#262 „Soziale Arbeit und die extreme Rechte in europäischen Demokratien" (Deutsch)
Shownotes
Mit dabei sind: Prof.in Dr. Júlia Wéber, Projektleiterin der SoFRiED Forschungsverbunds und Professorin für Migrationsgesellschaft und Demokratiepädagogik am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg. Prof.in Dr. Christine Krüger, Professorin für Sozialwissenschaften und Qualitative Sozialforschung an der Hochschule Neubrandenburg am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung. Mag. Christoph Omann, Forscher und Dozent im Fachbereich Soziale Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten. M.Sc. Viktória Borda, Assistant Research Fellow und stellvertretende Leiterin des Departments für Community and Social Studies an der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Pécs. Ass. Prof. Dr. habil. István Sziklai, Sozialpolitiker und Hochschullehrer, außerordentlicher Professor an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Eötvös‑Loránd‑Universität (ELTE) und Leiter des Lehrstuhls für Sozialpolitik.
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00:00:00: Willkommen zur zweieinzehnt sechsten Ausgabe von your Calling.
00:00:04: Ganz besonders begrüßen Dank für unsere vier spannenden Gäste und die fast achtriert angemeldete Menschen aus ganz Europa, besonderen Dank auch an das Sophie-Team für diese Kooperation und die Idee für dieses Film all over Europe!
00:00:16: Mein Name ist Amelie Passmann und ich bin Mitarbeiter im Bereich der Calling und mutere heute Abend zu sein mit ihr Friguri von der Hochschule für Angewandte in St.Pölten.
00:00:25: Bevor es losgeht, dann ein paar kurze Hausten in den Ehe einer Seite.
00:00:28: Wie eben erwähnt werden wir heute ein Mix aus Deutsch und Englisch sprechen.
00:00:49: And back to German.
00:01:03: Wie immer, while you're calling, könnt ihr eure Fragen stellen?
00:01:06: Und die Fragen der anderen, dafür benutzen wir heute wie sonst auch Slides.
00:01:12: Stellt dort also gerne eure Fragen und bewertet die Frage der anderen.
00:01:15: Stell dort also gern eure Fragen bei fast acht Hundert anderen, denn nur so können wir bei fast Achthundert Anmeldungen die Frage stellen.
00:01:23: Ganz wichtig bitte schreibt doch euren Namen dazu!
00:01:25: Das ist viel schöner für mich wenn ich nicht andauernd anonymo-signal bin.
00:01:34: Bitte beachtet das.
00:01:36: Es waren schon die ganzen Hausmitteilungen, ich übergebe meine Komoderatorinnen Eva Grigoreen.
00:01:51: Vielen herzlichen Dank, Amelie für die Einführung.
00:01:55: Ich möchte auch alle hier anwesenden sehr herzlich begrüßen in diesem digitalen Raum und wir wollen wirklich gerne mit euch und Ihnen gemeinsam ein Thema diskutieren das uns alle sehr bewegt.
00:02:14: es geht nämlich um die extreme Rechte in der Sozialarbeit da Veränderungen bewirkt.
00:02:23: Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an das Europe Calling Team für die exzellente Vorbereitung, denn wir denken auch dass es ganz wichtig ist solche Formate nutzen zu können um die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse direkt in die Öffentlichkeit zu tragen und ich möchte unserem wunderbaren Team an dieser Stelle ausdrücklich danken Denn in einem Team zu arbeiten ist immer auch eine Bereicherung, es ist eine sehr intensive Zeit.
00:02:52: Und durch die Unterstützung der KollegInnen aus Deutschland, Österreich und Ungarn wären wir gar nicht da, wo wir heute stehen.
00:03:00: Also warum machen wir das eigentlich alles?
00:03:03: Ich möchte jetzt auch gerne die Präsentationen teilen und dann ein wenig mehr darüber sagen.
00:03:13: Da geht's los!
00:03:16: Dieses Projekt soziale Arbeit und die extreme Rechte in europäischen Demokratien entstand eigentlich aus der Erkenntnis heraus, dass das nicht mehr in Isolation stattfindet.
00:03:31: Wir wollten verstehen wie die extreme mittlerweile die Länder beeinflusst und die Demokratien auch beeinflust in Zeiten, in denen wir alle unter Druck stehen.
00:03:42: Ist die Solidarität in der Gesellschaft und über die Berufsgrenze in den Weg sehr wichtig?
00:03:50: Wir denken, dass diese Veranstaltung ein weiterer Schritt ist um die Netzwerkarbeit zu vertiefen.
00:04:00: Bitte weiter!
00:04:04: Ich möchte Zunächst nochmal die Struktur erläutern.
00:04:11: Wir haben unseren Vortrag in drei Teile untergliedert, im ersten Teil wird es um den politischen Kontext gehen.
00:04:18: wir wollen erklären welche Projektziele wir verfolgen, welche Methode wir anwenden und auch das Forschungsteam wird vorgestellt.
00:04:26: Im zweiten Teil geht es dann um Ergebnisse sowohl Quantitative als auch Qualitative werden vorgestellt Die Einblicke in die Auswirkungen der extremen Rechten in Deutschland, Österreich und Ungarn.
00:04:42: Und im dritten Teil geht es dann um die Sozialarbeit in Ungarn.
00:04:45: ein besonderes Schlaglicht werfen wir auf dieses Land.
00:04:49: Wir wollen in die aktuellen Herausforderungen die Perspektiven beschreiben und die Endprofessionalisierung in schwierigen Umständen.
00:04:58: insgesamt dauert diese Präsentation etwa seventy fünf Minuten.
00:05:02: da kann man sich etwas zurück Und anschließend, wie Amelie schon gesagt hat soll es auch in die Diskussion gehen und die Fragen werden dann direkt aufgegriffen.
00:05:12: Das heißt wir steigen jetzt ein und an dieser Stelle möchte ich Julia Weber das Wort erteilen, die die Koordinatoren dieses Projektes ist.
00:05:22: Julia bitte schön!
00:05:25: Ja ganz vielen Dank dass wir hier sein dürften.
00:05:29: auch von meiner Seite herzlich willkommen.
00:05:33: Good evening everybody!
00:05:36: Soziale Arbeit ist eine Profession, die sich nicht frei machen kann von den jeweiligen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in wohlfahrtstaatlichen Settings.
00:05:56: Und was wir in den letzten Jahren zunehmend sehen, ist eine Beteiligung der extremen Rechten.
00:06:11: Zu der Begriffsbestimmung komme ich noch etwas weiter im Verlauf an Regierungen oder auf der Bundesebene oder auf die Ebene von Regionen und Bundesländern.
00:06:27: Und das quasi die Frage aufwirft, wie lässt sich die professionelle Autonomie erhalten für die professionsoziale Arbeit?
00:06:42: Und wie kann eine soziale Arbeit treu bleiben ihren eigenen Werten im Sinne ihrer globalen Definition, die sich ja auf die Menschenrechte und auf die Selbstbestimmung von Menschen basiert ist.
00:07:01: In verschiedenen europäischen Ländern gibt es Wertestudien, die ja belegen auch für Deutschland die zunehmende Verschiebung in Richtung autoritäre ethno-pluralistische nativistische Positionierungen.
00:07:22: Und diese zeigen sich in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und werden auch in den Medien immer wieder berichtet.
00:07:34: Denken wir zum Beispiel an die Probleme, in der Schulekonflikte oder auch in verschieden anderen gesellschaftliche Feldern.
00:07:44: Auch die soziale Arbeit ist von diesen Einflussnahmen nicht unberührt da sie ja auch in den wohlfahrtstaatlichen Rahmenbedingungen quasi operiert und diese eine starke, solide quasi Basis für die Möglichkeitenräume.
00:08:11: Für professionelle Möglichkeitenräumen bieten.
00:08:13: lässt sich ja diese Frage stellen, inwieweit durch diese autoritären und nativistischen Positionen, die ja die Gleichwertigkeit aller Menschen in Frage stellen wie die soziale Arbeit herausgefordert wird.
00:08:32: Und wie kann sie ihre Standards und Werte erhalten in der konkreten Alltagspraxis?
00:08:40: Die Forschung zu diesem Thema in der sozialen Arbeit ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, während in Deutschland dazu eine sehr ausdifferenzierte Forschungslandschaft gibt mit empirischer Forschung in den letzten Jahren und auch mit vielen lokalen Tiefenbohrungen.
00:09:00: ist das Thema in Österreich noch weniger erforscht und in Ungarn ist unser Projekt das erste, was im Rahmen dieses Projektes dieses Thema erforsht.
00:09:19: Dann würde ich gerne die zweite Folie haben.
00:09:24: Vielen herzlichen Dank.
00:09:25: Unser Projekt ist ein Folgeprojekt aus zwei Studien in Deutschland, den Nordrhein-Westfalen und Meckenburg-Vorpommern.
00:09:34: Und im Sinne dieser Studien gehen wir auf die drei Fragestellungen sozusagen ein ob extremen Rechte Einflussnahmen auf die soziale Arbeit oder in der sozialen Arbeit wahrnehmbar sind.
00:09:50: Aussicht von Sozialarbeitern dann in der Praxis Und wenn ja, dann in welcher Form diese Einflussnahmen auftreten und wie die Praxis-, die Profession- und auch die akademische Disziplin der sozialen Arbeit wie Wissenschaftlerinnen und Forschenden mit diesen Einflussenamen umgehen.
00:10:15: Welche Antworten sie formulieren?
00:10:21: Unser Projektteam ist in Ungarn ein ganz großes Team.
00:10:28: Und an dieser Stelle möchte ich sehr, sehr herzlich die Koordination von Judith Kosmar bedanken, mich für die Koordination von Judith Cosmar bedanke, die dieses Forschungsprojekt in Ungarn auch selbst initiiert hat und uns eingeladen hat.
00:10:48: nach einer Publikation im Ungarischen Journal für soziale Arbeit Barbesit Dialog unter den fast vergangenen politischen Bedingungen war es nicht möglich, dieses Projekt an einer Universität anzusiedeln.
00:11:09: Deshalb insbesondere möchte ich auch die Rolle der Zivilgesellschaft hervorheben.
00:11:15: Die NGO Drei SZ war bereit unser Projekt sozusagen in Ungarn zu vertreten und Judith Cosmer hat als Geschäftsführerin von drei SS zusammen mit Katalin Zobuslei, unserer Kollegin der Universität Debrezern dafür gestimmt dieses Projekt zu starten.
00:11:41: Wir haben unsere Kolleginnen an den verschiedenen Universitäten hier anhand der Standorte visualisiert.
00:11:49: An dem Campus Niederkaser, der Universität Deblecen, an der Universitätssegel, an die Universität Prege und auch an der Jewish Psychological Seminary, dann der Universitet für jüdische Studien in Budapest.
00:12:06: Die beiden Professorin der Elte Universität Budapest, Anderatz und Istvan Sikle sind im ungerischen Beirat.
00:12:18: Und wir haben das Zweigepfüge österreichische Team mit Eva Griguori und Christoph Oman, der heute leider krank ist.
00:12:28: Das deutsche Team besteht aus vier Mitgliedern.
00:12:33: Professorin Krüger... Dr.
00:12:35: Erik Mülling an der Hochschule Neubrandenburg und Steffen Albrecht in der Projektkoordination, dass unser Weiradsteam ist auch aus allen drei Ländern.
00:12:51: und unsere Förderung erhalten wir von der Hans-Bürchler Stiftung das ist die Stiftungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Deutschland Die Forschungsethikkommission in der Deutschen Gesellschaft für soziale Arbeit, Sie haben uns im April letzten Jahres das Ethikvotum erteilt.
00:13:19: Was verstehen wir unter der extremen Rechten und der Professionalsituation von rechts in unserem Forschungsprojekt.
00:13:30: Das möchte ich nur sehr, sehr kursorisch hier ausführen.
00:13:36: Wir gehen auf das Verstandnis von Piro.
00:13:43: In der extremen Rechte lehnen wir uns an nämlich dass extrem rechte Positionen einerseits die populistische radikalen Rechten im Sinne einer illiberalen demokratischen Haltung und Positionierung beinhaltet.
00:14:04: Als auch in Deutschland den Begriff nutzen wir Rechtsextremismus, was sich ja explizit antidemokratisch und verfassungsfeindlich zeigt sozusagen legitimiert, um eben demokratische Institutionen abzuschaffen.
00:14:26: Das ist alles sozusagen im Innerhalb von diesem Dachbegriff Sammelbegriff zu verstehen und die sind vereint in dem Verständnis von Ungleichwertigkeit von der Unterstützung von Stategien, die Ungleichwertigkeit von Menschen sozusagen untergraben und auch rassistische, antisemitische und weiter diskriminierenden Positionen beinhalten.
00:15:01: Diese Positionierungen sind exklusiv.
00:15:09: Also diese radikale Exklusion, die quasi in mit diesen Positionen Handlungen und Haltungen einhergeht, steht diametral der Profession soziale Arbeit gegenüber.
00:15:22: Und geht in Konfrontation mit Pluralismus und eben Gleichfertigkeit.
00:15:34: Das führt auch dazu dass soziale soziale Probleme rassifiziert werden und formenden exklusiven Solidarität eben gelebt oder propagiert werden.
00:15:50: Es geht nicht um die Lösung von sozialen Problemen, sondern es werden einzelne oder Gruppen ausgeschlossen von Angeboten und auch von verschiedenen Dienstleistungen im Sinne einer exklusiven Solidarität, also Solidaritäts-, aber nicht für alle.
00:16:17: Wir haben uns die Frage gestellt und vorgenommen der Professionellisierungsprozesse eigentlich seit den Anfang der Profession immer wieder auch stärker oder weniger stark präsent sind.
00:16:39: Noch einmal konkret uns anzuschauen, welche zusätzliche Qualität kommt durch die extreme Rechte dazu?
00:16:48: Also es geht darum wo die ethisch begründete und die reflexive Praxis unterminiert wird, wo die professionellen Standards im Sinne der extremen Rechten unterminiert werden und wie diese Prozesse die Profession und ihre demokratischen Werte systematisch unterminieren.
00:17:19: Wir gehen dabei auf ganz viele verschiedene Positionen ein, die dieser Professionalität sozusagen in der europäischen Diskussion sozusagen ... In unserer Studie sozusagen gehen wir auf verschiedene Positionen aus Europa ein.
00:17:44: Hier möchten wir nur hervorheben dass es... Dass wir eben eine wertebasierte Praxis haben gehen davon aus, dass die Werte der sozialen Arbeit sozusagen beschädigt werden können.
00:18:01: Also keine weite Neutale Forschung betreiben und diese Deprofessionalisierung von rechts ist ein Prozess was durch die extremer Rechte in den letzten Jahren, Jahrzehnten auch noch mal stärker vonstatten geht und wir versuchen das herauszufinden, wie das konkret in der Alltagspraxis sich zeigt.
00:18:30: Die Anlage, die Methodologie ist ein Mix-Methodsansatz nach einem quantitativen Fragebogen was nahezu gleich ist.
00:18:43: in allen drei Teilnehmenden Staaten haben wir die letzte Frage gestellt, also im Rahmen dieses Frageburgens- und Sozialarbeitende bereit für ein problemzentriertes qualitatives Interview.
00:18:59: Und ausgewählte Sozialarbeiterinnen haben uns dann einen Interview gegeben.
00:19:06: Wir haben twelvehundertsechzig Menschen aus Deutschland, Sozialarbeitende deren Antworten wir auswerten konnten.
00:19:17: Aus Österreich haben wir und den Ungarn haben zwei hundred sieben achtzig Menschen diesen Fragebogen ausgefüllt, aus den verschiedenen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit.
00:19:31: Ungefähr zwanzig pro EU-Staat haben wir qualitative Interviews einbinden können.
00:19:39: die sind bisher noch nicht vollständig ausgewertet.
00:19:42: Wir sind mitten in der Auswertung Und in allen drei Ländern haben wir eine parlamentarische Dokumentenanalyse erstellen lassen, insbesondere zu der Parteien AfD, die in der Opposition in Deutschland agiert zu der FPÖ.
00:20:05: Die an den mehreren Bundesländern an der Regierung beteiligt ist und die zwei Parteien Miho-Sank rechts von Fiders und selbst auch die ehemalige Regierungspartei Fiders in Ungarn sind in diese parlamentarischen Dokumentenanalyse einbezogen.
00:20:25: Es sind verschiedene Dokumente, kleine Anfragen, Besprechungen von Gesetzen und auch verschiedenen Gesetzesentwürfe.
00:20:37: Die Verfassung selbst in Ungarn die ja insgesamt den Gegenstandsbereich der sozialen Arbeit betreffen.
00:20:47: Und all diese Daten werden dann noch mit einer Medienrecherche Ergänzt zu konkreten Vorfällen, die ja aus den Fragebögen oder aus den qualitativen Interviews nochmal quasi unterfüttert werden mit Medienberichten und online Berichten Social Media YouTube-Kanälen.
00:21:11: Die quantitativen Daten werden deskriptiv beschrieben und wir arbeiten mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach KUKA-Zredika an der Auswertung.
00:21:23: Wir haben uns vorgenommen, die Daten auch vergleichend auszuwerten.
00:21:31: Dafür nutzen wir eine eigens erstellte Heuristik, die die Makromeso- und Mikroebene berücksichtigt.
00:21:41: Dazu möchte ich an dieser Stelle nicht weiter was erzählen.
00:21:53: Danke schön, Julia für diesen ganzen Hintergrund und wir kommen jetzt zu der eigentlichen Darstellung aus den verschiedenen Ländern.
00:22:10: Und ich möchte jetzt abgeben an Christine Kühlgaar, sie leitet das deutsche Forschungsteam und Wikiborder die die Forscherin in Ungarn ist.
00:22:22: Die wird sich ebenfalls hier äußern.
00:22:28: Man ist leider krank.
00:22:35: Vielen Dank Eva!
00:22:37: Im zweiten Teil werde ich erst über unsere ersten Ergebnisse sprechen in Deutschland, auch in Österreich.
00:22:45: Das Sonne ist mittlerweile rausgekommen.
00:22:46: in Norddeutschland, das sieht man hier ein bisschen im Hintergrund war nicht geplant bis nicht so oft so in Nord-Deutschlands.
00:22:53: Hier wollen wir uns also auf die Sozialarbeit konzentrieren und auf die Einflüsse von der extremen Rechten.
00:23:00: aus internationaler vergleichende Perspektive wissen wir dass empirische Forschungen und gleich sich entwickelt haben in Europa.
00:23:10: In Deutschland haben wir eine Erweiterung der professionellen und akademischen Debatten feststellen können, in den letzten zehn Jahren sein etwa würde ich sagen international stellen wir fest dass die Forschungen der öffentliche Diskurs nach wie vor noch begrenzt sind.
00:23:26: Aber die empirischen Forschung, auf die wir zurückgreifen können.
00:23:30: Die geben an das Sozialarbeiter reagieren auf rechtsextreme Einflüsse mit schweigender Hinnahme, tacit acceptance.
00:23:38: Das heißt dass man oft eben mit Schweigen das Ganze hin nimmt und nicht zu sehr auf Konfrontationskurs geht.
00:23:47: Also das heißt nicht unbedingt, dass man sich über die Sache nicht bewusst ist bei den SozialarbeiterInnen.
00:23:52: Sondern dass man im Grunde des politischen Drucks zum Beispiel nicht offen reagiert, also schweigen als Strategie statt offener Konfrontation bei der Sozialarbeit.
00:24:05: hier in diesem Teil wird analysiert wie Sozialarbeiter in Rechtsextreme Einflüsse, in den verschiedenen nationalen Sozialkontexten.
00:24:19: feststellen, wahrnehmen in den verschiedenen Ländern und wie der öffentliche, öffentliche Sichtbarkeit des professionellen Widerstands, des beruflichen Widerstands erklärt werden kann.
00:24:31: Das sind wir jetzt also im qualitativen Bereich und auch im Bereich der quantitativen Daten.
00:24:36: Und hier wird deutlich dass die Berufsausüberungen hauptsächlich individuell reagieren Also oft auch auf nicht öffentliche Weise.
00:24:49: Schauen wir uns jetzt also die Daten direkt an, hier zunächst mal zu den quantitativen Daten.
00:24:56: wie Julia schon sagte haben wir hier SozialarbeiterInnen angesprochen.
00:25:00: online haben Fragen gestellt im Hinblick auf Ihr Verständnis und Ihre Wahrnehmung dieser Einflüsse an Ihrem täglichen Arbeitsplatz.
00:25:10: Unter anderem habe ich auch gefragt, in der Einrichtung in der Sie arbeiten ist man sich da bewusst über die extreme Rechte oder Rechtsaußeneinflüsse?
00:25:22: Und das waren die Antworten, die wir hier bekommen haben.
00:25:24: Wir haben diese Frage in allen drei Ländern gestellt.
00:25:27: Es ist sehr ungern grün dargestellt bei den Antworten dann Blau-Deutschland, Rot-Österreich.
00:25:35: Und Sie sehen das in Deutschland und Österreich die Antworten sehr ähnlich ausfallen.
00:25:41: In Ungarn stellen wir fest dass es Unterschiede gibt bei den Daten eintrittel der Sozialarbeiterinnen die wir gefragt haben.
00:25:49: Die stellen überhaupt kein Bewusstsein fest an ihrem Arbeitsplatz Also kein Bewusstsein über das Verhandensein von Rechtsextremer Tätigkeit.
00:25:58: Das ist der Überraschend für uns, wir erklären damit, dass die rechtsextremenden Ungarn normal geworden sind aufgrund der letzten sechzehn Jahre also aufgrund Der Amtszeit von Viktor Orban.
00:26:14: Diese Einflüsse können manchmal von den SozialarbeiterInnen gar nicht mehr identifiziert werden, gar nicht mehr festgestellt werden als solche.
00:26:30: Ja der nächste Folie bräuchten wir.
00:26:32: Danke.
00:26:35: Wir haben dann auch die Sozialarbeiterinnen gefragt ob sie wenn sie ein solches Bewusstsein am Arbeitsplatz festgestellt haben wie es sich dieses Bewusstseins manifestiert.
00:26:50: Hier sehen wir in den drei Ländern Reaktionen, die Sozialarbeiterinnen versuchen sich untereinander unter Kollegen auszutauschen über das Thema.
00:27:01: Das ist hier in der Mitte der Folie dargestellt.
00:27:04: Das sind die Strategien, denen man am ersten anwendet.
00:27:10: Das heißt, man diskutiert unter den Kolleginnen und Kollegen hier rüber.
00:27:14: Strategieren wir das Organisieren von Kampagnen oder öffentliches Auftreten und öffentliches Aussprechen dagegen?
00:27:24: Wenn man sieht gibt es nicht sehr häufig in den Ländern.
00:27:28: jetzt schauen wir uns mal an, was bei den Interviews herausgekommen ist.
00:27:34: Da haben wir also gefragt die Sozialarbeiterinnen und Arbeiter einerseits bei der Quantitativen Untersuchung teilzunehmen aber auch ein qualitatives Interview haben wir erbeden über ihre Erfahrungen am Arbeitsplatz Und so könnten wir ein bisschen besser uns mit den Strategien auseinandersetzen Solche Einflüsse in diesen Ländern ausmachen.
00:27:59: In Deutschland haben wir unterschiedliche Mission Statements, Leitlinien und Anleitungen die die deutschen Sozialorganisationen herausgegeben haben.
00:28:09: das deutsche Sozialsystem ist gut informiert über solche Einflüße und es gibt unterschiedliche Forschungsarbeiten zu diesem Thema.
00:28:18: wie wir ja am Anfang schon sagten in der Praxis oder auch in der Theorie Das würde ich vielleicht eher sagen, wissen wir wie wir in den rechtsextremen Entgegenstehen, Rassismus, Antidiskriminierung, Diskriminierung und ähnlichen Praktiken am Arbeitsplatz.
00:28:34: Aber die Empfehlungen sind noch weiße.
00:28:38: zeigen, dass das noch nicht dazu geführt hat.
00:28:41: Dass institutionelle Praktiken sich herausgebildet haben und das wird auch deutlich bei unseren ersten qualitativen Erkenntnissen.
00:28:50: Hier haben wir ein Interview wiedergegeben eine Sozialarbeiterin im Bereich der Pflege.
00:28:57: ich lese das auf Deutsch hier vor.
00:29:20: also
00:29:22: diese
00:29:22: ersten Ergebnisse haben wir auch in anderen Interviews festgestellt, dass das Interventionsparadoks vönisch zufolge.
00:29:32: Das heißt es gibt immer bessere wissenschaftliche Kenntnisse und Bewusstsein.
00:29:37: aber das führt nicht automatisch dazu, dass die berufliche Fähigkeit des Eingreifen sich dadurch erhöht wie das in diesem interview auch deutlich wird.
00:29:50: Es ist also so, dass unter den Berufsausüben in Deutschland mich nicht genau weiß wie man mit Vertrauen und angemessen diesen rechtsextremen Einfluss gegenübertreibt.
00:30:01: Manchmal gibt es spontanere Reaktionen, dass man erstmal versucht welche Räume, welche Möglichkeiten man hier hat bei der Sozialarbeit das eher individuell als insgesamt organisiert.
00:30:18: In Österreich ist das so, dass die Ergebnisse der qualitativen Daten zeigen.
00:30:23: Dass Sozialarbeiterinnen mit einer Normalisierung der Rechtsextremen zu kämpfen haben.
00:30:29: Insbesondere der FPÖ ist der Regierungspartei in mittlerweile fünf Bundesländern in Österreich Und die Träger der Sozialarbeit hängen ja oft von diesen Regierungen ab und finanziell kann da großer Druck ausgeübt werden.
00:30:46: Eine der Hauptgegenstrategien, die wir in Österreich ausgemacht haben ist Schweigen als berufliche Praxis.
00:30:53: Ich möchte auch hier ein Zitat kurz vorlesen – auch wieder auf Deutsch.
00:31:23: heißt also nicht, dass man das Problem nicht kennt oder keine Kompetenzen hier hat sondern dass man aus Strategie gründen sich nicht positionieren möchte.
00:31:33: Politische und Haushaltsaktionen sind ja hier die Regel.
00:31:37: insbesondere bei öffentlich finanzierten Organisationen ist der Druck groß.
00:31:42: sie versuchen es zu vermeiden politisch sich zu positionieren und das hört zu dem was wir schweigenden Widerstand nennen Das heißt, in der Praxis verändert sich nichts.
00:31:57: Obwohl man sich über das Problem bewusst ist wie es ja auch aus diesem Zitat deutlich wird.
00:32:04: politisch sensible Begriffe werden gar nicht verwendet in der Sprache und auch in den Anträgen nicht.
00:32:21: Jetzt ist das Mikrofon offenbar nicht mehr an?
00:32:27: Ja jetzt kann man nicht wieder hören.
00:32:36: Ja, also aus dem einführenden Bericht von Julia und unserer Projektbeschreibung ging ja schon hervor dass wir das ungarische Material besonders stark berücksichtigt haben.
00:32:52: Und wir haben ja jetzt vor genau einem Monat auch Wahlen gehabt in Ungarn.
00:32:58: die haben eine gewaltige internationale Wirkung erzielt und Aufmerksamkeit.
00:33:06: Und Ungarn ist tatsächlich auch als ein Exempel statuiert worden für einen sehr langen illiberalen Übergangsprozess, die Verwandlung in ein anderes Regime.
00:33:22: Und insbesondere im ungarischen Beispiel lässt sich sehr viel aufzeigen und in dieser Präsentation möchte ich jetzt nicht diesen ganzen Transformationsprozess von einem liberalen zu einem illiberalen Demokratie Konzept ungern darstellen, sondern möchte das viel mehr einordnen wie die ungarische Ergebnisse vielleicht zu bewerten sind.
00:33:51: Vielleicht kann man daran dann auch nachvollziehen, wie auch dieser Datenmangel zustande kommt.
00:34:03: Und wir haben ja eine sehr viel geringere Rücklaufmenge an ausgefüllten Fragebogen zum Beispiel aufverzeichnet.
00:34:12: Im empirischen Teil ging es also darum, zunächst einmal sich mit der Situation zwischen zwanzig, achtzehn und zwanzigh, fünfundzwanzig auseinanderzusetzen.
00:34:28: Wie das da in Ungarn gehandhabt worden ist?
00:34:32: Aber nun haben wir festgestellt, dass es nach Zwei-Tausendzehn tatsächlich auch gewaltige Veränderungen gegeben hat nachdem die Orban-Regierung übernahm.
00:34:46: Und hier ist dann auch eine qualitative Untersuchung notwendig geworden und wir haben versucht zu identifizieren, wie das Narrativ verändert wurde und wie die politische Orientierung im Bereich der Sozialarbeit der Genderfrage der sozialen Integration, der verschiedenen Gruppierungen in der Gesellschaft und so weiter sich verwandelt haben.
00:35:14: Und weil wir jetzt nicht wahnsinnig viel Zeit haben möchte ich auch nicht die einschlägigen Gesetzesänderungen hier vorstellen sondern einfach nur die Langzeit Tendenzen darlegen, die auch insbesondere relevant sind um dieses Berufsumfeld der Sozialarbeit zu beschreiben.
00:35:34: ein ganz wichtiger Aspekt ist die Zentralisierung der Macht gewesen und die Überlappung zwischen Staat, Volk und Regierung.
00:35:49: Das war so eine Art Patronals-Autokratie.
00:35:53: und dann diese Verfassungsänderungen nach dem Jahr zum Beispiel ein expliziter Übergang zu einer illiberalen Demokratie, die Kombination zwischen den christlich-konservativen Narrativen und dem Nationalismus.
00:36:15: Und über moralische und politische neue Bewertungen wurde dann auch die Sozialarbeit beschrieben.
00:36:25: Da wurden dann die traditionelle Familie Vordergrund gerückt und die LGBTQIA Plus Gruppen wurden komplett ausgeschlossen.
00:36:43: Covid-IX führte dann zu weiteren Veränderungen.
00:36:49: auch der laufende Krieg in der Ukraine, führten dazu das die Zentralisierung noch rascher Betrieb.
00:37:03: Für uns sind diese Entwicklungen sehr wichtig, aber man muss sich natürlich die Frage stellen wie diskursiv sich dann auch in der Sozialarbeit sich etwas verändert hat?
00:37:18: Nächste Folie bitte!
00:37:24: Was also dann immer deutlicher wurde in der Analyse als die Alltagsarbeit der Sozialarbeiter betrachtet, war dass das parlamentarische Narrativ und das institutionelle Narrativ gar nicht so weit voneinander abwichen.
00:37:48: Wir beschreiben hier linkerhand zunächst einmal die dominierenden Narrative.
00:37:55: viel hat mit einer Konditionalisierung der Sozialstaatleistungen zu tun, mit Moralappellen, die Unterscheidung zwischen den armen Menschen, die es verdient haben von denen die es nicht verdient haben.
00:38:14: Und dann haben wir auch festgestellt, dass ein Antigender anti-LGBTQIA plus Diskurs gepflegt wird und eine Individualisierung der Armut betrieben wurde.
00:38:40: Außerdem wurde besonders betont, dass Loyalität und Unterordnung gewünscht waren.
00:38:49: Und begleitet wurde das von politischen Neubewegungen wie einer Zentralisierung Entpolitisierung des beruflichen Sprachgebrauchs, der Selbstsensur.
00:39:18: All das fiel dann besonders auf.
00:39:21: in den Primären.
00:39:25: Quantitativen und qualitativen Ergebnissen stellen wir fest, dass es tatsächlich einen zunehmenden Druck für die Sozialarbeiter gegeben hat.
00:39:37: Eine Selbstzensur, eine Konfliktvermeidung angestrebt wurde.
00:39:48: politische oder strukturelle Probleme wurden versucht, in neutralerer Sprache darzustellen.
00:39:59: Und es wird nicht von struktüreller Armut gesprochen sondern von benachteiligten Kundinnen und Kunden und das eben auch gewisse... Kundengruppen gewisse Kommunikationsprobleme hatten und es führte also zu einer zunehmend polarisierten institutionellen Umgebung.
00:40:35: Es ging gar nicht mehr so wirklich um die soziale Arbeit, sondern politische Werte sollten einfach in die Funktionsweise der sozialen Arbeit mit eingegliedert werden.
00:40:49: Und diese Einbettung oder Eingliederung war ein ganz deutliches Ergebnis dieser... Interviews zum Beispiel.
00:41:06: Bei den Ergebnissen der Fragebögen betrachtet man natürlich die numerischen Ergebnisse normalerweise, aber ich möchte noch ein paar strukturelle Muster offenlegen, die sich aus dem ungarischen Material ergeben haben, obwohl manches natürlich auch den Ergebniessen in Österreich und Deutschland sehr entspricht.
00:41:29: also zunächst einmal die Endprofessionalisierung.
00:41:32: viele der Befragten sagen, dass es zu wenig professionell ausgebildete Sozialarbeiter gibt.
00:41:43: Dass es keine strukturellen und institutionellen Ressourcen in ausreichender Menne gibt, dass man in der Arbeit überlastet ist und das auch Unterbezahlung ein besonders... besonderes Merkmal ist.
00:42:03: Das deckt sich auch mit den Ergebnissen in anderen Ländern, dann aber der politische Druck in ungarischen Institutionen erwartet, dass man loyal gegenüber der Institution ist und eine Schweigekultur... beachtet und dass man heikle politische Themen einfach vermeidet.
00:42:30: Und innerhalb dieser Atmosphäre mussten zunächst einmal die Beschäftigten lernen, welche Themen überhaupt angesprochen werden durften und konnten und welche nicht.
00:42:41: Dann die sogenannte selektive Solidarität, die sich breit machte.
00:42:47: Die Kundinnen und Kunden, die Hilfe verdienten nicht verdienten, dass man besonders aufmerksam gemacht wurde auf Roma und LGBTQIA-Thematik.
00:43:05: Dann beschrieben viele Befragte auch eine moralisierende Form der Unterstützung.
00:43:15: Außerdem dann eine schwachen Schutz durch die Institutionen.
00:43:20: Sie fühlten sich allein gelassen mit ihren strukturellen Problemen in der Arbeit, sie fühlte sich hilflos und hatten den Eindruck, dass sie nicht wirklich die Probleme lösen konnten.
00:43:34: Alle diese Ergebnisse zeigen letztlich das sie eine geringere berufliche Autonomie haben Und das ergab sich sowohl aus den Quantitativen als auch den qualitativen Befragungen.
00:43:53: An dieser Stelle möchte ich unterstreichen, dass im Gegensatz zu Deutschland und Österreich in Ungarn Die extreme Rechte häufig nicht mit marginalen Akteuren in Verbindung gebracht wurde, sondern mit einer breiten national ausgerollten Politik.
00:44:16: Einer Richtungsweisung also.
00:44:18: der Einfluss kam nicht von außen, sondern er war bereits Institutionell und in dem regulatorischen Werk verankert.
00:44:29: Auf der nächsten Folie möchte ich noch mal kurz darstellen, wie die qualitativen Ergebnisse im Umgang gewesen sind.
00:44:38: Die qualitativen Interviews haben einen großen Mehrwert geschaffen für die Bewertung der ungewöhnlichen Ergebnisse.
00:44:47: Es wurden die gleichen institutionellen Muster natürlich auch besteht Aber man wurde auch gefragt, welche emotionalen Konflikte denn hier entstehen.
00:45:03: Und dabei ergab es, dass es eine Koexistenz gibt zwischen Widerstand und Anpassung.
00:45:12: Die Berufstätigen haben sich nicht selbst als absolute Wiederständler oder absolute Anpasser beschrieben sondern meist als ein Mischfigur.
00:45:27: Sie fanden das kritische Ding... die den Berufsetos nach wie vor sehr wichtig im Bereich der sozialen Arbeit, aber eben auch die Bedeutung von demokratischen und humanistischen Pferden dem Schutz der demokratischen Grundrechte.
00:45:51: in der Berufsausübung und der Möglichkeit an Protesten und Demonstrationen gegen die Regierung teilzunehmen.
00:46:03: Aber auch die Anpassung war klar zu erkennen, diesen Gesprächen, dass zum Beispiel Konflikte vermieden wurden.
00:46:12: Dass man sich selbst zensierte.
00:46:16: Dass eine Neutralität Position bezogen und als Überlebensstrategie eher versuchte berufliche Risiken zu vermeiden.
00:46:36: Und dann wurde aber auch immer wieder betont in den Gesprächen, dass die Institutionen keine Sicherheit.
00:46:46: und dass man sich da unsicher fühlte.
00:46:50: Die strukturellen Probleme waren so weit verbreitet, dass die einzelnen kaum eine wirksame Eingriffsmöglichkeit hatten um Probleme zu lösen.
00:47:03: aber auch mit Bezug auf politisch heikle Themen war es ihnen fast unmöglich Änderungen herbeizuführen.
00:47:15: Interessant war, dass nicht Resignation vorherrschte.
00:47:18: Denn die Identifizierung mit dem Beruf war immer noch ganz klar und insofern ist vielleicht das wichtigste qualitative Ergebnis diese Spannung an sich, die ungarischen Beschäftigten sind einerseits In einer verwundbaren Position fühlen sich manchmal gelähmt, aber stehen voll zu ihrem Beruf und das würde ich sagen ist ziemlich charakterisierend für die Sozialarbeit aktuell in Ungarn.
00:47:59: Und wir werden auch noch eingehen auf die sozialen und politischen Bedingungen in Ungarn.
00:48:09: Man wird sich jetzt natürlich auch die Frage stellen, in welche Richtung sich das in Zukunft entwickeln wird nach dem über eineinhalb Jahrzehnte illiberale Transformation umgesetzt worden sind?
00:48:26: Und dann sollte man natürlich auch den Praktikern das Wort erteilen.
00:48:34: Hier sind ein paar Zitate zusammengefasst, wo diese Überlebensstrategien auch sehr eindrücklich dargestellt sind und aufgrund der begrenzten Zeit werde ich das jetzt nicht hier laut vortragen.
00:48:49: Ich glaube, dass stärkste Zitat werde ich allerdings doch hervortragen Wir stehen nicht auf, wir halten nicht zusammen.
00:48:57: Wir warten nur darauf dass jemand anders etwas tut und das beschreibt perfekt die Sozialarbeiter und deren Wahrnehmung ihrer Chancen in Ungarn.
00:49:13: Und auf der letzten Folie, zu der ich etwas sagen möchte, möchte ich folgendes erklären.
00:49:20: Das ist ein Foto das so ein bisschen symbolisiert wie der berufliche Widerstand zu verstehen ist.
00:49:28: die Menschen in diesem Raum sind Sozialarbeiter, die tatsächlich ihre Expertise beigetragen haben und sich einsetzen wollen für die soziale Gerechtigkeit und die ein sozialpolitisches Reformprogramm für die Oppositionspartei mit erarbeitet haben.
00:49:52: Und sie haben sich hier aktiv engagiert, haben aber versucht in der Öffentlichkeit ihrer Anonymität zu bewahren.
00:49:59: Deswegen sieht man sie nur von hinten.
00:50:02: Da ist nie ein Foto von vorne gemacht worden zum Schutz dieser Einzelpersonen.
00:50:08: Denn Sie befürchten eben potenziell verfolgt zu werden persönlich oder im Beruf oder in der Institution, in der sie tätig sind.
00:50:19: Und ich glaube dieses Bild ist sozusagen stellvertretend zu verstehen für die ambivalente Position dieser Gesprächspartnerinnen den demokratischen Willen einerseits und die Furcht vor der institutionellen Macht.
00:50:39: Dankeschön!
00:50:47: So, dann kommen wir zum zweiten Teil jetzt von mir.
00:50:54: Wir haben hier das gemeinsame Paradox, dass sich in allen drei Ländern zeigt, obwohl wir es hauptsächlich auf die Unterschiede hingewiesen haben.
00:51:02: aber es gibt ja etwas was überall unter SozialarbeiterInnen offenbar verbreitet ist mit kleinen Unterschäten von Land zu Land und dafür dazu, dass das eine kollektive Organisationelle oder öffentliche Form des Widerstands eigentlich selten zustande kommt.
00:51:26: Der rechtsextreme Einfluss auf die Sozialarbeit manifestiert sich weniger durch offenes ideologisches Angleichen oder Gleichmachen als durch indirekten Zwang auf das professionelle Handel und den Handlungsspielraum.
00:51:40: Die Professionalisierung wird also nicht auch von oben auferlegt, sondern wie schon gesagt durch politischen oder organisatorische Druck der dann auch reproduziert wird innerhalb des Gebildes oder der Einrichtung durch entsprechende Praktiken, Durchschweigen und Vermeidungsstrategien.
00:52:04: In allen drei Kontexten aus in allen drei Ländern stellen wir fest, dass es eine Wahrnehmung der rechtsextremen Ideologien und Politik gibt, die relevant sind für den Bereich der Sozialarbeit, das wird wahrgenommen.
00:52:21: Aber Engagement oder solche rechtsextremen Einflüssen gegenüber bleibt fragmentiert, individualisiert und meist informell und intern.
00:52:35: schweigen und vermeidung ist also... was hauptsächlich professionell als Antwort gegeben wird und das sehr schwierigen politischen Bedingungen.
00:52:46: in Deutschland gibt es einen Diskurs, aber ist nicht so ganz weit verbreitet.
00:52:51: In Österreich hat sich das Rechtsextremen ein bisschen normalisiert.
00:52:56: und den Ungarn haben wir festgestellt wozu dieser autoritäre Druck auf die Sozialarbeit geführt hat denn er ist schon seit weit über einem Jahrzehnt in Ungarn jetzt gegeben hat Und die organisationelle oder öffentliche Kritik bleibt der Ausnahme.
00:53:13: Das gilt für alle drei Länder und wir stellen auch fest, dass das Schweigen in der Sozialarbeit die Interaktion zwischen rechtsextremen Politikern, Sozialstaatsstrukturen und professionellen Mandaten widerspiegelt.
00:53:29: miteinander im Konflikt stehen hier.
00:53:32: Und das ist mehr der Grund für das Handeln, dass man hier feststellt als Ignoranz oder Passivität ist in der Regel nicht so.
00:53:39: Vielen Dank!
00:53:43: Danke für diese Einsichten.
00:53:45: und jetzt haben wir also festgestellt, dass es nationale Unterschiede gibt aber das doch sehr ähnliche Reaktionsmuster gibt.
00:53:56: Ein Land allerdings ist das Hauptalgenmarkt unserer Forschungsarbeit in der Bedingung für die unabhängige Sozialarbeit, sind stark eingeschränkt worden in diesem Land im Ungarn.
00:54:07: Jetzt kommen wir also zum Teil drei hier unseres Seminars und wollen die Lage den Ungarn genauer betrachten.
00:54:16: Siklai kommt jetzt zu Wort, als der politische Freude unser Projekt unterstützt ist in unserem Beirat und wird über die Herausforderungen im Perspektiven für eine demokratische Reprofessionalisierung des Sozialarbeiterberufs in Ungarn sprechen.
00:54:34: Vielen Dank.
00:54:34: erst mal möchte ich euch alle aus Ungarn aus Budapest begrüßen.
00:54:38: wir haben jetzt eine neue Regierung Und das sind wirklich frohe Botschaften, dass jetzt ein unabhängiger Minister für das soziale zuständig ist.
00:54:52: Ein Neustart scheint es ja jetzt also zu geben.
00:54:56: Das hoffen wir zumindest.
00:54:57: in meinem Vortrag möchte ich jetzt zunächst einmal einige Überlegungen vortragen zur Sozialpolitik der letzten Jahr über einem Jahr, des letzten weit über einen Jahr sehend Und dann möchte ich kurz über die Sozialarbeit sprechen, welche Erfahrungen damit man hier gemacht hat.
00:55:20: Und dann im dritten Teil werde ich über die mögliche Zukunft sprechen.
00:55:24: also möchte sagen was wir uns das wünschen würden welches neues Denken strategisch gesehen welcher strategischen Säulen auch wird.
00:55:33: hoffen dass er richtet werden.
00:55:37: so Wir lebten ja in einer und da stellen wir fest, dass es eine neue Definition des Begriffs Soziales gegeben hat.
00:55:52: Also die Verwendung – das war das Sozial – hat sich geändert.
00:55:56: Die Konnotation hat sich verändert.
00:56:00: Das hört er sich an nach sozialistischer Partei, der kommunistischen Ära.
00:56:08: Diese Zeit hat ja bei uns eine negative Konnoziation.
00:56:12: Das heißt, das Wort war also abwertend und in der letzten Regierungszeit haben sie auch ein neues Wort für unseren Beruf erfunden Oder haben sie nicht noch versucht, sondern haben tatsächlich einen neuen Begriff eingeführt.
00:56:29: Sie gehen eher von der Pflege aus.
00:56:31: Pflege ist jetzt eher das Wort, dass jemand anders pflegt oder ihn betreut.
00:56:36: so richtig übersetzt ins Englische oder Deutsche kann man es eigentlich gar nicht.
00:56:42: Wir müssen also übergehen von einem strukturellen Problem zu dem individuellen.
00:56:49: Das hat ja meine Kollegin wirklich gerade ausgeführt.
00:56:54: Und dann gab es mal Realisierungen und die Opfer wurden verschuldig befunden.
00:57:04: Es gab auch Missbräuche innen gegenüber, und es ist auf jeden Fall schwer das hinzunehmen wenn man Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter ist.
00:57:20: Und das heißt, dass die Opfer verschuldigt gehalten wurden.
00:57:23: Dass er jetzt setzte also die strukturelle Analyse.
00:57:26: bei uns und in anderen Ländern hat man ja auch Konnotationen in diesem Beruf und hier hat man festgestellt, die vom internationalen Ausgängen von den Dokumenten der UN oder der EU, auch Menschenrechtsansätze in den Übereinkommen.
00:57:48: Dass man die herausdrennte aus unserem Beruf, auch aus dem öffentlichen Diskurs.
00:57:55: Auch sie wurden negativ besetzt diese Begriffe.
00:57:58: und dann ist noch wichtig dass sich der Staat bzw.
00:58:02: die Zentralregierung zurückgezogen hat als Förderer der Sozialdienste und der Sozialpolitik.
00:58:13: Die Daten zeigen das, auch die von Eurostat oder der ÖCD.
00:58:18: Da wird deutlich, dass es deutliche Kürzungen gegeben hat bei den sozialen Ausgaben bei uns.
00:58:24: Aber es gab nicht nur Kürzen aus den Jahreshaushalten sondern viele Gelder wurden noch umgewidmet, wurden für andere Bereiche ausgegeben eine Umverteilung sozusagen.
00:58:43: Also vom kleineren Stück des Kuchens, also den Sozialthemen, schnitt man nochmal ein Stück ab und leitete dieses Geld dann weg, also weg von denen die Armwaren das gebraucht hätten hin zu denjenigen, die mittleres oder hohes Einkommen in der ungeröschen Gesellschaft hatten.
00:59:02: Das hat sich in vielen Bereichen gezeigt bei den Verwaltungsvorschriften, bei den Gesetzen, die erlassen wurden.
00:59:09: alles zielte darauf ab.
00:59:13: Stellen wir fest, dass die Sozialpolitik ein Werkzeug zur politischen Kontrolle geworden ist.
00:59:22: Die Regierung hat die Politik für sich genutzt, für die Legitimisierung ihrer Politik aber nicht für eine wirkliche Umverteilung.
00:59:40: Die Folgen, die es dann hier gab und spüren im Beruf der Sozialarbeiterin ist, dass eben es eine starke Deprofessionalisierung und ein Verlust an Autonomie gegeben hat.
00:59:58: Also Deprofitionalisierung das bedeutet das Ausbildungsniveau oder wie soll ich's ausdrücken?
01:00:09: Die unterschiedlichen Lebensläufe die die Sozialpädagogen, SozialarbeiterInnen usw.. hatten, die waren immer weniger anspruchsvoll.
01:00:24: Weniger Pädagogen, weniger Leute, die wirklich ausgebildet waren in dem was notwendig war.
01:00:31: Diejenigen, die diese Ausbildung hatten, fanden eigentlich keinen Arbeitsplatz mehr an diesem Beruf mit weniger Qualifizierten besetzt worden.
01:00:40: Der Verlust der Autonomie dann also berufliche zusammenarbeiten, auch mit NGOs zum Beispiel oder auch Universitäten.
01:00:51: Das alles wurde schwierig in ganz Ungarn im Bereich der Sozialarbeit und der Sozialpolitik bzw.
01:00:57: der sozialpädagogischen Programme.
01:01:01: Alle in diesen Berufen standen vor diesen Problemen.
01:01:06: Und dann als nächstes kam es auch zu einer großen Fragmentierung, die ich sehr aufgeschrieben habe.
01:01:15: Ich weiß nicht ob ich es nur so sehr, aber ich denke das ist eigentlich der schwierigste Bereich.
01:01:21: Das was am härtesten zu ertragen ist wenn wir feststellen dass es einerseits diese Solidarität gibt von der Wege gesprochen hat Aber dass es trotzdem eben diese Fragmentierung bei uns gibt Dass es die ethischen Spannungen gibt Kirchenbasierte und nicht-kirchenbasierten Pflegeangebote miteinander im Wettbewerb stehen, die alle aber Schwierigkeiten haben, Finanzierung zu bekommen.
01:01:50: Wenn man denselben Dienst anbietet zum Beispiel für Obdachlose dann ist es so dass wenn eine kirchenbasiert Organisation ist, dann ist man per Gesetz von der Zentralregierung nicht nur zugelassen, sondern man bekommt per Gesetz auch mehr Geld und für die selbe Arbeit, für dieselbe Zielsetzung.
01:02:16: Und zwar über dreißig Prozent mehr Geld bekommt man da, Dreißig drei Nullen wenn man kirchenbasierte Pflege leistet.
01:02:30: Das bedeutet auch hier wieder eine Art Manchmal versteckte, aber manchmal auch sichtbare Spannungen, die da entstehen zwischen den unterschiedlichen Trägern.
01:02:48: Und dann kam es auch zu einer Schwächung der Partnerschaften, die wir hatten mit anderen Diensten im Sinne des Menschen also Gesundheitsversorgung zum Beispiel Bildung oder auch Arbeitnehmersektoren und das nicht nur Weil die Terminologie, das war der Sozial sich jetzt geändert hatte.
01:03:10: Nein!
01:03:10: Das war etwas viel Allgemeineres was man da feststellte in ganz Ungarn und die Sozialarbeiterinnen hatten immer mehr Arbeiten überhaupt Teamwork noch zustande zu bringen wie wir hier schon gehört haben.
01:03:29: Es ist alles viel viel schwieriger geworden als es davor der Fall war.
01:03:33: Es gab immer größerwertende Dilemmas unter diesem antidemokratischen Druck und es gab auch immer mehr Frustration.
01:03:45: Weki hat darüber gesprochen, die anderen haben vor mir gesprochen.
01:03:50: Es kam häufig zu Burnouts.
01:03:57: Außerdem können wir auch wenig im Bereich des Empowermenten der Befugnisübertragungen arbeiten.
01:04:08: Das Ergebnis des Ganzen ist, dass wir im Laufe der letzten anderthalb Jahrzehnte einerseits einen immer größeren Sozialbedarf hatten.
01:04:25: Dass das Sozialbedarf auch immer komplexer wurde, dass aber die Bedingungen für wirklich ethische Berufsausübung immer schlechter wurden.
01:04:34: Wir haben hier den nächsten Folie.
01:04:36: Hier wenden wir uns der Zukunft zu die wir uns erhoffen und für die wir eigentlich auch bereit sind.
01:04:44: Hier sehen Sie, wir versuchen innerhalb von drei strategischen Säulen zu denken.
01:04:55: Zuerst sollten wir wie wir schon gehört haben wieder die professionelle Autonomie erreichen das heißt verstärkte ethische Standards versteckte Arbeitsnormen, nachweisbasierter Politik brauchen wir statt moralisierender Politik und Geschichten, die die Leute erzählen können.
01:05:21: Ich denke das in der Praxis nicht nur in der Theorie sondern in der praxis wirklich Sozialarbeit bekommen sollten innerhalb von staatlich anerkannten Berufs Körperschaften stattfinden oder Berufen stattfinden.
01:05:42: Dann müssen wir die institutionelle Resilienz- oder Widerstandsfähigkeit stärken und dafür brauchen wir auf jeden Fall nachhaltigere Finanzierung mit Indexierungen, mit fairen Gehältern.
01:05:59: Wer bedeutet hier das?
01:06:04: Sie sind im Vergleich mit dem nationalen Durchschnitt, damit denen die in der Bildung oder im Gesundheitssektor arbeiten.
01:06:12: Außerdem muss auch Bildung von hoher Qualität wieder zustande kommen.
01:06:18: eine gute Ausbildung an den Universitäten oder auf der mittleren Ebene das ist das was wir brauchen.
01:06:37: Wir müssen auch sektorenübergreifende Partnerschaften wieder neu aufbauen.
01:06:41: Wir brauchen unterstützende Organisationen, was mit die Meteorologie angeht.
01:06:46: Was die Analysen angeht?
01:06:54: Da brauchen wir die richtigen Entscheidungen der Politik.
01:06:57: jetzt.
01:06:59: und dann habe ich hier noch den dritten Punkt.
01:07:00: Die Dritte Säule, die gesellschaftliche Ebene, hier gesellschaftlicher Anerkennung unseres Berufs.
01:07:07: Wir sind keine ehrenamtlichen Helfer.
01:07:10: Wir haben nicht einfach nur ein großes Herz.
01:07:13: Nein Sozialarbeit ist ein Beruf und wir müssen auf jeden Fall weder die sozialen Probleme auch die politische Agenda bringen.
01:07:28: Sie müssen weder öffentlich sichtbar sein, es muss dafür öffentliche Rechenschaftspflicht geben dem Mitglieder der ungarischen Gesellschaft Verstehen manchmal das Ganze nicht so richtig, weil sie keine richtigen Informationen bekommen über die Armut in Ungarn oder darüber was mit den Sozialdiensten mittlerweile geschehen ist.
01:07:52: Diese öffentliche Rechenschaftspflicht müssen wir wieder einführen und außerdem müssen wir versuchen andere zu erreichen.
01:08:00: Wir müssen dieses Gemeindeengagement wider pflegen.
01:08:05: Wir müssen die sozialen Themen wieder neu definieren müssen uns überlegen, wie wir diese Begriffe neu definieren.
01:08:18: Und was wir hier eben gerne hätten, wäre, dass man wieder auf eine Ebene kommt in der Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden.
01:08:29: Das ist notwendig!
01:08:30: Wir brauchen sie auf der politischen Ebene und auch die nationalen Ebene, aber auch auf der Gemeindeebene der Organisationen, der Sozialarbeit.
01:08:49: Das alles brauchen wir auf jeden Fall und das brauchen wir alles gleichzeitig.
01:09:04: Was vielleicht die wichtigste Botschaft ist, dass sich ergibt aus unserer Vergangenheit, ist, Die Frage haben wir jetzt genügend Stimmkraft, genügende Machter um dem was geschehen ist entgegen zu treten.
01:09:29: Die Sprache legt ja fest wer etwas verdient und wer nicht?
01:09:36: Und da man diese Begriffe eingeführt hat die einen der es verdienen den anderen die es nicht verdienen besteht jetzt ein höheres Risiko der Ausgrenzung Obwohl es gar nicht so einfach ist, das genau zu analysieren.
01:09:51: Denn ja die Erfahrung in Ungarn oder die Daten über Armut, die wir bei uns haben also ausgehend von der Eurostat-Methode, diese Daten geben die Lage nicht korrekt wieder.
01:10:06: und dann ein weiteres Thema Sozialarbeit muss sich auf die Seite des ethisch richtigen Stellen.
01:10:19: Glaubensgestützte Organisationen und nicht glaubungsgestütze Organisationen müssen beide wieder solidarisch werden.
01:10:30: Und man muss auch wieder mit einer deutlichen Stimme sprechen, wir müssen wirklich eine Stimme in der Öffentlichkeit bekommen, sodass wir unsere Thermologie verwenden können.
01:10:40: Sodass wir informieren können über unseren Beruf und das sind die Schlüsselstrategien in dieser Hinsicht, die Repolitisierung des sozialen Themen.
01:10:50: Vielleicht können wir auch sagen dass wir auf der einen Seite uns an die gesamte Gesellschaft wenden müssen.
01:10:57: Sie alle müssen wieder unsere Narrative, unsere Terminologien und so weiter übernehmen.
01:11:03: aber gleichzeitig brauchen wir eine Repolitisierung und das meine ich so dass sich damit ausdrücken möchte Wir sollten unsere professionelle Autonomie unserer professionelle Stimme und auch unsere eigene Anerkennung wieder zurückerobern.
01:11:21: Wir müssen unsere Berufsbünde oder Verbündnisse auch wieder stärken.
01:11:29: Und ansonsten ist es so, dass natürlich sich das Ganze nicht von einem Tag auf den anderen ändern kann aber, dass tatsächlich jeden Tag ethische Praxis an den Tag gelegt wird.
01:11:45: Das ist etwas was wir anstreben sollten und auch unter dem Druck, unter dem wir eben stehen.
01:11:51: Vielen Dank.
01:11:53: Hier habe ich noch ein letztes Bild, ich weiß nicht wer jetzt hierzu noch etwas sagen möchte.
01:12:00: Ich würde im Prinzip das Wort abgeben.
01:12:02: Das ist auf jeden Fall ein Bild von der Pride Parade im letzten Jahr in Budapest und diese Parade hat ja eine sehr interessante Geschichte also wie sie organisiert wurde über die Regierung dass eigentlich verhindern wollte Und dann wurde es eine massive Protestveranstaltung.
01:12:26: Ich denke, ja eigentlich ist das so dass alles was sich gegen die sozialen Probleme wendet geht in diese Richtung und mir gefällt dieses Bild hier eigentlich sehr gut.
01:12:40: Vielen Dank!
01:12:48: Vielen Dank für diese wichtigen Einblicke in die Situation im Umgangsmoment.
01:13:00: Jetzt sind wir hier wieder im Plenum.
01:13:03: Jetzt haben wir das gesamte Panorama des Projektes gesehen, Theorie, Praxis, Situation in Ungarn und die Analysearbeit läuft natürlich noch.
01:13:14: Wir haben das Projekt noch nicht abgeschlossen.
01:13:16: Ende Januar nächsten Jahres wird es abgeschlossen Und dann wird das natürlich auch veröffentlicht, auch antologienenglischer Sprach Und da wird man dann all die Ergebnisse nachlesen können.
01:13:31: Ich glaube, jetzt ist es für uns alle ganz wichtig in den Dialog zu kommen mit Ihnen allen.
01:13:39: Denn das ist natürlich in solchen Zeiten auch ganz wichtig über die Grenzen der Länder hinweg und über die Berufsgrenzen hinweg im Kontakt zu stehen.
01:13:54: Amelie!
01:13:55: Danke schön.
01:13:57: Ich werde mal auf Deutsch drüber schwenken, da die höchst gewohntesten Fragen auch auf Deutsche sind und ich habe gerade nochmal den Link in den Chat gepostet.
01:14:09: also stellt gerne noch weiterhin Fragen.
01:14:13: Am höchsten gewotete Frage betrifft nicht ganz den Kern der Studie, aber ist vielleicht trotzdem interessant auch da ja verschiedene Hochschulen und Universitäten hier zusammenkommen in dieser wissenschaftlichen Gruppe.
01:14:28: Und die ist nämlich auch von Studentinnen aus der sozialen Arbeit gefragt.
01:14:31: also das schon wieder sehr passend.
01:14:33: Die Frage ist was können Studierende oder Lehrende an Hochschule machen wenn andere Studierenden Kolleginnen, rechte Ideologien vertreten und es nicht möglich ist diese Haltung zu verändern.
01:14:47: Also wie vielleicht auch Tipps aus dem Alltag?
01:14:51: Wie geht man damit um und wie begegt man diesen Leuten wenn es eben selbst im wissenschaftlichen Raum ja diese Haltungen gibt?
01:15:00: Ich weiß ich, wenn vielleicht Julia oder Christine auf Deutsch anfangen wollen dann können die anderen noch die Interpretationen hören.
01:15:07: Ja, ganz vielen herzlichen Dank für diese sehr wichtige Frage wo es um den Umgang geht.
01:15:11: Das ist ja auch unser Fokus.
01:15:14: wie geht man mit diesen Einflussnahmen um?
01:15:16: Und ganz wesentlich ist es dieser Einflussenamen an der eigenen Hochschule nicht als Einzelfall wahrzunehmen sondern in den großen Kontext einzubetten und diese Einflußnahmen zu de-individualisieren.
01:15:33: und das bedeutet auch an den Hochschulen sozusagen Gremien am besten gefunden werden sollten, gegründet werden sollten wo diese Problematiken verhandelt und behandelt werden können.
01:15:50: Also Hochschulleitung Hausordnung Leitlinien ganz konkrete Ansprechpersonen fürs Thema Antidiskriminungsrat und ähnliches eine konkrete Zuständigkeit aufbohren.
01:16:04: Wer ist für dieses Thema zuständig und wie geht die Hochschule als Institution mit diesen Einflussnahmen um an den verschiedenen Ebenen, sowohl Hochschulleitung als den unterschiedlichen Fachbereichen-Instituten?
01:16:20: Und dann gibt es ja Möglichkeiten sozusagen zum Beispiel das Hausrecht auszusprechen oder verschiedene Leitlinien durchzusetzen.
01:16:31: Allerdings gab es ja auch mehrere Hochschulen in Deutschland, die solche Kämpfe schon auch durchgekämpft haben und auch Handlungstategien publiziert haben.
01:16:43: also wir haben jetzt schon zum Beispiel eine wichtige Expertise der Hochschule BT-Kontos vorlegen.
01:16:54: wichtig anzumerken, dass das Recht auf Bildung ein sehr hohes Menschenrecht ist und auch politische Positionierungen können.
01:17:03: Niemandem sozusagen von einem Abschluss abhalten.
01:17:08: also hier gibt es große Diskrepanzen wie man mit einer Person zum Beispiel aus der organisierten extremen Rechten Szene umgehen kann.
01:17:19: ich gebe gerne weiter an Kristina
01:17:24: Ich habe quasi fast nichts hinzuzufügen.
01:17:27: Wir weisen gerne auf das Handlungskonzept der Meteorokotbus, die sich als erste Hochschule auf den Weg gemacht hat, was Julia jetzt gezwiert hat zu institutionalisieren.
01:17:38: und zum einen gibt es natürlich das Recht auf Bildung und das kann aber vor allem bei extremen rechten Studierenden, die vielleicht auch organisiert sind in manchen Fällen dann ein Widerspruch stehen zur anderen Studierende Die auch ein Recht haben auf eine Hochschule als diskriminierungsfreien Raum,
01:17:54: auch einen
01:17:55: Ort der Wissenschaft und nicht nur der Meinung würde ich mal sagen.
01:18:02: Aber in Deutschland haben wir da mittlerweile Erfahrung mit.
01:18:05: für die soziale Arbeit, würde ich mir wünschen dass wir das schaffen an den entsprechenden Fachverbänden das weiter auszubuchstabieren weil es tatsächlich auch den professionellen Kern der sozialen Arbeit berührt.
01:18:18: menschenfeindliche Äußerungen
01:18:31: Victoria, would you like ... möchten Sie dem noch etwas hinzufügen?
01:18:41: Aber wir können auch natürlich gleich zur nächsten Frage kommen und vielleicht in Verbindung mit dieser Frage.
01:18:49: Da gab es noch eine andere von Sophia zu den Kommunikationsstrategien haben wir ja sehr viel darüber gehört, dass eine Endpolitisierung stattfindet.
01:19:08: Dass man eine Selbstsensor vornimmt?
01:19:12: Gibt es hier vielleicht auch irgendwelche Leitlinien oder Ratschläge die man da befolgen könnte?
01:19:22: Ja also im ungarischen Fall konnten Studiengruppe kein Beispiel dafür finden, dass es da gewisse Leitlinien gäbe für die Institutionen.
01:19:46: Aber manche Manager sind da schon aktiv.
01:19:51: Es hängt also sehr von der Leitung der Institutionen ab und manche haben es einfach streng verboten, dass eine stigmatisierende Sprache verwendet wird oder eine diskriminierende verwendet wird.
01:20:06: Aber das hat etwas zu tun mit ethischen Normen, die im Grunde genommen im Rahmen der allgemeinen Werte der Sozialarbeit gelten sollten.
01:20:20: aber es gibt keine allgemeingültige Norm hierfür.
01:20:25: Das ist der ungarische Fall über den ich hier referiere natürlich.
01:20:31: Gibt's dem noch etwas hinzuzufügen aus dem deutschsprachigen Raum?
01:20:42: Ich würde ergänzen, dass wir auch schon in verschiedenen Publikationen und in den verschiedenen Foren dafür plädieren.
01:20:50: Dass wir eine bundesweite idealerweise eine europaweite Monitoringstelle brauchen um die Ausmaße dieser Einflussnahmen sozusagen überhaupt erstmal eng zu fangen klarzumachen und auch deutlich zu machen.
01:21:06: Es lässt sich viel einfacher argumentieren, die Finanzierung für den Umgang mit den Einflussnahmen sozusagen herbeizuführen wenn es tatsächlich deutlich sichtbar wird was abgeht weil die Ausmaße dieser Einflußnahmen sind für viele Fachkräfte in der sozialen Arbeit, die ja sehr oft sie wir gesellschaftlich organisiert ist mittlerweile existenziell gefährdend.
01:21:37: Wir dürfen nicht es darf nicht in Vergessenheit geraten werden dass jeden Tag demokratische Standards verteidigt werden müssen und gegen Angebote Themen Einrichtungen und Adessatinen wie Fachkräfte tagtäglich tätliche Angriffe gemacht werden, gezielt strategisch vorbereitet und durchgeführt werden.
01:22:07: Diese reichen bis zu Angriffen und nicht nur sozusagen körperlicher Gewalt sondern auch verschiedenste Formen von sozusagen Gewalttaten, die im Bereich des Strafrechts schon liegen.
01:22:35: Und das ist etwas was nicht nur Besorgniserregend sind sondern existenziell gefährden sind.
01:22:41: und deswegen wäre es wichtig diese Vorkommisse in der Gesamtschau in jedem EU-Land durch eine Monitoringstelle festzuhalten und auf europäischer Ebene gegen diese Einflussnahmen tatsächlich Strukturen zu schaffen, um eben Möglichkeiten anzubieten dieser Gegenmaßnahmen institutionalisieren zu können.
01:23:13: Und dafür ist ein Monitoring eine konkrete alltägliche Monitoring einer wesentlicher Vorausetzung.
01:23:25: Vielen Dank.
01:23:27: Wir haben natürlich noch viele weitere interessante Fragen, ich übergebe erst mal wieder zurück an Eva für weitere Fragen.
01:23:37: Ja wir haben da eine Frage von Tim und er bezieht sich auf die Situation in Ungarn getragenen Einrichtungen vorgezogen und da wird das dann verglichen mit der Situation in Deutschland, wo da tatsächlich eine Entmachtung der kirchlichen Organisationen vorgenommen werden soll.
01:24:21: Ja, danke schön für diese Frage.
01:24:24: Also eine Priorisierung der kirchlich getragenen sozialen Dienste hat eigentlich schon viel früher begonnen als die Fides Regierung das Jahr zwei Tausendzehnten verstärkte.
01:24:47: Das ist historisch begründet.
01:24:51: in In der Vergangenheit, lange vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die sozialen Dienste im Wesentlichen von den sogenannten traditionellen Kirchen geleistet.
01:25:16: Der katholischen bzw.
01:25:18: der evangelischen Kirche und in diesem Sinne hat diese konservative Regierung eigentlich auf ganz erwartbare oder natürliche Art und Weise, das einfach fortgeführt und sich auch weiterhin darauf verlassen.
01:25:44: Also einerseits stammt es tatsächlich aus dieser historischen Kontinuität Und diese Rückverweisung an die kirchlichen Krieger von allen Sozialaufgaben war ziemlich logisch und auch nachvollziehbar für die ungarische Gesellschaft.
01:26:17: Außerdem war das natürlich eine leichte Lösung, zumindest um damit dann zu größerer Bedeutung zu verhelfen.
01:26:35: Und dann gibt es noch ein drittes Element, was man berücksichtigen sollte.
01:26:40: Wie soll ich das jetzt sagen?
01:26:42: Die Regierung hat das natürlich auch genutzt um sich nicht beschimpfen zu lassen dafür dass sie sich aus der sozialen Verantwortung heraus gestohlen hat.
01:27:02: Wir haben darüber ja eine intensive Debatte geführt, eine politische Debatte.
01:27:10: Darüber wäre eigentlich für soziale Probleme zuständig bzw verantwortlich ist und die Regierung Die neue Regierung möchte das nun auch verändern, wer hier die Verantwortung für Soziales trägt.
01:27:37: Und die Regierung hat natürlich nur eine marginale Bedeutung darin gehabt wenn die Familien oder die Kirchen versagt haben.
01:27:56: Und dann ist das natürlich auch ein Faktor, mit dem man gut die sozialen Berufe voneinander trennen kann.
01:28:08: Ja ich möchte Ist Schwanz Argument noch mal unterstreichen.
01:28:14: in der Tat?
01:28:15: Es ist glaube ich wichtig sich einfach zu sagen dass es so eine Pseudo-Kris was da praktiziert wird.
01:28:28: Das war so eine Aktionslinie, die von der Regierungskoalition in Bezug auf das Christentum nicht unbedingt immer verfolgt, dass also Kirchen zum Beispiel aufgrund der christlichen Werte auch soziale Funktionen übernehmen.
01:29:00: Aber das ist ein Vorwand, damit sich die Regierung zurückziehen kann aus den Aufgaben des Sozialstaats und der Staat sollte im Grunde genommen aber im Standesign soziale Dienste zu liefern.
01:29:22: In Ungarn ist die Situation durchaus auch so gewesen, dass die Regierung viele Ausgaben getätigt hat um über die Kirchen soziale Aufgaben zu erfüllen.
01:29:32: Und natürlich ist jetzt auch die Frage wie weit dann im Christentum sozusagen diese Dienste weiter verankert werden können.
01:29:56: Ich glaube, es gibt noch eine weitere Frage und die werde ich jetzt eine Frage so ein bisschen redaktionell bearbeitet.
01:30:10: Ändern sich die Fragen eigentlich je nach sozialem Beruf in dem man arbeitet?
01:30:17: Und vielleicht gibt's ja unterschiedliche Einfluss Namen der Rechtsextremisten.
01:30:26: Und insbesondere in Deutschland gibt es auch sehr interessante Ergebnisse, Bedrohungen und Gewalt von Seiten der rechtsextremen je nachdem, in welchem Bereich man sich bewegt.
01:30:42: Vielleicht kann man das etwas differenzieren?
01:30:46: Danke für die Frage!
01:30:47: Wir zumindest aus den deutschen Daten oder den Daten, die wir aus Deutschland haben sehen bio-Unterschiede in den Handlungsfeldern der sozialen Arbeit.
01:30:58: Zum einen sind die Handlungsfeier unterschiedlich konfrontiert.
01:31:03: also alle Felder der sozialer Arbeit, die sich dezidiert mit Demokratie auseinandersetzen, sind gefährdeter für Angriffe auch gewaltsame Angriffs, die in Deutschland auch mit unseren Forschungen dokumentieren.
01:31:20: Die Felder der Migration und Integration sind stark gefährdet.
01:31:23: Auch dazu haben wir viele Fallbeispiele, wie auch Sozialarbeitende selbst unter Druck gesetzt werden, ihre Familien unter Druck ersetzt werden Sie selber auch vom Gewalt betroffen sind die Adressatinnen potenziell von Gewalt getroffen sind.
01:31:37: Wir sehen es auch in der offenen Kinder- und Jugendarbeit bei vielen jungen Menschen in Deutschland.
01:31:43: Und das Phänomen ist tatsächlich noch unterforscht, weil relativ neu die sich sehr schnell radikalisieren und die soziale Arbeit darauf eine Antwort finden muss.
01:31:53: auch dass sind Arbeitsfelder, die im besonderer Weise betroffen sind und was wir jetzt aber gesehen haben vor allem auch was politischer Einflussnahmen auf Feldern der sozialen Arbeit eingeht.
01:32:06: Haben wir oftmals auf Länderebene AfD gesehen die bestimmte Felder angegriffen hat, versucht hatte die in Frage zu stellen auch zu finanzieren und mittlerweile sehen wir aber auch dass die AfD manche Felder der soziale Arbeit gerade zur Entwicklung wirbt.
01:32:22: Zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern ist das die Schulsozialarbeit, die die AfD gerne in Landesverantwortung sehen möchte und wir können nur Mutmaßen oder die Hypothese aufstellen dass sie sich auf eine mögliche Landesregierung Verantwortung auch in Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet und dann eben die Inhalte von Schulsozialarbeit mitbestimmen will.
01:32:44: Die Einflussnahmen sind sehr unterschiedlich, die Betroffenheit der einzelnen Felder sind sehr unterschiedlich aber wir können in Deutschland sozusagen eine ganze Wandbreite abzeichnen von einem umworbenen Feld durch extrem rechte Akteure bis hin zu konkreten Gewaltandrohungen Gewalt gegenüber Sozialarbeitenden und auch Interessatinnen der sozialen Arbeit.
01:33:12: Und kann man da auch Unterschiede in Ungarn feststellen, in den verschiedenen Tätigkeitsweltern?
01:33:19: Ich habe jetzt den Anfang der Frage verpasst.
01:33:23: Die Frage war es gibt ja Unterschiede... bei den Reaktionen und den Einflüssen, je nach dem Bereich der Sozialarbeit.
01:33:37: Ja also wir stellen schon bei den quantitativen und qualitativen Daten jetzt keine besonderen Muster erkennen.
01:33:48: es geht eher so um territoriale Variationen.
01:33:54: in gewissen abgegrenzten Gebieten oder entwegenderen ländlichen Gebieten gibt es einen größeren Einfluss von rechtsextremen Kräften.
01:34:10: Das ist eine allgemeine Integrationsfrage, würde ich sagen.
01:34:14: Es hat viel mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt zu tun.
01:34:19: in manchen Gemeinden gibt es eine sehr starke Verfolgung, starke Angriffe gegen die LGBTQIA-Gemeinschaft zum Beispiel.
01:34:37: Die werden gesondert angegriffen.
01:34:39: aber das hat jetzt nichts mit dem tatsächlichen Arbeitsbereich in der Sozialarbeit zu tun.
01:34:50: Ich möchte dann noch mal darum bitten, dass sie über die Fragen abgestimmt wird.
01:35:01: Da gibt es viele Fragen zum Neutralitätsgebot in der Sozialarbeit und ich gebe gerne ein Beispiel auch dafür.
01:35:11: Michelle berichtet von der Arbeit im Kindergarten berichtet von einer Arbeitsgruppe aufstehen gegen Rassismus und wollte dann ihren Kolleginnen und Kollegen auch Material verteilen.
01:35:30: Aber der Arbeitgeber hat dann sie aufgefordert, das zu unterlassen.
01:35:38: wegen des Neutralitätsgebots muss sozial aber so neutral sein in der Praxis Ausbildung.
01:35:51: Wie können die Praktiker damit umgehen, diesen Narrativ?
01:35:57: Danke vielmals auch für diese wichtige Frage und da würde ich gerne auch anschließen mit einem empirischen Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern.
01:36:07: es gibt dort eine Schule wo Konflikte zwischen eher rechts Schülerinnengruppen dazu geführt haben, dass kein Unterricht mehr möglich war oder keinen Unterricht dann mehr so richtig praktiziert werden konnte.
01:36:25: Und die Schulleitung hat entschieden, dass jegliche politische Botschaft und Symbole inklusive auch solche, die sozusagen LGBTQI... plus Themen oder andere solidarische Gedanken sozusagen zum Ausdruck bringen, gegenüber bestimmten Gruppen in der Gesellschaft zum Ausdrück bringen verboten worden sind.
01:36:51: Und Schulsozialarbeitende fragen sich ob dieser Praxis sozusagen also wie diese Praxis einzuschätzen ist.
01:37:04: und Als Fakt haben sie herausgestellt, dass das sozusagen tatsächlich dazu geführt hat.
01:37:13: Dass diese Konflikte weniger geworden sind im Alltag und die Unterrichtspraxis sozusagen eine Verbesserung erfahren hat.
01:37:22: auf der anderen Seite fragen sich Sozialarbeitende auch ob das nicht auch eine Form von der Einschränkung der Meinungsfreiheit sozusagen gleich kommt.
01:37:40: Und das ist sozusagen an verschiedenen Institutionen ein tagtäglicher Konflikt, wie können solche Konflikte konstruktiv gelöst werden?
01:37:52: Also diese Frage stellen sich tatsächlich sehr viele Tausende Menschen tagtäglich.
01:37:59: in allen Ländern also quasi Millionenfach wird diese Frage gestellt.
01:38:04: und Dieses Neutralitätsgebot als spezifische Systeme aus Deutschland wird eben auch in verschiedenen Kontexten an uns herangetragen und zeigt sich auch in den Daten, dass Ein Neutralitätsgebot beinhaltet keineswegs eine neutale Haltung, weil das Grundgesetz an sich in Deutschland das wichtigste Gesetz mit Verfassungsrang basiert ja auch auf die Werten und Ideen der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
01:38:51: Das bedeutet dass diese Gleichwertigkeit von Menschen, die wir ja bereits mehrfach erwähnt haben heute eben mit allen Mitteln verteidigt werden muss.
01:39:02: Und diese Positionierung wird aber dann quasi durch AfD-Avdiener oder auch sonstige Extremrechte Akteure quasi umgedreht.
01:39:15: Diese Inverse Technik ist hier auch eine bekannte Strategie der Exzemen rechten.
01:39:23: und das Problem, es wird dann problematisiert dass Menschen sozusagen sich für die Sichtbarkeit dieser egalitären Prinzipien einsetzen.
01:39:38: Und das wir dann immer wieder quasi angegriffen.
01:39:42: Das heißt Es ist wichtig dafür ein Plattform zu schaffen und zu bieten, solche Konflikte austragen zu können.
01:39:52: Und Sozialarbeit ist keineswegs quasi neutral in dieser Hinsicht sondern muss sich Strukturen schaffen eben diese Konflikte auszutragen.
01:40:06: Ich möchte kurz ergänzen nochmal für den Kontext Hochschulen Dass wir überhaupt über Neutralitätsgebot sprechen oder Neutralitätspflicht in Deutschland, halte ich oder bewerte ich als eine gelungene Einflussnahme der extremen Rechten.
01:40:20: Das viel Verunsicherung entstanden wo es keine Verunsicherungen geben muss.
01:40:26: und für Hochschulen ist der Kontext relativ klar geregelt.
01:40:30: beispielsweise Als Hochschulen sind wir angehalten, weltanschaulich und politisch neutral zu sein.
01:40:36: Das dient in erster Linie dazu einen gerechten parteipolitischen Wettbewerb zu erlauben.
01:40:42: Und trotzdem
01:40:44: sehe
01:40:45: ich mich zum Beispiel auch als Mitarbeiterin einer staatlichen Hochschule und auch als Verbeamtete eines Bundeslandes genauso in der Pflicht nach dem Beamtenstatusgesetz die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft zu verteidigen.
01:41:01: Und da gibt es keine Neutralität.
01:41:03: Also ich halte diese Diskussion für eine große Verunsicherung und ebenso lässt sich für die staatlichen Institutionen oder staatlichen Träger der soziale Arbeit übersetzen, für die freien Träge der sozialen Arbeit in Deutschland kann das was vermeintlich neutral sein soll noch viel weiter ausgelegt werden.
01:41:22: Julia hat schon gesagt, die soziale Arbe ist eine wertegebundene Profession.
01:41:26: wir sind nicht neutral Wir haben im Sinne des Grundgesetzes und den Menschenrechten.
01:41:41: Ja, danke schön!
01:41:43: Ich möchte ganz gerne noch das ungarische Beispiel beitragen und nicht nur aus dem Blickwinkel der Hochschulen.
01:41:51: diese Neutralisierung der Sozialarbeiter oder ihr neutrales Verhalten könnte ja auch für die Jugend bedeuten, dass Minoritäten sich radikalisieren.
01:42:14: So nach dem Motto diejenigen, die sich nicht für die Rechte einsetzen.
01:42:20: Die sind ja einfach nur verwaltert also Administratoren.
01:42:24: das sind keine echten Sozialarbeiter.
01:42:27: Echte Sozialarbeiter würden kämpfen für die sozialen Werte und für die rechte Aber da ist natürlich eine Minderheit Eine kleine Gruppe von aber das könnte eine Radikalisierung befördern von einigen der Sozialarbeiter in diesem Bereich.
01:42:54: Ich sehe darin eine Gefahr, denn für die anderen würde das ja dann wiederum bedeuten dass sie einfach nur noch Verwalter eines Systems sind und nicht mehr dem nachkommen, was echte Sozialarbeit wäre.
01:43:12: Also das ist jetzt sicherlich keine umfangreiche und erschöpfende Antwort aber ich wollte das nur aus meiner Erfahrung beisteuern.
01:43:23: Dann würde ich da direkt nochmal anknüpfen.
01:43:25: es gab nämlich auch in den Verbunden zu der Neutralität eine Frage von Dorothee.
01:43:34: Anni, Entschuldigung von mir ran die Frage von kann man schon in der Ausbildung, also im Studium oder der Ausbildung eben ansetzen das Leute die soziale Arbeit ausführen wollen beruflich praktisch darauf vorbereitet werden auf diesen Angriff der Rechten.
01:43:54: Also wie kann man das?
01:43:56: Ja irgendwie vielleicht gibt es das auch schon genau vielleicht auch verschiedene in den verschiedenen Ländern.
01:44:02: ja ich wäre auch immer gerne damit anfangen möchte.
01:44:11: Es ist sehr wünschenswert, wenn verpflichtende Inhalte in die Curricula eingezogen werden und diese dann auch in den verschiedenen Kursen tatsächlich beibehalten werden.
01:44:28: Und es gibt ja das Kerncurriculum der Deutschen Gesellschaft für soziale Arbeit woran auch die meisten Hochschulen oder alle Hochschullen ihrer Curricula basieren in Deutschland.
01:44:48: Und es ist wichtig, dass diese Inhalte dann sowohl die theoretischen Arten als auch die methodischen und die forscherischen Kompetenzen quasi mitbeinhalten.
01:45:01: aber sehr, sehr wichtig ist das dieser Inhalter auch in der Praxis Begleitung in der Diskussionsfähigkeit sozusagen auch immer wieder in Prüfungsleistungen zum Thema gemacht werden können.
01:45:20: Also eine umfassende wie ein roten Faden, quasi wie ein Querschnittsthema die gesamte akademische Ausbildung.
01:45:31: Das ist wünschenswert.
01:45:32: darüber hinaus ist es sehr wertvoll und wichtig Kooperation zu der Zivilgesellschaft aufzubauen damit eben auch Praktikerinnen aus der Praxis die konkreten Umgangsformen und Reaktionen mit den Studierenden diskutieren können, studierende konkrete Methoden und Ansätze aus der Praxis sozusagen kennenlernen können.
01:46:01: Und sich darauf vorbereiten können.
01:46:03: dieses Vorbereiten auf die Praxis Erfolg in dem gesamten Studium muss dann auch quasi institutionalisierter Form in idealer Fall erfolgen.
01:46:19: Und Christine, ich bitte dich noch um Ergänzungen aus deiner Sicht als Vorstandsmitglied vom Fachpreistag soziale Arbeit.
01:46:31: Was du angesprochen hast, dass wir Studierende vorbereiten.
01:46:34: Ich denke für die soziale Arbeit gilt es insbesondere.
01:46:38: Das ist natürlich unser Forschungsschwerpunkt.
01:46:40: Es gilt aber insgesamt für die Hochschulausbildung in Deutschland.
01:46:46: das was wir den Curricula lernen auch noch mal institutionell in die Strukturen der Hochschulen einziehen.
01:46:53: Denn
01:46:54: nur
01:46:55: wir können gut vertreten als Hochschullehrende worin wir uns auch ganz sicher sind.
01:47:01: Und auch nur so bekommen die Studierenden gut vorbereitet, das hat auch etwas mit einer eigenen Haltung zu tun und es muss eine informierte Haltung sein und dann können wir das auch institutionalisieren
01:47:12: und
01:47:13: authentisch unsere Studierende darauf vorbereiten.
01:47:16: darüber hinaus vertreten wir die Ansicht, dass sie auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus mit Menschenfeindlichkeit.
01:47:24: Und auch Ideologien der Menschenfeindetigkeit, das tatsächlich zu den Pflichtenhalten innerhalb der sozialen Arbeit gehört.
01:47:32: Wo es oft zumindest in Deutschland noch gewählt werden kann wenn es dort ein Interesse gibt.
01:47:46: Das ist etwas dazu zu sagen.
01:47:47: zu den Lehrplänen aus Ungarn.
01:47:55: ja in unserer Universität Der Plan für Sozialarbeit, da betonen wir die Kurse.
01:48:05: Die sich auf die berufliche Ethik konzentrieren, Menschenrechte wesentlichen und die Studierenden insbesondere wenn sie einen Bachelor machen haben sehr viele Seminare mit der Simulationspraktika wo es dann verschiedene Rollen in der Gesellschaft ausüben können Arbeiterinnen, der Kunden mit unterschiedlichen Hintergründen.
01:48:34: Das kann man ja alles mal durchspielen und wir haben auch ein großartiges Netz mit anderen Organisationen.
01:48:43: Wir können Wissenschaftshubs aufmachen wie wir es nennen Auch für Neuankömmlinge die damit machen können so dass die Ausbildung in die Praxis hier geübt wird.
01:48:55: Und wenn ich überraschend den meisten dieser Organisationen Gehören nicht zu rechten oder zum extrem rechten Teil der Gesellschaft.
01:49:11: Und die Studierenden, die jetzt so was machen wollen, haben natürlich das entsprechende Profil.
01:49:16: in der Regel Wir haben jetzt frühere Studentinnen von uns im Parlament sitzen für rechtsextreme Parteien, das gibt es auch.
01:49:29: Manchmal ist es so dass einzelne politische Überzeugungen dann doch stärker sind und wir die nicht beeinflussen können.
01:49:36: vielleicht ist das auch nicht unsere Rolle politischer Meinungen zu ändern, sondern eher dass wir eben die Möglichkeiten aufzeigen, die es gibt und welche Folgen das hat wenn man bestimmte politischen Meinungen nachhängt.
01:49:56: Vielen Dank.
01:49:59: Jetzt wie versprochen noch zur Frage von Dorothea und zwar ist sie ein bisschen ja praktisch andersrum gedacht.
01:50:08: also jetzt sagen wir oft die Politik geht eben nicht oder unterstützt soziale Arbeit, nicht gegen Angriffe von rechts.
01:50:17: Gibt es auch die Versuche praktisch andersrum eine Intervention gegen rechte Position zu machen und dadurch auch sozialer Arbeit zu nutzen so fördern und zu unterstützen?
01:50:32: Es gibt
01:50:41: verschiedene Foren- und Netzwerke der akademischen sozialen Arbeit An der Hochschule Magdeburg statt zu dem Thema.
01:50:58: Dieser Tag ist spezifisch an Studierende gerichtet, also es gibt verschiedene Forschungsnetzwerke zum Thema und auch verschiedene institutionalisierte Formen der Bearbeitung.
01:51:16: Das möchte ich hervorheben.
01:51:18: für Deutschland, das ist aber in den verschiedenen Ländern dann unterschiedlich vielleicht.
01:51:24: Magst du Eva auch deine Sicht auf Österreich in dieser Hinsicht mit uns teilen?
01:51:33: Sorry, but I'm with moderation at full right now.
01:51:37: I'm busy with questions.
01:51:37: Das
01:51:37: ist also sehr unterschiedlich
01:51:40: in den drei verschiedenen Ländern.
01:51:42: das ist vielleicht auch etwas was in Deutschland aufgrund des Engagements sehr viele verschiedene Kollegen und schon sehr früh auf die Problematiken hingewiesen haben und dazu angefangen haben zu publizieren, zu forschen.
01:52:05: Wir sind in einer sehr dankbaren Position in Deutschland dass dieses Thema eine sehr breite gesellschaftliche Öffentlichkeit hat und auch in der sozialen Arbeit diesem Thema sehr viel Opfmerksamkeit gewidmet wird.
01:52:17: aber das ist in den unterschiedlichen Ländern ganz unterschiedlich.
01:52:29: Wir haben auf die Realität in europäischen Regionen und subnationalen Levels gehalten, wie auch an den Werten der Studierungen.
01:52:46: Das war zwei Stunden ago.
01:52:48: Und
01:52:49: wir haben heute viel aufgerufen.
01:52:52: Julia, können Sie bitte zurückkommen?
01:52:54: Sie antwortet eine Frage aus Claudia.
01:52:58: Sie sagt, ich habe gesagt, dass die Leute für ein paar Jahre das Schiff jetzt sind.
01:53:05: Ich sehe eine Schifte in der Perception von Demokratie auch.
01:53:08: Wie kann ich oder andere Leute darüber reden, ohne es als witzig oder klar aus meiner Meinung zu sein?
01:53:17: Und vielleicht, und ich möchte das sagen, hier haben Sie mehr Ideen.
01:53:20: Wie können Social Workers in der Praxis diese Influenz und die Realität des Schiffes auf den Fahrein beschreiben?
01:53:28: Was sind gute Narrative und Argumente?
01:53:37: Yeah, vielen Dank auch für diese spannende und wichtige Frage.
01:53:42: Also wir möchten mit unserer Forschung einen Beitrag leisten dafür dass diese Einflussnahmen sichtbarer werden und entindividualisiert werden Und auf jeden Fall dieser Perspektive stärken das soziale Probleme die soziale Arbeit bearbeitet, so auch Rechtsextremismus oder die Einflussnahmen durch die extremen Rechten eben nicht nur in einzelnen Ländern isoliert wahrgenommen werden sollen sondern als soziale Probleme im transnationalen Raum.
01:54:22: eine gemeinsame Herausforderung darstellen.
01:54:26: Und das ist ja etwas, was in der Profession der sozialen Arbeit von Anfang an wahrzunehmen ist.
01:54:33: Jane Adams, die ja den Finns Nobelpreis als erste Frau erhalten hat, und hat hier schon in ihrem Werk darauf hingewiesen dass soziale Probleme eben immer eine internationale Dimension haben.
01:54:51: Auf den transnationalen Raum war ja auch in dem Werk von Alice Salomonia ganz eindeutig, quasi ein Fokus.
01:55:04: Also wir brauchen eine transnazionale Vernetzung und Formen von Solidarität zu praktizieren um eben diesen Herausforderungen begegnen zu können und professionell dabei zu bleiben.
01:55:20: Und dazu ist der erste Schritt, dieses eigene Unbehagen tatsächlich wahrzunehmen und anzuerkennen und dabei aber dann nicht stehen zu bleiben sondern auch Strukturen und Mitschreiterinnen zu suchen, mit denen man zusammen quasi sich zusammentun kann.
01:55:42: Und so eine Bewegung wird.
01:55:44: also wir brauchen eine neue soziale Bewegung gegen rechts in Europa und ich würde gerne dafür plädieren dass das unser Erfolg quasi da Eine wichtige Voraussetzung hat nämlich diese Monitoring-Stelle.
01:56:04: Also ich denke, dass eine Monitoringsstelle sehr viele Funktionen eben einlösen kann und die Sichtbarkeit mehr Forschung dafür zu machen Dieses Gefühl andere werden auf dieses Problem noch nicht so richtig aufmerksam oder auf diese professionelle Herausforderung bedeutet ja nicht, dass diese professionele Herausforderung nicht existiert.
01:56:36: Also das ganz schön ernst nehmen was man selber wahrnimmt und immer wieder Mitstreiterinnen und Kollegen in den anderen Forschenden Studierende zu suchen die bereit sind gegen rechts sich zu vernetzen und zu agieren.
01:56:54: Ich würde gerne noch weitergeben an die lieben Kolleginnen.
01:57:01: und vielleicht auch die Wissenschaft als eine Möglichkeit zu begreifen, diese eigene
01:57:05: Wahrnehmung
01:57:06: auch anders kommunizieren zu können.
01:57:08: Das ist unsere Erfahrung
01:57:09: oft
01:57:10: nach Vorträgen das gerade vor Praktikerinnen, die sagen wir kennen dieser Einflussnamen, dass es jetzt nichts Wahnsinniges Neues was sie erzählen.
01:57:18: aber das ist total gut für meine eigene Vergewisse um weil ich weiß das was ich wahrnehme, das stimmt und das ist relevant und ich kann damit dann auch viel besser nach außen kommunizierend was sich wahrnehmen schaffe das vielleicht dann auch, mich besser zu vernetzen mit anderen Kolleginnen und Institutionen.
01:57:37: Dass wir da noch Strukturen brauchen für Deutschland können wir das bestätigen innerhalb der EU sicherlich auch?
01:57:45: Und das würde ich mir wünschen dass wir dann wissenschaftsbasierten Dialog miteinander führen können.
01:57:58: Ich möchte noch jemand ein letztes Wort dem ganzen hinzufügen.
01:58:02: Ich schaue schon auf die Uhr.
01:58:04: Ich würde gerne noch den Satz hinzufügen, weil Kristina mich dazu inspiriert hat.
01:58:10: Dass wir hier sprechen dürfen ist angesichts der politischen Einflussnahmen in Ungarn eben auch nicht mehr selbstverständlich.
01:58:18: also die Freiheit der Wissenschaft zu bewahren gehört zu den zentralen Herausforderungen und das ist unser Pleduit mit dieser Forschung dass wir diese Freiheit zu verteidigen haben.
01:58:38: Das sind sehr starke Abschlussworte und dann sind die zwei Stunden auch schon vorbei, ich bedanke mich sehr bei allen Panelisten.
01:58:47: das waren sehr interessante Einblicke in die soziale Arbeit und in das Forschungsprojekt.
01:58:52: ja da kann ich nur sagen danke schön nach Ungarn, nach Österreich, nach Deutschland und ich wünsche allen noch einen schönen Abend und wir sehen uns beim nächsten New Calling.
01:59:02: Dankeschön!
01:59:02: Tschüss.
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