nicht ausgewählt.
00:11:27: sie kämpfen schon länger um ihre Freiheit.
00:11:30: als ich am Leben bin werden Sie immer wieder Entscheidungen bestraft, an denen sie nicht beteiligt waren.
00:11:39: Und jetzt gibt es ausreichend Nachweise dafür, dass Sanktionen Menschen in ihrer Befreiung nicht unterstützen.
00:11:45: Vielmehr führt das zu einer Konsolidierung autoritärer Regimes.
00:11:52: Es führt dazu, dass die Macht konzentriert wird.
00:11:55: Sanktsionen stärken autoritäre Regime und unterstützen Bewegungen nicht.
00:12:04: Das ist meine heutige Botschaft Wenn ich versuche, meine Familie zu erreichen, momentan gibt es ein Internet-Blackout im Iran.
00:12:16: Und ist das tatsächlich wirklich schwierig Menschen im Iran zu erreichen?
00:12:20: Ich habe hier einen Leitfaden entwickelt der erklärt wie man Menschen erreichen kann die im Iran sind und tatsächlich wissen viele von uns auch nicht wie es den Menschen geht.
00:12:36: aktuell mit ihnen in Kontakt zu treten ist wirklich unglaublich schwer.
00:12:42: Alle paar Wochen, wenn man Glück hat, erreicht man seine Familie im Iran heutzutage.
00:12:54: Und wenn man mich fragt geht das ist eine Familie okay?
00:12:56: und ich dann sage Sie sind nicht gestorben?
00:12:59: Dann sagen sie großartig aber tatsächlich wünsche ich mir mehr für sie.
00:13:05: Ich wünsche mir mehr als dass hier nur am Leben sind und ich möchte was das Volk im iranen?
00:13:14: Zugang zu Medizin.
00:13:17: Ich möchte nicht, dass die Menschen Schwierigkeiten haben an Nahrung zu gelangen.
00:13:28: Liegt das am iranischen Regime?
00:13:30: Ja aber wenn man weiß, dass das Regime schrecklich ist und man dann Sanktionen verhängt, dann erzählt man den Menschen ja auch, dass sie leiden werden obwohl sie nicht daran beteiligt sind.
00:13:43: also Die Lage ist wirklich äußerst schwierig.
00:13:50: bisher hat der Krieg nur das iranische Regime konsolidiert und hat zu schrecklichen Ergebnissen geführt.
00:13:57: Die Menschen im Iran sind dadurch unsicherer geworden, die Menschen in den USA sind unsicherere und die Menschen der ganzen Region sind dadurch einsicherer worden.
00:14:06: Und damit gebe ich zurück
00:14:15: Vielen vielen Dank für diesen ganz starken und sehr persönlichen Bericht.
00:14:22: Ich glaube er spricht in der Tat auch für sich selbst und ich glaube, das klingt noch sehr lange nach.
00:14:33: Vielleicht möchte ich eine Bemerkung machen?
00:14:39: Wir wollen ja im Grunde genommen der Zivilgesellschaft dort auch eine größere stärkere Stimme verleihen und deswegen bin ich so froh dass ihr hier dabei seid.
00:14:53: es ist immer so viel die Rede gewesen von Trump und anderen.
00:15:00: Und da ist es so wichtig, auch mal eine ganz andere Geschichte zu hören.
00:15:05: Wir kommen jetzt zu Amira Musalam.
00:15:08: Wer haben dich schon vorgestellt?
00:15:11: Amira bist du denn jetzt dabei?
00:15:15: Ich sehe dass Amiras Kamera nicht eingeschaltet ist und auch ihr Mikro nicht einggeschaltet ist.
00:15:24: Ich rufe sie nochmal auf.
00:15:27: Wir hoffen, dass du dabei bist.
00:15:31: Ich glaube wir müssen ihr noch ein bisschen Zeit geben und wir machen einfach weiter mit Sarit.
00:15:39: Sarit, wer hat denn dich ebenfalls schon vorgestellt?
00:15:43: Du kommst aus Israel und du hast das Wort!
00:15:46: Vielen Dank!
00:15:48: Vielen dank für die Einladung und danke Sarah für deine Worte mir schon sehr viel Energie gegeben.
00:15:59: Das ist wirklich unglaublich und ich muss sagen, ich fühle mich sehr geehrt hier zu sein und ich genau wie Sarah es gesagt hat das sind so ein bisschen die Umstände natürlich, die uns jetzt zusammen geführt haben und dass etwas Betrübliches aber ich bin trotzdem froh, dass wir uns austauschen können.
00:16:23: Wir haben für dieses Webinar einer Einladung versandt aus unserer Organisation Saseem und dann haben auch viele reagiert, auf zweierlei Weise.
00:16:41: Die eine Reaktion war Warum wird denn nur über andere Nationen gesprochen und nicht über das Leid, dass wir in Israel erleben mit dieser Regierung und den Raketen?
00:16:55: Ich hatte überhaupt nichts dazu gesagt.
00:16:58: Und die andere Reaktion war warum erwähnt ihr nicht das was Israel anrichtet?
00:17:09: diese Regierung Schadet so vielen anderen.
00:17:15: Wir hatten also zwei völlig konträre Reaktionen, ich brauchte überhaupt nichts zu sagen!
00:17:19: Ich meine es als brauchte mich überhaupt nicht zu positionieren.
00:17:23: wenn ich Israel einen Titel geben sollte dann würde ich sagen das ist eine Dichotomie.
00:17:31: Israel ist total polarisiert aktuell.
00:17:34: da ist irre.
00:17:35: viel passiert in den vergangenen sieben Jahren dieser Krieg, der hier stattfindet.
00:17:42: Der findet ja natürlich auch nicht in einem Vakuum statt.
00:17:46: Das heißt wir haben es mit einer polarisierten Gesellschaft zu tun und da ist man entweder dabei oder eben überhaupt nicht.
00:17:54: Und ich kann auch verstehen woher das kommt?
00:17:57: Das ist gar nicht wirklich böse gemeint sondern es ist einfach aus dem Schmerz, aus dem Leid entstanden.
00:18:05: Aber nun geht es eben auch darum, diese Diautomie so ein bisschen aufzurütteln.
00:18:11: Und man sollte vielleicht auch versuchen da mal an beiden Enden so ein Bisschen den Blick schweifen zu lassen.
00:18:23: Ich bin schon ziemlich lange bei der Zivilgesellschaft in Israel aktiv seit zwölf Jahren.
00:18:30: ich habe in Menschenrechtsorganisation gearbeitet und habe für Wahlen mobil gemacht um immer der Hoffnung auch nachzulaufen, ob man Netanyahu nicht absetzen könnte.
00:18:43: Ob das eine Regierung oder ein Regime ist kann ich auch nicht sagen.
00:18:46: Ich war auch in einer feministischen Organisation.
00:18:49: jetzt bin ich bei Salzeem und ich muss sagen dass ich wirklich schon seit geraumer Zeit mich dafür einsetze, ein besserer Ort wird.
00:19:06: Aber meine Beziehung zu Israel ist auch so eine Dichotomie.
00:19:11: Ein Teil von mir möchte gerne den Wandel mitbetreiben und das alles auch aktiv betreiben, eine ganz lange Liste schwebt mir davor und ein anderer Teil von mehr möchte einfach nur weglaufen.
00:19:24: Auch das spüre ich immer wieder.
00:19:31: Acht, ein halbjährigen bin ich in den Schutzraum meiner Nachbarn gelaufen.
00:19:37: Ein Drittel der Israelis hat ja überhaupt gar keinen Schutzraum wenn die Sirenen wieder schrillen mitten in der Nacht und wenn man diese Explosionen hört Da brauche ich überhaupt nicht weit zu laufen.
00:19:49: zum Schutzraum von meinen Nachbarn.
00:19:53: Da habe ich wirklich auch Glück, dass ich nur bis zur Nachbahn laufen muss aber es ist mitten in der Nacht.
00:19:58: Ich musste mein Kind aufwecken.
00:20:01: Wir müssen ganz schnell dahin rennen In anderthalb Minuten müssen wir da sein.
00:20:06: und da
00:20:08: spüre
00:20:09: ich immer wieder das ich als Mutter diesen Kind gegenüber versagt habe.
00:20:16: Sarah hat mich daran erinnert.
00:20:20: Ich habe eigentlich gar nichts getan, aber ich habe meinem Kind... Es nicht ersparen können, diese Erfahrung zu machen.
00:20:32: Und das ist nicht eine einmalige Erfahrung sondern sie wiederholt sich und ich habe wirklich die allerbesten Nachbarn der Welt glaube ich.
00:20:38: und wir sitzen dann zusammen mit der Familie, mit ihren Kindern, mit dem Hund, mit den Enkelkindern und wir schließen die Tür und wir sitzen da.
00:20:49: alle zusammen kann ich auch wieder Luft bekommen.
00:20:53: Und da beruhigt sich mein Herzschlag und dann decke ich meinen Kind wieder zu und denke so, Mensch, ich hab doch eigentlich Glück.
00:21:02: im Vergleich zur anderen habe ich Glück.
00:21:05: andere Menschen Arabischer Einwohner, palästinensische Einwoner in Israel.
00:21:12: Die haben Null Komma drei Prozent aller Schutzräume in Israel überhaupt für sich zur Verfügung stehen.
00:21:20: In Gaza Streifen im Westjordanland immer noch unter israelischer Kontrolle.
00:21:26: da gibt es überhaupt gar keine Sirenen.
00:21:31: Das ist zumindest das was ich da höre Und nicht alle können sich so verteidigen, wie Israel das kannte.
00:21:41: Da denke ich dann immer, ich habe doch eigentlich Glück wenn ich im Schutzraum sitze mit meinem Sohn mitten in der Nacht und dann reflektiere ich darüber.
00:21:52: und genauso wie Sarah gesagt hat was soll das für ein Glück sein?
00:21:56: Ich fühlte mich an dass erinnert etwas... An das alles erinnert, als sie sprach.
00:22:02: Weil das nicht meine Vorstellung von Glück ist überhaupt nicht.
00:22:05: meine vorstellung ist von glück.
00:22:07: ich möchte an einem ort leben wo es einen offenen horizon gibt wo man wirklich leben und aufwachsen und aufblühen kann und wo man auch vielleicht lernt mit gefühlt zu zeigen.
00:22:25: aber wir leben derzeit in einer extrem polarisierten gesellschaft Und das sind dann so Dinge, wie wir sie immer wieder hören.
00:22:36: Die Menschen die einfach sagen Sie wollen bleiben und etwas verändern und gleichzeitig wollen sie wegrennen.
00:22:44: Ich mache mir große Sorgen angesichts dieses Kriegs der ja noch läuft und ich mach mehr Sorgen wegen der Gründe, die dahinter stehen.
00:22:55: Das ist wirklich so komplex.
00:22:57: Der ganze Zusammenhang Dieses Thema ist so schwierig.
00:23:03: Seit zwei Tausend neunzehn hat unser Premierminister ja vor Gericht gestanden und danach hat er sehr viel getan, um an der Macht zu bleiben und Einfluss nehmen zu können.
00:23:18: Und unter anderem hat er die extreme Rechte in Israel genutzt, um sie in Machtpositionen zu hieven – in der Polizei beispielsweise!
00:23:32: Kombination lässt einen dann darüber nachdenken, wenn man so im Schutzraum sitzt.
00:23:42: Dass in diesem Krieg die Bürgerinnen und Bürger überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden.
00:23:47: Die kommen nicht mehr vor bei ihm in seinen Gedanken.
00:23:50: Die Interessen scheinen rein persönlicher Art zu sein, die da verfolgt werden oder sie sind eben messianisch oder ideologisch verbrähmt.
00:24:02: Krieg hilft ihm!
00:24:07: hilft seiner Regierung und hilft definitiv der extremen Rechte.
00:24:13: Die die extreme Rechte hat das Gefühl, dass sie einen Wunder erlebt.
00:24:19: Das ist für Sie – das sind die besten Zeiten schlechthin!
00:24:23: Das ist Ihre Zeit.
00:24:27: Die Zeit wo Wunder wahr werden.
00:24:30: Der Krieg gibt denen Stärke und schwächt uns.
00:24:36: Seit zwei tausend neunzehn haben wir irrsinnig viele Machtdemonstrationen gesehen.
00:24:47: Und wir haben auch tatsächlich eine sehr, sehr inspirierende Zivilbevölkerung eigentlich die diese Entwicklung begleitet.
00:24:59: aber man wird immer schwächer weil es einen ermüdet, weil man stets in diese Schutzräume muss.
00:25:11: Und wenn ich fünf Minuten bis zu diesem Schutzraum laufen musste, sagte mir noch nicht eine Freundin, dann mache ich das ganz schnell um möglichst der Polizei und den Soldaten zu entkommen und ich trage immer dieses Todesangst mit mir herum.
00:25:28: Natürlich will man immer noch Widerstand zeigen aber es wird immer schwieriger ist eine echte Herausforderung.
00:25:36: Aber ich möchte jetzt nicht mit einer negativen Note schließen.
00:25:43: Und dennoch muss ich sagen, dass es etwas ganz, ganz merkwürdiges gibt.
00:25:50: Also Bibi, net an Yao sagt quasi ruf zum Krieg auf und dann sind zwei Millionen betroffen und Trump sagt nein, war ein Krieg!
00:26:03: Und plötzlich ist es ruhig Und das ist so ein Moment, wo man absolut hilflos sich fühlt.
00:26:18: Da kann ich eigentlich nur noch mal sagen – der Krieg wie auch der Frieden sind Beschlüsse die Entscheidungen, die Menschen fällen.
00:26:31: wenn Netanyahu sagt «Krieg» und Trump Frieden, dann erinnert uns daran, dass man eine Entscheidungsgewalt hat.
00:26:44: Dass man wirklich die Macht hat solche Entscheidungen zu treffen, die uns eine stabile Zukunft bescheren und vielleicht das wir auch mal wieder besuchen können Israel und Jordanien zum Beispiel.
00:26:59: Und damit möchte ich wieder
00:27:06: abgeben Danke.
00:27:08: Vielen Dank dafür!
00:27:10: für diesen schönen Hoffnung.
00:27:13: Meine Söhne sind neun und sechs Jahre alt, ich kann mir nicht vorstellen wie sich das anfühlen muss was du beschrieben hast.
00:27:22: Es ist wirklich schrecklich aber trotzdem unglaublich dass du immer noch diese Hoffnungen hast die du beschreiben hast.
00:27:30: Vielen Dank dafür!
00:27:33: Und wir werden danach noch mehr über die Geopolitik reden.
00:27:40: es gibt ja auch eine New York Times Artikel Anjit Janyahu und Donald Trump.
00:27:49: Und das ist wirklich gute Hintergrundlektüre, auch wenn wir über die Geopolitik reden wie es also zustande kamen was wirklich die treibende Kraft dafür war und das ging nicht um Frieden.
00:28:01: Es ging nie um einen Regimewechsel oder um Friede.
00:28:05: Das ist wirklich glasklar.
00:28:09: Das werde ich jetzt noch in den Chat eingeben.
00:28:14: Amira schön dich zu sehen und zu hören am Anfang bereits vorgestellt.
00:28:23: Ich werde das kurz wiederholen für diejenigen, die später dazu gestoßen sind.
00:28:26: Amira Musala, palästinensische christliche Friedensaktivistin und Mitbegründerin von Unarmed Civilian Protection in Palestine.
00:28:37: Und sie hat auch andere Rollen inne.
00:28:40: Amirah ist es großartig dass du hier bist und wir freuen uns darauf freuen dir zu hören!
00:28:47: Ja hallo ich heiße Amira In Bethlehem geboren, dort auch aufgewachsen und jetzt sitze ich auch im Bett.
00:28:57: Und ich war ein bisschen spät dran für dieses Webinar.
00:29:03: Ich war auch etwas verwirrt, wann das Webinar anfangen würde.
00:29:09: Ich habe gerade an einem Gespräch teilgenommen mit fünfzig Studierenden, israelische Studierende die nächstes Jahr Sie befinden sich in ihrem Vorbereitungsjahr, dem sogenannten Merch-Diener.
00:29:26: Und sie haben mich angerufen um mit mir zu reden und um zu erfahren was es bedeutet, Destinenserinnen zu sein.
00:29:37: Es war wirklich ein sehr interessantes Gespräch mit siebzehnjährigen zu reden die Destinencer bisher nur im Fernsehen gesehen haben wo sie uns als Terroristen sehen und als nichts anderes.
00:29:54: Und als die mich gesehen haben, waren Sie überrascht, mich zu sehen ohne Hijab eine Frau, die sich zu Wort meldet, die sogar eine Zigarette raucht – das hat die wirklich schockiert!
00:30:07: Weil sie es nicht wissen.
00:30:11: Die Mauer, die auch gebaut wurde, wurde nicht aus Sicherheitsgründen gebaut sondern um die Angst der zwei Seiten zu bespeisen.
00:30:23: Alle haben auf der israelischen Seite, wo ihnen gesagt wird das da auf der anderen Seite Terroristen sind.
00:30:28: Ich habe zwei Stunden lang über meine persönliche Geschichte gesprochen die ich auch euch mitteilen möchte als ich zwölf Jahre alt war.
00:30:44: Das war ein Feiertag in Palästina, der fünfzehnte November wir nennen das den Unabhängigkeitstag mit Feiern obwohl wir nicht unabhängigs sind.
00:30:57: Das hat mit der palästinischen Behörde zu tun, dass das also gefeiert wird.
00:31:02: Ich war zwölf Jahre alt.
00:31:06: Es war sechs Uhr Nachmittags als wir plötzlich googeln hörten in der Nähe unseres Hauses.
00:31:14: Bereitete mich zu dem Zeitpunkt auf eine Arabesprüfung vor und zehn Minuten später hatten wir Bombenraketen aus Gilo einer Siedlung die zwei Kilometer von hier entfernt ist.
00:31:27: Die Siedlung befindet sich oben auf dem Ügel und ich lebe im Tal.
00:31:32: Und da bin ich ins Haus gelaufen, meine zwei Schwestern.
00:31:38: Jessica war sechzehnund Gina war ebenfalls dabei sie war auch Sechzehntin und zu dem Zeitpunkt haben wir versucht den sichersten Ort im Haus zu finden und dann sind wir zu einem Ort gegangen der den mehr sicher eingeschätzt hatten Und meine Mutter hat sich entschieden, alles zu riskieren.
00:32:07: Obwohl es Rompeneinschläge gab ist sie nicht so trotz von der Arbeit Hause gekommen und die Nacht war die Nacht, die für mich wirklich alles geändert hat.
00:32:21: Ich war damals zwölf Jahre alt.
00:32:25: ich war ein Mädchen das vielleicht kein normales Leben führte aber trotzdem eine gute Kindheit hatte.
00:32:35: Ich war es gewohnt mit dem Auto nach Tel Aviv, nach Jahrfahrt zu fahren.
00:32:40: Mit israelischen Freunden die wir einladen würden.
00:32:43: ich würde auch zu ihnen gehen und ich würde sogar in der Siedlung nebenan im Park mit den Kindern spielen Und für mich das Kind war es ein schönes Leben.
00:32:55: damals verstand ich die Geschichte zwischen Israel und Palästina nicht Aber in der Nacht habe ich wirklich einen Schock erlebt.
00:33:07: Denn in der nacht war es ja so, dass meine Freunde die hebräisch
00:33:14: sprachen.
00:33:15: Ich nicht verstand weil ich kein hebränisch konnte und zwar die nacht in der sie plötzlich meine feinde wurden Und Sie versuchten uns umzubringen da sie uns bombardierten aus der siedlung.
00:33:28: Wir haben versucht uns zu verstecken bis eine Rakete einschlug, wo wir uns versteckten und deswegen mussten wir flüchten.
00:33:37: Wir haben einen Krankenwagen angerufen.
00:33:40: Wir dachten uns dass ein Krankenwagen uns helfen könnte aber der Mann am Telefon ich erinnere mich noch an seine Stimme sagte mir leid wir haben keinen Zugang zu dieser Region was sie auch unsere Autos angreifen.
00:33:55: und dann haben die amerikanische Botschaft angerufen.
00:33:59: Ich habe auch die amerikanische Staatsbürgerschaft meiner Eltern, die ein paar Jahre in den Staaten gelebt haben.
00:34:06: Und dann haben wir die Botschaft angerufen weil die Botschaft einem dabei helfen sollte aus der Gefahr zu entkommen.
00:34:13: und die Botschacht war ganz klar ihr seid Palästinenser.
00:34:17: Wir können euch nicht helfen.
00:34:19: Ihr seid im Palästeiner.
00:34:22: Wenn ihr jetzt in Indien wärt, dann könnten wir euch helfen aber nicht in Palästyner weil wir nicht aus dem Haus raus kamen.
00:34:35: Und dann haben unsere Nachbarn meinem Vater gesagt, dass wir in ihr Haus gehen sollten, weil das Haus weniger ausgesetzt ist.
00:34:45: Nur ist das Problem, dass es ein großes Tor gab zwischen unserem Haus und ihrem Haus.
00:34:51: Es gab ja keinen Strom, weil alles bombardiert wurde.
00:34:58: Wir haben an der Seite des Hauses mit unseren Decken auf ihn gewartet, weil das er im November war und es ziemlich kalt war.
00:35:06: Und erst zum Tor gegangen mit einer älteren Frau... ...und sie trug ein Bild von dem heiligen Niklas, weil sie der Meinung war, dass er wunder bewirken könnte.
00:35:23: Und so wurde das Tor dann vom beiden geöffnet Und wir sind übergegangen und mit dem meisten Schal haben wir den Hubschraubern zu verstehen gegeben, dass sie friedlich sind.
00:35:41: In derselben Nacht hatten wir eine Nachbar der Dr.
00:35:45: Fischer Gees, der wurde von einem Hubsschrauber aus bombardiert, er versuchte zur Hilfe zu helfen Weil der Hubschrauber dachte, dass er ein Terrorist ist.
00:35:59: Und die Nacht habe ich zwölf Stunden lang mit meiner Familie gebetet.
00:36:04: Wann immer wir die Bombenantwürfe von den Hubschaubern sahen?
00:36:10: Man würde das Licht sehen und dann der Blick auf Bajala und dann kommt das Licht auf einen zu Und dann fliegt man hoch und fällt wieder runter.
00:36:35: Vom Hubschrauber aus wurden vier Raketen abgeschossen, was er dank ist uns nichts passiert.
00:36:41: Unser Haus wurde nicht getroffen.
00:36:43: das Nachbarhaus wurde tatsächlich getroffen.
00:36:49: Am nächsten Tag sah ich das schrecklichste was ich je gesehen habe Katzen und Hunde die menschliches Fleisch essen.
00:36:58: Das war unser Nachbar, der bombardiert wurde von einer Rakete.
00:37:04: Und ich war damals wie gesagt zwölf Jahre alt und ich lebte in einer christlichen Familie.
00:37:15: Ich war gläubig eine Gefolfte von Jesu verspürte ich keinen Hass.
00:37:31: Ich bin immer schon der Meinung gewesen, dass Gewalt zu mehr Gewalt führt und das Blut zu mehr Blut führt.
00:37:37: Und dass es ein Niemals endender Zyklus ist und dass es einen anderen Weg geben muss.
00:37:42: Denn genau den Weg kenne ich nicht.
00:37:45: Wenn ich ihn kennen würde könnten wir alle daran arbeiten diesen Weg einzuschlagen aber mit kleinen Schritten können wir den Status quo ändern.
00:37:53: Mit kleinen Schritte können wir die Situation für uns alle ändern.
00:38:01: Ich habe viele Jahre lang für verschiedene Organisationen gearbeitet, habe an unterschiedlichsten Friedenstreffen teilgenommen mit Israelis um über die Koexistenz zu reden.
00:38:13: Aber ist dir was?
00:38:17: Unser Problem ist nicht die Koexistenz!
00:38:20: Unser problem ist diese Regierungen zu stoppen sie daran zu hindern uns mit Angst zu füttern.
00:38:29: wir müssen Die Regierungen daran hindern uns zu entmenschlichen, damit Menschen verstehen können dass wir einfach nur normale Völker sind die in Freiheit und mit Gleichberechtigung leben wollen.
00:38:49: Und so bin ich jetzt meiner aktuellen Arbeit gekommen.
00:38:53: eine Minute noch und dann höre ich auf!
00:39:03: Unarmed Civilian Protection in Palestine mitbegründet, eine Initiative die von Palästinenz angeleitet wird.
00:39:13: Wo wir rund um die Uhr Zivilschutz bieten für die Gemeinschaften, die angegriffen werden in Folge der Gewalt der Siedler und wir sind seit letzten Juli im Außendienst gebeten Begleitung an.
00:39:37: Wir bleiben wirklich bei den Gemeinschaften.
00:39:41: Ihr teilen ihr Leid, ihre guten Zeiten und sind sogar bei den Hochzeiten dabei.
00:39:50: Und auch wenn wir die ethnische Säuberung dieser Gemeinschaften nicht stoppen können, sind wir nicht, dass du trotz mit ihnen da und weinen gemeinsam mit ihnen, wenn es an der Zeit ist?
00:40:00: Danke schön!
00:40:09: Vielen Dank für deinen Bericht.
00:40:13: ich möchte dann jetzt an Amelie abgeben, denn wir haben ja schon etliche Fragen gesammelt und AmelIE wird uns gleich wissen lassen was jetzt die großen Fragen sind.
00:40:28: Ja vielen Dank!
00:40:31: Es gibt viel Interesse an ganz diversen Themen und ich denke ich beginne mal mit einer Frage zum Iran an Sarah.
00:40:42: wie viele unterschiedliche Gruppen und Interessen gibt es in der Gesellschaft, im Iran gibt es linksorientierte und Kommunisten zum Beispiel.
00:40:57: Und wie arbeiten die dann zusammen gegen das Regime?
00:41:06: Tja, Iran hat ja eine riesige Bevölkerung und damit auch tatsächlich ein ganz breit gefächertes Spektrum an politischen Meinungen.
00:41:22: Und das ist jetzt wieder so eine Geschichte von Tragödie und Hoffnung, die Menschen sind.
00:41:35: als Changemaker, egal woher sie gekommen sind quasi verfolgt und auch inhaftiert worden.
00:41:41: Und zwar systematisch länger als ich schon am Leben bin.
00:41:46: selbst unter dem ehemaligen Schaar war das schon so.
00:41:52: da sind also ganz viele Protestbewegungen schon ziemlich systematische unterdrückt worden.
00:41:58: Ich glaube dass muss man sich immer vergegenwärtigen.
00:42:05: Für mich geht es eigentlich gar nicht so sehr um die unterschiedlichen Fraktionen, die den Wandel anstreben sondern da gibt es so viele verschiedene Geschichten.
00:42:21: wenn die Zivilgesellschaft tatsächlich eine Veränderung erlebt hat dann oft aufgrund der Einwirkungen ausländischer Mächte.
00:42:32: Die CIA, zum Beispiel die Iraner hatten einen demokratisch gewählten Präsidenten.
00:42:41: Und die CIA hat dann einen Putsch angezettelt und den Schaar wieder ins Amt gehoben.
00:42:51: Das heißt, solche Geschichten gibt es zahlreiche im Iran und deswegen stellt sich jetzt eigentlich eher die Frage wie kann man mehr Raum schaffen für die Iranerinnen und Iraner auch nach außen zu kommunizieren?
00:43:09: mit dieser Internetblockade?
00:43:12: Die ja jetzt schon geraume Zeit anhält ist auch eine ganz neue Situation entstanden.
00:43:20: Amira hat so wunderbar beschrieben, dass Gewalt es einfach der Zivilgesellschaft so schwer macht gut zu funktionieren.
00:43:29: und wenn es dann noch eine Situation gibt in der es diese kollektive Bestrafung der Gesellschaft gibt wir haben in den vergangenen Wochen ja viel mehr Hinrichtungen erlebt weil die iranische Regierung den Krieg jetzt als Vorwand verwendet, um jedweden festzunehmen und auch zu exekutieren.
00:43:53: Wenn es ihr gefällt.
00:43:55: insofern geht es eigentlich nicht darum die richtigen Gruppen auszuwählen sondern überhaupt mal erst den Raum zu schaffen um sich über die Zukunft zu unterhalten.
00:44:05: Danke schön vielen Dank für die Antwort.
00:44:10: wir haben ja schon ein wenig darüber gesprochen das Krieg oft von ganz oben beschlossen wird.
00:44:17: Das wird nicht von der Bevölkerung beschlossen, sondern das sind politische Führer die sich so entscheiden.
00:44:24: und Katharina hat jetzt eine Frage gestellt wie viel Unterstützung gibt es in der israelischen Bevölkerung für den Iran- und den Gaza Krieg?
00:44:35: Netanyahu möchte er wohl an der Macht bleiben?
00:44:39: Und im Zusammenhang damit, es wird ja wohl Wahlen geben.
00:44:44: In dieses Jahr kann man da schon eine Vorhersage wagen was wir das für eine Auswirkung haben auf die Politik?
00:44:51: Gute Fragen!
00:44:56: Tja... Die Dichotomie.
00:45:04: bedauerlicherweise gibt es eine ganz große Unterstützung für Netanyahu.
00:45:14: Es ist beliebt, es nicht etwa ohne Unterstützung im Amt.
00:45:20: Es gibt auch eine starke Opposition gegen ihn und die Meinungsumfragen sehen auch gar nicht gut aus.
00:45:28: aber er wird immer ne Million Menschen finden, die für ihn wählen oder die ihn wählern und für ihnen abstimmen.
00:45:40: Ich würde ganz gerne auch noch etwas zum Krieg sagen, denn ich finde das schon sehr nüsiert.
00:45:47: wie wir uns jetzt hier darüber unterhalten wenn Amira zu den jungen Leuten in der Marina spricht.
00:45:57: ist schon auch wieder interessant.
00:46:00: Es gibt einen Grund, warum die eingezogen werden mit achtzehn Jahren.
00:46:06: Da ist man sicherlich nicht der klügste und der weiseste, wo alles super gut gelingt.
00:46:11: Das ist ein Moment, wo man sehr unabhängig killt und natürlich auch lebenshungrig.
00:46:20: Und da ist man aber auch noch ein bisschen fragil wenn man sich die Frage stellt was Mach jetzt eigentlich mit meinem Leben oder wozu dient das?
00:46:32: Also solche Streitkräfte setzen sich nicht aus älteren Menschen zusammen, sondern das sind diejenigen.
00:46:40: Die gerade aus der Kindheit entwachsen sind wenn sie überhaupt schon soweit sind.
00:46:43: ich kann mich daran selber noch perfekt erinnern.
00:46:45: Ich weiß genau wie sich das anfühlt.
00:46:48: also dass ist mal die eine Sache und natürlich ist das auch was ganz Aufregendes und Spannendes zur Armee zu gehen.
00:47:05: Man wird ja verpflichtet, man wird eingezogen.
00:47:10: Es ist jeder und jede.
00:47:12: Das ist jetzt nicht unbedingt eine Berufsaufbahn aber alle machen es Und was wir tatsächlich jetzt erleben ist schon ein paar Jahre festzustellen.
00:47:30: Sobald ein Krieg beginnt, dann unterstützen das nicht nur die Rechten.
00:47:40: Es gibt einen gewissen Patriotismus der ganz militant verfolgt wird in der israelischen Gesellschaft.
00:47:48: Das ergibt es tatsächlich in beiden Teilen der Bevölkerung.
00:47:55: Jetzt erst so ganz langsam, weil die Interessen sich immer klare abzeichneten.
00:48:04: Geht es plötzlich auch um die Frage diesen Dienst zu verweigern?
00:48:11: Weiser Sieben haben wir auch tatsächlich dazu aufgerufen den Krieg gegen Gaza zu verveigern Aber ich habe dazu keine finale Antwort.
00:48:25: Ich glaube, dass das tatsächlich mittlerweile etwas bröcklich wird.
00:48:31: die Unterstützung.
00:48:35: gut etablierte Organisation und es wäre schon fast verräterisch, wenn man etwas Negatives sagt über eine IDF.
00:48:49: Das ist gesellschaftlich betrachtet zumindest ausgesprochen teuer.
00:48:59: Amira, möchtest du auch noch etwas hinzufügen nach den Gesprächen mit den jungen Menschen die eingezogen werden zum Militärdienst?
00:49:11: Ja also sie sind jetzt siebzehn oder achtzehn ja und sollen sich vorbereiten auf IDF.
00:49:18: Die wissen eigentlich nur dass sie zu den Streitkräften gehen.
00:49:21: Das ist Ihnen völlig egal, was Sie eigentlich machen.
00:49:23: Wie das System funktioniert?
00:49:25: Sie machen sich auch keine Gedanken.
00:49:27: also jetzt zu diesem Zeitpunkt zumindest.
00:49:29: Keine Gedanken darüber, was das für sie bedeutet.
00:49:33: Oh wie spannend!
00:49:34: Das ist die große Freiheit.
00:49:36: da lebt man dann endlich außerhalb der... des Familienhauses oder der Wohnung bei den Eltern eben nicht mehr.
00:49:48: Aber die von heute, die waren eigentlich schon ziemlich offen.
00:49:51: Die haben ja auch verschiedene Fragen gestellt und und die kamen waren auch schon mal in Verbindung mit Breaking the Silence also das Schweigenbrechen.
00:50:06: Die kannten dieser Organisation und da werden auch diese Tabus eben aufgehoben.
00:50:11: Und es wird wahrhaftiger über die EDF berichtet, aber wie Sarit gesagt hat, da gibt es etwas Mächtigeres im Hintergrund was damit zusammenhängt dass man eben doch zu den Streitkräften geht weil das sie ganze Familie macht.
00:50:30: Es ist mein Cousin meine Meine Kante, mein Opa.
00:50:35: Alle waren schon da und man will ja dazugehören.
00:50:39: Man will auch die zu diesen sozialen Gruppen gehören.
00:50:43: ein achtzehnjähriger wird immer sagen na klar mache ich das mit?
00:50:47: Und wenn man sich verweigert dann wird man gegebenenfalls ins Gefängnis gehen müssen.
00:50:57: Ein achtzendjähriger ist dazu nicht bereit an solches Opfer zu bringen oder aufsichtzunehmen Und ich glaube, das fängt auch gar nicht erst mit achtzehn an.
00:51:06: Sondern das Ganze beginnt schon sehr viel früher.
00:51:10: Das gesamte Erziehungssystem bereitet darauf vor die Schulen, die Synagogen.
00:51:20: Es hängt wirklich immer ganz stark davon ab wie man zuhört und deswegen denke Die Lösung ist sicher nicht, bei der Regierung zu suchen.
00:51:31: Die Regierung gewinnt damit.
00:51:35: Sarit Bibi Netanyahu entzieht sich den Gerichtsprozessen und bei uns ziehen andere den Nutzen daraus.
00:51:50: Vielen Dank!
00:51:52: Ja, dann möchte ich noch eine Frage hier vortragen.
00:51:57: Die glaube ich ziemlich viel von dem zusammenfasst was viele hier spüren.
00:52:02: ein anonymer Kommentar nach diesen drei sehr tief gründenden Ausführungen kann nicht eigentlich gar keine Fragen mehr stellen weil mich das so überwältigt.
00:52:19: Und ich glaube, dass ist für ganz viele von uns hier so, dass wir so tief beeindruckt sind von euren Erlebnisse berichten, dass man da einfach nur Betroffene drüber nachdenkt.
00:52:37: und dann vielleicht noch einen Punkt den Sarah erwähnt hat die Sanktionen funktionieren bzw.
00:52:43: nicht funktionieren?
00:52:44: Saskia stellt die Frage, du hast gesagt Sanktionen funktionieren nicht aber mit welchen anderen Mitteln können denn Regierungen Druck aus üben auf ein solches autoritäres Regime?
00:53:01: oder gibt es auch andere Ansätze die vielleicht eher mit der Zivilgesellschaft dann auch vorangetrieben werden können?
00:53:10: ok also Gezielte Sanktionen können durchaus Wirkung zeigen.
00:53:18: Das möchte ich mal vorweg schicken.
00:53:21: Wenn es zum Beispiel konkrete Richter gibt, die stets den Hinrichtungen von Dissidenten zustimmen dann könnte man gegen sie konkret vorgehen.
00:53:35: aber was eben wirklich nicht funktioniert das sind die breit angelingten Sanktionen.
00:53:41: wenn das gesamte Bankensystem mit Sanktsionen belegt wird oder die Zivilbevölkerung keinen Zugang mehr zu Nahrungsmitteln oder zu Medikamenten hat beispielsweise, dann wird es wirklich kritisch.
00:53:57: Und die Frage ist doch wie schafft man den Raum damit aktiv sein können und sich positiv entwickeln können?
00:54:11: Wie kann man den Alltag sicherer machen für diese Menschen, wie können wir dafür sorgen dass im Iran die Internetverbindungen funktionieren.
00:54:22: Und die Tech Companies wollen sich darum auch nicht kümmern weil sie sich natürlich berechtigterweise die Frage stellen warum soll ich mich da drum kümmern wenn ich das eigentlich gar nicht brauche.
00:54:36: Und also wie kann man dafür sorgen, dass Menschen wieder stärker am wirtschaftlichen Leben beteiligt sind und zumindest auch Informationen bekommen und es nicht zu dieser Endhumanisierung kommt?
00:54:54: Ja, ich möchte da noch etwas hinzufügen.
00:54:58: Sanktionen haben wir in Palästina ausprobiert im West-Jordanland mit den Siedlern zum Beispiel und viele andere Länder haben ja auch die Siedler mit Sanktonen belegt.
00:55:11: aber das Problem ist dass sie immer Einzelpersonen sind.
00:55:18: Und das ist dann ganz einfach, jemand anderen zu beauftragen an das Geld heranzukommen wenn man selber nicht mehr daran kommt.
00:55:26: und insofern bin ich einverstanden mit dem was hier gesagt wurde die Sanktionen müssen ein größeres Ziel verfolgen.
00:55:42: Ich möchte mal gerne ein Beispiel geben.
00:55:48: Ich habe im Repräsentantenhaus in den USA Informationen gegeben.
00:55:55: Die Bulldozer, die zum Beispiel für die Zerstörung von privaten Wohnraum im Gaserstreifen verwendet werden und nachdem sie das erste Mal gehört haben diese Politikerinnen und Politiker.
00:56:18: Ich bin jetzt auch etwas durcheinander.
00:56:20: Aber ein ganz hoher Prozentsatz im Repräsentantenhaut hat dann dafür gestimmt, dass diese Bulldosa nicht mehr nach Israel ausgeliefert werden.
00:56:32: So was hilft!
00:56:35: So eine Art von Sanktionen ist wirklich hilfreich.
00:56:40: richtet quasi mehr Schaden an, als wenn man nur eine Einzelperson oder ein kleines Unternehmen mit einer Sanktion belägt.
00:56:50: Diejenigen die den Krieg führen, die den Nutzen daraus ziehen – ob das jetzt Banken sind, High-Tech-Unternehmen oder Einzelpersonen – müssen aus unserem Leid in den drei Ländern getroffen werden.
00:57:15: Ja, ich würde sagen das ist wirklich eine hervorragende Debatte.
00:57:19: Tatsächlich gibt es verschiedene Instrumente um zu versuchen die Welt zu verbessern.
00:57:24: Instrumen die nicht gewalttätig sind.
00:57:28: und wie bei jedem Werkzeug oder Instrument wenn man es falsch verwendet kann es Schaden anrichten dass beispielsweise kein Internetzugang mehr möglich ist oder dass eine medizinische Versorgung nicht angeboten wird.
00:57:46: Und eine der Sachen, die Netanyahu tut um nicht vor Gerichte stehen zu müssen wie Amira auch richtig gesagt hat ist dann dass er ja die Justiz ins Visier nimmt.
00:58:15: Menschen hatten ja auch teilweise Angst in Israel zu investieren, weil das Land nicht mehr stabil war.
00:58:20: Es gab Demos und ... In der Hightech-Welt hatten viele auch Angst, sondern da gab es viele Interviews in Israel.
00:58:31: Und das hat mit der israelischen Identität zu tun, dass wir eine Hightec-Nation sind.
00:58:35: Das ist wirklich etwas, was mir der Identität zutun hat.
00:58:39: Ich glaube, dass das Menschen Angst gemacht hat am Anfang verlangsamt hat, aber letzten Endes funktioniert das nicht mit Menschen in die Bürgerinnen und Bürger.
00:58:54: Egal sind Funktionen funktionieren wenn ihnen das Land wichtig ist.
00:59:03: sie müssen etwas Rechenschaftspflicht haben.
00:59:05: Wenn die Rechtschaftspflechte nicht gegeben ist dann wird das nur Schaden anrichten.
00:59:12: Aber ich habe auch schon Funktione gesehen die funktionieren.
00:59:17: Es ist vielleicht wie ein Klavier, dass man vorsichtig spielen muss.
00:59:26: Vielen Dank für diese Antworten und somit sind wir auch schon natürlich beim zweiten Teil des Webinars angekommen im zweiten Teil.
00:59:42: Wir machen jetzt weiter mit der zweiten Seite auf das Slido.
00:59:45: Ich werde noch mal den Link in den Schad eingeben.
00:59:48: Es gibt viele Fragen zum geopolitischen Kontext.
00:59:51: Das geschieht ja in keinem Vakuum, das wurde auch schon ganz klar zum Ausdruck gebracht.
01:00:00: Ob hat eine Frage an Amira?
01:00:03: Wenn du da bist okay perfekt!
01:00:07: Würdest du bitte darüber reden?
01:00:09: was geschieht jetzt vor sich Palästina auf die ersten Wahlen vorbereitet?
01:00:15: in fünfzehn Jahren ist das ein offener, fairer und transparenter Prozess.
01:00:24: Also wenn es darum wird wer kandidieren wird was da die Optionen sind wie siehst du das?
01:00:34: Ja die Wahlen sollten sich stattfinden.
01:00:38: Es wurde ja bereits gesagt dass sie stattfinden würden.
01:00:40: dann wurden sehr abgesagt usw.
01:00:42: und sofort.
01:00:43: aber wenn Sie stattfinden dann wünsche ich mir dass anständige Menschen kandidieren und das ist nicht mehr die selben Gesichter sind, die wir in unseren dreißig Jahren sehen oder die wir seit den neunziger Jahren sehen.
01:01:05: Und dass wir Menschen haben werden, denen die Zukunft von Palästina wichtig ist.
01:01:13: Das Verfahren wird anständig und sichtbar und transparent sein.
01:01:19: Es ist nicht so, als hätten wir Korruption bei solchen Veranstaltungen.
01:01:27: Und auch wenn neue Gesichter gewinnen oder sich an den Wahlen beteiligen, so haben wir nicht das trotz ein großes Problem.
01:01:35: Das Israel heißt unsere Regierung und ich weiß nicht ob das alle wissen aber unsere Regierung kann das Glas nicht von hier nach hier bewegen ohne was wir das Segen Israels haben.
01:01:57: also selbst wenn wir die besten Wahlen der Welt durchführen Die besten Führungskräfte haben, die uns führen.
01:02:04: So ändert das nicht die Tatsache, dass Israel den Schlüssel hat um unsere Probleme zu lösen.
01:02:12: Israel kontrolliert alles!
01:02:15: Israel kontrollieren die Luft, die wir momentan atmen.
01:02:24: Was kann man also von Wahlen erwarten?
01:02:26: Die unter einer Besetzung stattfinden?
01:02:32: Selbst wenn es perfekt läuft... Glauben wir nicht, dass das etwas ändern wird.
01:02:38: Für mich als Amierer bin Palästinenserin und eine amerikanische Bürgerin und Israel hat es mir verboten nach Jerusalem zu gehen um in der Kirche zu beten weil sie den Schlüssel tragen.
01:02:51: Sie können uns sagen was wir tun dürfen oder was wir nicht tun dürfen.
01:02:55: Wenn ich zu viel rede dann stecken sie mich ins Gefängnis Und wenn ich im Gefängnislande dann weiß nur Gott was für ein Beirr geschehen wird.
01:03:07: Wir sollten uns also nicht auf die Wahlen konzentrieren, sondern auf die Wirtsursache unseres Problems.
01:03:15: Das ist die Besetzung!
01:03:18: Vielen Dank.
01:03:21: Vielen Dank, Amira.
01:03:25: Wenn es für alle in Ordnung ist statt euch diese drei bis fünf Minuten zu geben, würden wir einfach noch weitere Fragen stellen weil es wirklich sehr viele Fragen gibt.
01:03:45: Teilnehmerinnen, aber auch Menschen aus ganz Europa.
01:03:48: Und eine Frage lautet was kann extern getan werden?
01:03:55: Wir haben ja gehört dass es sehr schwierig ist das es also quasi die interne und die externe Front gibt.
01:04:06: Was können die Zivilgesellschaften extern bewirken um die Friedensbewegungen in euren Ländern zu unterstützen?
01:04:15: Und das ist, glaube ich auch eine Frage an euch alle.
01:04:18: Sarah, möchtest du wieder beginnen?
01:04:22: Amira fangt du doch dieses Mal an!
01:04:31: Diese Frage wird mir bei jedem Webinar gestellt.
01:04:35: Was können wir tun?
01:04:36: Die können wir helfen.
01:04:40: Normalerweise rede ich mit Amerikanern und ich war wirklich sehr glücklich diesmal mit Europäerinnen reden zu können.
01:04:49: Ich habe auch ein paar Notizen vorbereitet die ich vorlesen möchte weil ich euch wirklich praktische Tipps geben wollte.
01:05:01: Zunächst einmal ist der erste Schritt schon die Teilnahme an diesem Webinar, das ist schon ein erster Schritt um die drei Länder zu unterstützen.
01:05:15: indem ihr den betroffenen Personen zuhört macht ihr bereits einen ersten Schritt.
01:05:25: zweitens, indem ihr die europäischen Institutionen bittet.
01:05:31: Die Werte zu respektieren, die sie fördern.
01:05:34: Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit muss für alle gelten.
01:05:39: Drittens, in dem Organisationen unterstützt werden, die wirkliche Arbeit leisten und ich weiß dass alle NGOs auf der Welt benötigen Unterstützung weil er mit den verschiedenen Finanzkrisen und den Kriegen auf der Welt.
01:05:58: Und ihr müsst auch kein Geld spenden!
01:06:01: Ihr könnt unterschiedlichstens tun, um die Arbeit zu unterstützen Traumaunterstützung, Rechtsbeistand, nichtgewalttätiger Zivilschutz und natürlicher Friedensstiftung.
01:06:13: Wird uns durch die Herausforderung des Antisemitismus, Islamophobia, Rassismus und alle Formen der Entmenschlichungen reden kann ich gedeihen wo der Hass toleriert wird.
01:06:28: Kontaktiert gewählte VertreterInnen, unterstützt ethische und glaubwürdige Institutionen und bleibt informiert mithilfe zu verlässiger Quelle.
01:06:39: Hier die Menschen hier in Palästina haben keine Lösungen mehr und wir können nicht mehr tun als Resilienz sein oder aber Palästeine zu verlassen weil es wirklich auf allen Ebenen viel zu schwierig ist.
01:06:59: Wir brauchen euch, ihr müsst euch an die Regierungen wenden!
01:07:04: Die Lösung liegt in den Händen der Regierung um Israel davon abzuhalten das zu tun was sie tun.
01:07:11: Die Lösung gibt es.
01:07:13: Die Regierung sollten Druck auf die israelische Regierung ausüben.
01:07:20: Wir könnten vor Ort arbeiten in den Zivilgesellschaften in Israel, in Palästina.
01:07:24: wir könnten arbeiten Aber was im Januar geschehen ist, wo wir rund um die Uhr Schutzangeboten haben für diese Gemeinschaft von sechshundert Personen.
01:07:39: Wir waren sieben Monate bei Ihnen und haben diese Arbeit gemacht.
01:07:43: Im Januar wurden Sie ethnisch gesäubert an den Siedlern der Polizei und der IDF.
01:07:53: Und wir konnten nichts für Sie tun!
01:07:56: Wir haben ihnen dabei geholfen ihre Sachen zu packen und haben mit ihnen geweint, als sie ihr Land und ihre Häuser verlassen mussten.
01:08:04: Wir brauchen euch!
01:08:05: Wir brauchen Menschen auf der ganzen Welt um Druck auf die Regierungen auszuüben.
01:08:11: Um einen wahlen Teil zu nehmen und gute Menschen zu wählen Und nicht die Menschen in den Epstein-Bossiers zu finden sind zum Beispiel.
01:08:19: wir brauchen euch, wir brauchen den Druck.
01:08:21: Druck funktioniert.
01:08:30: Ich möchte wirklich... Das, was Amira gesagt hat unterstreichen.
01:08:35: Und oft ergreifen Menschen keine Maßnahmen, was diese Themen angeht, weil sie sagen es ist zu kompliziert oder ich kann nichts erreichen und ich möchte das.
01:08:43: ihr wisst dass ihr bereits alles habt was ihr braucht um eine Wirkung zu haben.
01:08:49: Menschen haben auch das Gefühl, dass sie nicht genug wissen.
01:08:52: also ohne drei Doktortitel sollte man keine Meinung zu etwas haben.
01:08:55: ja warum gibt es sowas damit der Status quo fortgeführt wird?
01:09:02: Wieso seht ihr nicht Menschen wie uns, die über ihre Erfahrungen reden?
01:09:06: Nun, indem man uns aus solchen Gesprächen hält kann der Status quo erhalten bleiben.
01:09:15: Und ich wollte auch noch sagen dass das nicht kompliziert ist.
01:09:18: in den USA und in Europa gibt es bereits Gesetze.
01:09:22: Wir sagen, dass wir nicht in Nenner gehen dürfen wo es Menschenrechtsverstoße gibt dafür nicht in ein Land geschickt werden dürfen, wo man zum Beispiel humanitäre Hilfe stopft.
01:09:41: Und es ist nicht kontrovers zu sagen dass Trump und Netanyahu nicht über den Gesetzen stehen sollten.
01:09:48: das ist ja der Standard für den wir einstehen sollten.
01:09:52: und noch was an die Menschen in Europa?
01:09:55: Das wisst ihr vielleicht nicht Aber in Europa ist es auch so.
01:10:04: aber helfen, die muslimen Stoppe zu ermöglichen.
01:10:10: Wenn man zum Beispiel im Iran geboren wurde als deutscher Bürger dann muss man einen Visum beantragen um in den USA zu reisen.
01:10:18: und deswegen würde ich die deutsche Regierung fragen wieso sie es den USA möglichen die eigenen Bürger und Bürgerinnen zu diskriminieren?
01:10:30: Wieso erlauben es europäische Länder dass die USA hier eine zwei Klassen Gesellschaften aufbauen.
01:10:39: Wieso ermöglichen es eure Regierungen, dass ein Moslem-Verbot verhängt wird und was kann getan werden um das zu stoppen?
01:10:49: Und dann wollte ich noch etwas weiteres sagen.
01:10:53: Es wurde Rassismus und Entmenschlichung verwendet Um diese Kriege zurechtfertigen.
01:10:57: Das ist wie die Luft geworden, die wir atmen!
01:11:00: Es ist wirklich so gang und gäbe geworden Wenn man Menschen sieht die Behauptungen machen, ja man sollte dagegen einstehen.
01:11:14: Die meisten Menschen wissen nicht das auch im Iran der Militärdienst obligatorisch für Männer ist und ich habe große Angst davor dass meine Familienmitglieder dazu gezwungen werden könnten.
01:11:27: und dann gibt es Menschen die sagen, dass die US-Armee keine Personen gefangen nehmen wird und einfach nur schießen wird um umzubringen.
01:11:39: Das ist ein Kriegsverbrechen und dagegen müssen wir einstehen.
01:11:47: Und wann immer ich sage, Ich bin eine iranische muslimische Feministin, dann meinen die meisten dass ich Feministen bin weil die iranischer Regierung so schrecklich war.
01:11:59: aber mein Feminismus ist das Ergebnis von Generationen an Frauen vor mir und von der Beobachtung des täglichen Widerstands im Iran.
01:12:09: Ich wäre nicht hier.
01:12:10: Ich hätte nicht meinem Job, wenn es nicht die Frauenrechtebewegungen im Iran gegeben hätte und diese Geschichten erzählen zu können – die Geschichten nicht nur als Opfer zu erzählen sondern als Menschen, die immer wieder für etwas gekämpft haben.
01:12:27: Ja, erzählt die Geschichte unseres Widerstandes.
01:12:31: Jahrzehnte lang waren wir die Zielscheibe von verschiedenen Regierungen Regierungen, die progressive Menschen angegriffen haben.
01:12:38: Menschen, die Freiheit und sich den Wandel im Iran wünschen.
01:12:43: Und Menschen protestieren ja immer noch.
01:12:44: Menschen gehen immer noch auf die Straße.
01:12:46: Erzählt diese Geschichte!
01:12:55: Ich werde jetzt auch in eurem Namen sprechen.
01:12:57: Hoffentlich seid ihr einverstanden.
01:13:00: Es braucht wirklich viel emotionale Energie, an diesem Webinar teilzunehmen und die Geschichten zu erzählen.
01:13:08: Ihr könnt uns ehren, indem ihr eine Maßnahme greift, eine Aktion durchführt.
01:13:17: Wenn ihr die Stärke ähren wollt, die benötigt wird um an diesem Webinar teilzunehmen dann wäre es unternehmend etwas um etwas zu ändern.
01:13:28: Darf ich dem noch etwas hinzufügen?
01:13:31: Ihr beide redet wirklich so wunderschön und ich bin mit euch beiden einverstanden und habe eigentlich nichts hinzuzufügen.
01:13:45: Amira, ich teile dein Gefühl!
01:13:48: Ich teile die Frage ja was können wir noch tun?
01:13:52: Auch meine Organisation beteiligt sich ab und zu mal an Zivilschutzmaßnahmen.
01:14:00: Ich bewundere die Menschen, die das tun aber ich verstehe auch die Menschen die Angst davor haben weil es hier wirklich unglaublich gewalttätig geworden ist.
01:14:14: Und was zeigen ja auch die Zeugenaussagen?
01:14:20: Es ist wirklich angsteinflößend, es ist wirklich schrecklich!
01:14:24: Mit diesem Schrecken kommt dann irgendwann der Moment wo man sich die Frage stellt.
01:14:30: Manchmal möchte ich Israel genau das sagen, was Sarah sagt.
01:14:34: Ich komme von einer Gesellschaft die schon seit sieben Jahren Widerstand leistet gegen dieses Regime und seine Diplomatie.
01:14:51: Aber es dreht sich nicht genug um das Thema der Palästinenserinnen und Palästenenser.
01:14:57: Und das ist ja eine Sache, die ich gerne ändern würde!
01:15:01: Emily, du hast mir die Frage gestellt über die Wahlen in Israel.
01:15:05: Und es stimmt!
01:15:06: Die Wahlen kommen und es gibt eine Art und Weise, die Walen zu gewinnen.
01:15:10: Und zwar wenn jüdische Parteien sich einsetzen mit den arabischen Parteien dann werden sie die wahren gewinnen.
01:15:19: aber die meisten jüdischen parteien werden das nicht tun.
01:15:27: Es gibt ja dieses Thema der Treue wie so wie der IDF.
01:15:33: Deswegen glaube ich wirklich an die Kraft der Demokratie und in Israel arbeiten wir daran, um diese Wahl zu gewinnen.
01:15:45: Und damit es besser wird!
01:15:47: Das kann man auch unterstützen – ja, ich kann mich dem anschließen.
01:15:51: Eine Aktion ist schon einiges wert.
01:15:55: Ein Tag reicht aus, um aus Friedenkrieg zu machen.
01:15:59: Es ist eine Entscheidung.
01:16:02: wenn es genug mächtige Personen gibt und genügend Menschen auf der Straße gibt, dann kann man das ändern.
01:16:07: Und dass halt die Menschen hier in Europa wirklich wissen.
01:16:13: Man kann ja auch diese schrecklichen Kriege zurückblicken und da fragt man sich wieso das Ganze?
01:16:19: Das hätte ja nicht sein müssen!
01:16:22: Und hoffentlich wird es uns gelingen gute Menschen zu wählen.
01:16:30: Und Ruck auszuüben auf europäischer Staats- und Regierungschefs ist wichtig dass keine eine Auswirkung haben auf Israel und das Weiteren mit der Versorgung tragen, dass die Regierungsaktionen eingedämmt werden.
01:16:46: David ich möchte noch einen Satz hinzufügen zu dem was du gesagt hast.
01:16:52: nicht nur verurteilen das ist gut in Facebook und in den Social Media Aber das verändert nicht wirklich die grauenhaften Verhältnisse.
01:17:07: Man sollte die eigene Regierung ermutigen, aktiv zu werden.
01:17:12: Die kennen ja eigentlich auch die Lösungen und ansonsten können sie in ChatGPD nachgucken.
01:17:18: aber eine Verurteilung, Anprangerung an sich verändert gar nichts.
01:17:23: man muss schon eine Aktion starten.
01:17:26: Ja danke!
01:17:28: an euch alle.
01:17:30: Ich glaube, das war wirklich die dringendste Frage, die die Zuhörerinnen und Zuhörer euch stellen wollten.
01:17:39: Denn auch aus meiner eigenen Erfahrung muss ich sagen man fühlt sich schlecht wenn man das Gefühl hat dass man gar nichts tun kann.
01:17:47: aber der Gedanke dass man ja nur eine eine Maßnahme ins Auge fassen muss, ein Ding tun muss.
01:17:56: Wenn alle das teten dann wäre ja schon viel geschafft und ich glaube dass auch eigentlich gilt für ganz viele andere Konflikte Und Auseinandersetzungen.
01:18:09: Dann gibt es noch eine Frage, wie kann man vielleicht das Ganze auch bei der Wurzel packen und schon den Jugendlichen oder den Kindern so einer Art kulturelles Bewusstsein näher bringen?
01:18:25: So dass gar nicht erst eine Entmenschlichung tatsächlich stattfindet?
01:18:30: ohne diese Entmenschlichung kann ja auch gar kein Krieg entstehen.
01:18:36: Da könnte man ja vielleicht auch mit einem Wandel ansetzen.
01:18:41: Was denkt ihr darüber?
01:18:44: Tja, das ist ein interessanter Gedanke!
01:18:50: Ich glaube, dass es eine unglaublich große Aufgabe ist sowohl für die Eltern als natürlich auch das ganze Erziehungswesen, Über Bücher und über alle möglichen Kanäle, aber durch genau diese Kanälen gehen die guten und schlechten Nachrichten auch durch.
01:19:15: Auch über Fernsehkanäle.
01:19:18: Die Lehrpläne
01:19:20: usw.,
01:19:20: das muss alles dann mitbedacht werden.
01:19:26: Als Mutter würde ich sagen, es ist unglaublich wichtig dass man zusammenkommt.
01:19:32: Dass man mit denen auf der anderen Seite zusammen kommt, dass man zum Beispiel zusammen Fußball spielt, das man irgendetwas zusammen unternehmen.
01:19:42: Damit wird diesem Rassismus die Spitze genommen und wir haben da in meiner Gesellschaft einen Saturationspunkt erreicht.
01:19:51: Der ist einfach ungleichlich.
01:19:54: aber so kleine So kleine Maßnahmen, auch so kleine Hinweise zum Beispiel.
01:20:04: Guck mal!
01:20:05: Wenn du diesen Schauspieler so toll findest weißt du wer dessen Vater war und das war dann vielleicht jemand von der anderen Seite?
01:20:12: Ich glaube da gibt es ganz viele Ansatzmöglichkeiten für Verständigung sich einzusetzen.
01:20:18: aber man muss kreativ sein denn es gibt natürlich sehr viele Kräfte die auch dagegen arbeiten Und Eltern, die jung sind, können doch da immer noch sehr viel vermitteln und weitergeben.
01:20:35: Danke!
01:20:41: Ich glaube, da fallen mir zwei Dinge ein.
01:20:43: Also einmal natürlich Kindern die Geschichte näher zu bringen... Und zum Beispiel zu erklären, wie der Antisemitismus funktioniert hat.
01:20:55: Wie das immer wieder dazu geführt hat dass ganze Volksgruppen unterdrückt worden sind und das kann man erklären.
01:21:06: Kinder reagieren, das stelle ich als Mutter immer wieder fest tatsächlich sehr stark auf das wie wir reagieren.
01:21:18: Wenn also unsere politischen Führer ganz entsetzliche Dinge tun oder sagen und wir darauf reagieren, dann hat das so eine Vorbildfunktion auch für Kinder.
01:21:33: Und sie erkennen darin wie man vielleicht anfängt einen Wandel herbeizuführen Hilft, wenn man darüber spricht – das hilft.
01:21:44: Wenn man darüber etwas lernt.
01:21:46: aber in den USA sehen wir ja zum Beispiel auch dass überhaupt nicht mehr vermittelt wird was eigentlich die bürgerlichen Rechte sind.
01:21:55: Aber wenn wir dann auch nichts mehr darüber hören, dass in diesem Bereich irgendwelche Aktionen gestartet werden Dann ist es nicht mehr so überzeugend für junge Reaktionen und ich glaube Wir müssen unseren Kindern das auch quasi vorleben.
01:22:11: Danke.
01:22:17: Ja, danke schön.
01:22:18: Amira möchtest du auch noch etwas hinzufügen?
01:22:21: Ja ich möchte dem hinzufügen und auf jeden Fall meinen Vorinneren zustimmen aber noch einen wichtigen Punkt ergätzen.
01:22:30: Ich glaube dass wir der Jugend beibringen müssen wie diese Entmenschlichung funktioniert Und wie man das auch unterbinden kann Und ich glaube, das gilt für die gesamte Welt.
01:22:51: Das ist nicht begrenzt auf den Iran, Israel und Palästina.
01:22:57: Das könnte man in Kuba oder Amerika sonstwo auch ebenso praktizieren.
01:23:03: Wie macht man das?
01:23:05: einem Mittel, das allen zur Verfügung steht.
01:23:08: Den Mobiltelefonen und den sozialen Medien.
01:23:12: Das was sie immer in den Händen halten.
01:23:14: Man sollte ihnen Zugang geben zu den Geschichten von echten Menschen wenn man jemand eine persönliche Geschichte erzählt.
01:23:29: Man erzählt einfach die eigene Geschichte und berichtet nicht darüber.
01:23:34: Stell dir mal vor, der Nitran Jao macht das und das!
01:23:37: Nein man sollte persönliche Geschichten zur Verfügung stellen... Das wirkt ganz anders, weil man dann feststellt, guck mal das ist ja ein ganz normaler Mensch.
01:23:50: Der hat auch eine Mutter einen Vater, eine Schwester und einen Bruder vielleicht?
01:23:55: Ich glaube, man sollte die Jugend stärker konfrontieren mit realen Geschichten, die das Leben geschrieben hatte um ihnen nicht nur die Nachrichten zu vermitteln, die sowieso auf CNN und anderswo gezeigt werden.
01:24:11: Sondern so eine Art Dokumentation über die Schönheit und Vielfalt von Ländern.
01:24:21: Das was die meisten Jugendlichen über Palästina sehen ist der Krieg.
01:24:28: Und was sie darüber wissen is', dass es die Hamas gibt!
01:24:31: und dass die sich alle gegenseitig töten.
01:24:35: Aber wenn man ihnen dann mal Dokumente in die Hand drückt oder ihnen links zeigt, wo sie sich auch Dokumentarfilme anschauen können, dann stellen Sie einfach fest wie interessant und wie schön Palästina ist landschaftlich und auch von der Geschichte her Und es hat so viele faszinierende Menschen auch zu bieten.
01:24:55: Es geht ja nicht immer nur darum das man in kriegerischen Auseinandersetzungen steht.
01:25:01: Danke schön an alle.
01:25:04: Ich glaube, das waren wirklich sehr, sehr starke Lebensgeschichten die ihr hier mit uns geteilt habt und ich blicke auf die Uhr und möchte dann auch nochmal an Max abgeben damit er das vielleicht zum Abschluss bringt.
01:25:27: Ja, ich habe im Hintergrund zugehört.
01:25:30: Hab mir die Fragen alle auch angeschaut und das war wirklich ein ganz großartiges Erlebnis.
01:25:38: Und ihr habt so viel auch davon gesprochen wie wichtig die Familie ist und und Ich glaube schon dass es auch sehr wichtig ist meine Mutter hat geschrieben so schockiert und betroffen davon.
01:26:00: Aber ich finde, dass so großartig diese drei herausragenden Frauen zu hören und denke wie privilegiert wir eigentlich sind hier in Deutschland zu leben frei von all diesen Sorgen.
01:26:14: aber Ich glaube, es ist wirklich auch so dass der emotionales Stress da damit verbunden ist diese Geschichte mit anderen zu teilen.
01:26:24: Der ist wirklich bewundernswert das ihr den auf euch nehmt und ich bin euch zutiefst dankbar.
01:26:32: und ich glaube wir haben noch ganz viele andere Fragen Auch so Fragen, wie der Frieden ganz konkret aussehen könnte im Nahen Osten beispielsweise.
01:26:44: Und wir haben darüber auch schon einen Webinar einmal veranstaltet welche konkreten Modelle sich hier anbieten würden.
01:26:52: das haben wir im November erst gemacht und das werde ich gerne dann auch noch mal teilen denn diese Geschichten und die geopolitische Lage führt ja letztlich natürlich auch dahin, dass man sich Gedanken darüber macht wie kann eine Lösung aussehen damit der Frieden tatsächlich sich einstellt und hält.
01:27:12: Aber heute war es unser Wunsch, einfach von euch zu hören und das wahrzunehmen welche Geschichten euer Leben geschrieben hat.
01:27:27: Und auch der Kommentar meiner Mutter bestätigt mich da drin und ich möchte langsam hier abschließen dieser Krieg und all die anderen Kriege bald beendet werden, dass unsere Regierungen die Kraft und die Weisheit finden sich hier zu verständigen.
01:27:49: Und damit entlass ich euch in den Abend und wünsche euch alles Gute.
01:27:56: Am kommenden Donnerstag werden wir zu einem ganz anderen Thema sicherlich einige schon wiedersehen.
01:28:02: Vielen herzlichen Dank auf Wiedersehen!
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