#271 Power to the People Webinar “Flamingos, Kakerlaken und Jugendrevolten: Was wollen sie, was bekommen sie?”

Shownotes

Die Referent*innen sind:

Zur Studentenbewegung in Serbien: Luka Grandić, Student der Grafiktechnik und des Designs sowie Aktivist. Zur „Cockroaches“-Bewegung in Indien: Anandt Gupta, Journalist Zu den allgemeinen Lehren aus Südostasien: Professorin Shalini Randeria, renommierte indische Sozialanthropologin, Rektorin des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien Zur „Flamingo-Revolution“ in Albanien: Gresa Hasa, Wissenschaftlerin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und am Zentrum für Südosteuropastudien (CSEES) der Universität Graz.

Zur demokratischen Erneuerung in Europa und darüber hinaus:

Professorin Kalypso Nicolaidis, Inhaberin des Lehrstuhls für Globale Angelegenheiten und Direktorin des STG-Programms für transnationale Demokratie an der Florence School of Transnational Governance (EUI) Prof. Madeleine de Cock Buning, Mitglied der Arbeitsgruppe von Democracy27 und Vorsitzende ihres wissenschaftlichen Beirats; Vorsitzende des Beirats des EDMO und Mitglied des Beirats von WSocial.

Moderation: Andrea Gaiba, EUI School of Transnational Governance, und Amélie Pasmanns, Europe Calling

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:00: Willkommen zu diesem Webinar, Part of the People.

00:00:03: Part Of The People ist ein besonderes Webinarformanat das rund um die demokratische ODC, die erste europäische Volksversammlung entwickelt wurde und geht es um europäischer Alternativen, europäischen Hochschuleninstitut und Europe Calling Hochschulinstitut, das sind jetzt hüttend.

00:00:24: Wir haben dieses Urbinausrecht und das ist unser zwarhundertseinundsiebzigste Webinar falls Eurocalling kennt.

00:00:33: Und wir haben sechs sehr interessante Gäste und fast sechsonat registrierte Teilen aus ganz Europa.

00:00:41: Es fangen an mit den drei Rädern Die Jugendvertreter aus den Schneedländern danach können alle Fragen stellen.

00:00:51: Und dann haben wir noch zwei Rednerinnen, die über die europäischen und globalen Perspektiven sprechen werden.

00:00:56: Mein Name ist Amelie Parsmanns.

00:00:58: ich arbeite für Job Calling und bin heute Moderatorin mit Andrea Geiber der Florian School of Transnational Governance.

00:01:04: Bevor wir anfangen noch ein paar Bemerkungen organisatorischer Natur.

00:01:10: wie gesagt hauptsächlich wird heute Englisch gesprochen wenn sie die Dorm Matcher hören.

00:01:17: Wenn ihr die Dorn Matcher hört, dann habt ihr die Hilfe bereits gefunden.

00:01:21: das ist unter dem kleinen Globus einzustellen Und wie immer bei Europe Calling können alle ihre Fragen stellen und heute machen wir das direkt über die Q&A Funktion auch Zoom.

00:01:34: Da könnten also Fragen gestellt werden und auch Bemerkungen zu den Fragen anderer gemacht werden Und wie immer wird das auch aufgezeichnet, die Pautese People und dann online auf YouTube eingestellt.

00:01:44: Das Podcast war öftlich.

00:01:45: Das müsste bei den Fragen stellen noch berücksichtigt werden?

00:01:50: Das war's schon!

00:01:52: Und Andrea stellt jetzt in die erste Rede mal kurz vor.

00:01:58: Danke schön, begrüße alle.

00:02:01: Schönen Abend, schönen Nachmittag.

00:02:04: Also, um zwanzig sechsundzwanzig haben wir fast drei Viertel der Weltbevölkerung.

00:02:09: Also, auf jeden Fall siebzig Milliarden, in die.

00:02:13: in Autokratien, glaubt man nur, nrg?

00:02:16: Nr.

00:02:18: sechs Ja, in liberalen Demokratien und autokratische Tendenzen werden häufig mit effektiver Entscheidungsfindungen assoziiert, dass man also die demokratischen Lasst sozusagen da nicht mittrack, aber darauf kommen sie noch.

00:02:35: Mein Name ist Andrea Geibern und gemeinsam mit Amelie bin ich Mitmoderator heute Abend und wir werden über die Korruptionswirkämpfung also Proteste gegen Konfrontation, Korruption sprechen und für demokratische Räume.

00:02:50: Die Vorschörer haben wahrscheinlich den meisten gelesen.

00:02:52: Da sagen wir das Korruption eben manchmal sehr plötzlich sehr sichtbar wird, wenn die Dienstleistungen nicht mehr geleistet werden oder noch schlimmer, wenn tatsächlich Unfälle passieren mit Todesfolge.

00:03:07: Da meine ich zum Beispiel den Bahnhof in Novisat mit sechzehn Todesaufwand oder die über zwölf Studenten in Indien, die aufgrund des Prüfungskandals Selbstmord begangen haben.

00:03:20: und da haben wir uns eine Frage gestellt bei der Vorbereitung des Feminismus War es vorher wirklich so unsichtbar oder war das einfach nur schwierig, dagegen vorzugehen?

00:03:31: Strukturiert.

00:03:32: Und die populäre Reaktion, die dann mobilisiert wird um Proteste herum.

00:03:37: ist das etwas, dass sichtbar macht was ohnehin schon gibt.

00:03:41: und wie wird das also gefördert?

00:03:43: weil die Mehrheit unzufrieden ist oder ist das nur eine laute Minderheit der Berechtigten?

00:03:51: Also, wir haben jetzt hier schon die Zitiere der Kalabrien.

00:03:55: Die gibt das Wahlen in den neuen Bürgermeistern im Parlamentsaufgrund unterwurde.

00:04:02: Da gab es nur zwanzig Komma drei Prozent Wahlbeteiligung letztes Wochenende bei dieser Bürgemeisterwahl.

00:04:08: ist das überhaupt eine Demokratie?

00:04:10: In Kalabien war das... Das handelt sich um eine Region mit sehr viel Korruption, aber davon auch nicht nur definiertes.

00:04:18: Es gibt unterschiedliche Netzen und Akteure die hier auch gegen kriminelle Organisationen vorgehen.

00:04:25: Und das trotz der Institutionen nicht dank der Instituationen.

00:04:30: Aber politisch nach Raum findet man da den Wahlen nicht.

00:04:36: Was geschieht wenn solche Protester dann eben auf die Straße kommen?

00:04:40: Und das heißt, wir wollen jetzt einen breiter regionalen Fokus einnehmen.

00:04:43: So Serbien-Albanien in Indien und Südasien und damit gebe ich wieder an Amelie.

00:04:53: Dankeschön Andrea!

00:04:56: Ich würde sagen, wir fangen mit der ersten Rednerin Gressa Hasser.

00:05:01: Sie ist Expertin zur Albanien und dem Westbalkan mit Schwerpunkt Rechtshaltigkeit demokratischer Rückschritt und Wahlpolitik.

00:05:10: und sie ist an der Universität Graz in Österreich.

00:05:16: Und ihr erforscht mich auch mit den Justizreformen in Albanien, und allgemein dem Thema Demokratisierung.

00:05:23: Bitte schön!

00:05:24: Danke für die Einladung.

00:05:26: ich freue mich sehr heute Abend hier sein zu können mit dieser Podiumsdiskussion Und möchte einen allgemeinen Überblick bieten zu der Situation in Albanien, die sie den letzten Monaten war.

00:05:40: Seit Mitte Mai gab es ununterbrochene Proteste Anfang Juni bis vor Kurzem also.

00:05:48: die Proteste laufen noch weiter im Tirana und da ist das ganz interessant zu sehen, dass das Proteste sind wie es sie noch nie gab in der Personumlistung Schiche Albanien.

00:06:03: Zum ersten Mal in den thirty Jahren mobilisieren die Bürgers sich unabhängig gegen dieses gesamte politische Establishment und das geht gegen die sozialistische Partei oder Führung des Premierministers Edirama.

00:06:15: aber auch die Oppositionspartei unter Führungen von Seba Rischardt.

00:06:21: und demokratisches Albanien wird hier abgelehnt.

00:06:25: Wir hatten eine der schlimmsten kommunistischen Diktaturen aus Europa in Albanien.

00:06:30: In Albanien war gezeichnet von Angst, geringer Bürgerbeteiligung und enger Verstrickung politischer Macht privater wirtschaftlicher Interessen und dem organisierten Verbrechen.

00:06:44: diese Proteste die sogenannten Flamingo-Proteste die Flamingorevolution wie sie auch genannt wird Da geht es um mehr als nur Widerstand gegen ein einziges Bauprojekt.

00:06:59: Ursprünglich fing das so an gegen die Ossanata Lagune und eine Insel.

00:07:08: Das ist eigentlich ein Schutzgebiet, aber die Regierung hat hier extra das Gesetz geändert für Schutzgebiete damit ein solches Bauprojekt stattfinden kann.

00:07:16: Es ist sein Projekt, dass Jared Kushner und Ivanka Trump unterstützen.

00:07:22: Das heißt Donald Trumps Schwiegersohn und seine Tochter.

00:07:25: Aber wichtig ist hier ... zu verstehen, dass die Proteste eben nicht nur gegen dieses eine Bauprojekt stattfinden.

00:07:34: Sondern das ist ein Signal, dass viele Bürger jetzt ihre Angst überwunden haben, gegen das Regime aufzutreten und systematische Änderungen zu führen.

00:07:47: Das heißt, es sind eigentlich akulierte Wut von thirty-fünf Jahren unter einem semiautokratischen Regime in dem es unterschiedliche Formen der autokratischen Regierungsführung gab.

00:08:01: In diesen thirty-fünf Jahren kann man eigentlich nicht sagen, dass diese Regimes von einigneinzig bis jetzt ist als demokratisch zu bezeichnen.

00:08:15: Es gab zwar demokratische Elemente – das sind aber trotzdem keine echten demokratischen Regierungen gewesen.

00:08:22: Albanien ist also ein verstärktes Semiauto Gratisches Regime.

00:08:28: Und diese Proteste sind eben eine Ablehnung der Protest gegen dieses politische System, die Menschen ... möchten Rechtsstaatlichkeit, wollen Demokratie und Albanien und Montenegro sind ja in einem beschleunigten EU-Integrationsverfahren für den Beitritt.

00:08:46: Und die Bürgerinnen in Albanien sind wirklich sehr pro europäische Wolle der EU beitreten.

00:08:53: was sie aber nicht wollen ist Kompromisse einzugehen zur Rechtsstaatslichkeit und zur Demokratie.

00:08:58: das heißt sie wollen dass bei diesem Prozess die Demokratisierung kompromisslos auch mit dabei ist und da stehen wir momentan.

00:09:11: Interessant ist auch, wie die Haltung sich geändert hat.

00:09:15: Auch die Slogans von Anfang, also Ende Mai-Anfang Juni bis jetzt.

00:09:21: Es wurde gesagt, Albanien steht nicht so verkauf und jetzt wird gesagt ein neues Albanien eben diese Bewahren für Demokratie, Rechtsstaatigkeit, Institutionen verlässlich sind, die sich ganz recht halten und einen Stopp dieses Systems das eben wie viele glauben nur einer politischen und wirtschaftlichen Elite dient, nicht der breiten Öffentlichkeit.

00:09:45: Und das Projekt Sonnetz ist kein isolierter Fall dieses Bauprojekts.

00:09:53: Das ist Teil eines Breiteres Muster.

00:09:55: es werden also rechtliche Änderungen vorgenommen zum Beispiel die Änderung im Gesetz für Schutzgebiete wie gesagt oder am strategischen Investitionsgesetz.

00:10:06: Es ist ein Rechtsrahmen, der Regierung ermöglicht, Landbesetzer zu enteignen und das Land dann privat in Unternehmen anzuzuschlagen.

00:10:22: Auch wenn die Eigentümer des Landes nicht verkaufen wollen aber werden ein Investor als strategischer Investor bezeichnet wird, kann er sich das Land bekommen.

00:10:32: Und dieses Gesetz wird für alles Mögliche genutzt.

00:10:36: Und das heißt, die Regierung hat hier Mechanismen geschaffen um es leichter zu machen für Investoren mit politischen Freunden.

00:10:47: Schutzgebiete oder öffentliches Land oder auch Land im Privatsitz ein sich einzueignen.

00:10:54: und das heißt wir haben hier willkürliche Macht wenig Transparenz nur wenig et cetera.

00:11:00: Aufsicht und Kontrolle.

00:11:02: und das hat dazu geführt dass sich die Auffassung verbreitet hat, dass der Staat nicht mehr im öffentlichen Interesse handelt.

00:11:09: Denn wir haben ähnliche Konflikte wie jetzt in Zwanets und der Arta-Lagune auch an anderer Stelle in Albanien gesehen zum Beispiel in Nomiol, im Nordwestlichen Teil albaniens, in Edeadria... Und da haben auch Menschen protestiert gegen ganz ähnliche Projekte, auch im Zentrum von Tirana.

00:11:34: Das historische Zentrum ist hier geschrumpft worden, erkleinert worden damit eben auch hier Bauprojekte stattfinden konnten und die Sonderstelle gegen Korruption etc.

00:11:50: sagte auch dass das viel zu tun hat mit Geldwäsche und dem organisierten Verbrechen was da geplant wird.

00:11:56: Das heißt, dieses Bauprojekt ist nicht einzigartig.

00:12:01: Das hat jetzt sehr viel internationale Aufmerksamkeit errichtet in den Medien.

00:12:05: Die Medien in Albanien haben das zunächst aber begattiert.

00:12:09: Denn dass sich daran, dass eben Mitglieder der Trump-Familie involviert sind im Bauprojekt.

00:12:14: Dass also nur um einen breiteren Überblick zu bieten was bis jetzt los war in Albania.

00:12:21: diese Proteste laufen weiter und die Regierung sehr aggressiv darauf reagiert, denn gerade in der letzten Zeit gibt es fast täglich Festnahmen von Aktivisten und Bürgerinnen.

00:12:37: Das heißt, in Tirana kann man heutzutage schon festgenommen werden dafür dass man auf der Straße steht wenn ein Protest bald anfangen soll.

00:12:47: diese Festnahmen sind natürlich widerechtlich Aber wie gesagt, die Menschen haben ihre Angst überwunden nach vorm Dreißigjahren endlich und geben nicht auf.

00:13:00: Sind dazu weiterhin auf der Straße protestieren?

00:13:04: Demonstrieren weiterhin mit uns gibt mehrere Forderungen an natürliche Eier.

00:13:07: Die erste Forderung ist dass dieses Bauchprojekt in diesem Umweltschutzgebiet aufgegeben wird.

00:13:13: Und eine weitere Forderungsgesetz ist diese Änderung am Schutzgebietsgesetz aufgehoben werden, zurückgenommen werden.

00:13:22: Und schlussendlich wollen natürlich die Demonstrierenden das eh die Rahmen zur Rücktritt und die gesamte Regierung zurücktritt, die nach Ansicht der BürgerInnen... nicht für die Bürger in Albanien arbeitet.

00:13:41: Das heißt, diese Protestbewegung selbst besteht aus unterschiedlichen politischen Akteurinnen.

00:13:47: Es gibt da linke auch radikale AktivistInnen, auch feministische... Alle, fast alle LGBTQ-Aktivistinnen oder so sind dabei.

00:14:01: Es gibt auch alternationalistische und konservative Akteure und Akteurinnen dabei.

00:14:06: Und auch Einzelpersonen die sozusagen rotophaschistisch sind.

00:14:12: Das heißt diese Unzufriedenheit mit dem Regime ist wirklich so weit verbreitet dass eigentlich fast alle Teile der Gesellschaft, alle Akteüre aus dem gesamten ideologischen Spektrum auf der Straße sind, um gegen das Regime zu protestieren und gegen dieses gesamte politische Establishment.

00:14:32: Also da stehen wir momentan.

00:14:34: Vielen Dank für die Darstellung!

00:14:39: Ich denke, wir machen jetzt weiter mit den nächsten Rednerinnen.

00:14:46: Er ist Student für Grafikdesign, Aktivist auch in Serbien und Alumni von Europe Calling.

00:14:58: Luca, bitte schön!

00:15:04: Ja zunächst einmal vielen Dank für die Einladung und für die Gelegenheit... dass wir hier auf so großer Bühne eine Chance bekommen, für die serbischen Studierenden das Wort zu ergreifen.

00:15:21: Ich glaube, dass es ganz wichtig ist zunächst einmal zu erklären was da eigentlich geschieht.

00:15:27: Es ist unglaublich wie ähnlich die Situation ist Aber wenn man sich mal anschaut, wie die Modi operandi sind und die Regime dann ist es weniger überraschend.

00:15:40: Weil sich da doch sehr viele Ähnlichkeiten auftunen.

00:15:43: Und manche Akteure sind auch die gleichen.

00:15:46: Jared Kushner zum Beispiel der wollte auch die zentrale In den zentralen Militärstandort in Belgrad tatsächlich erwerben.

00:16:05: Ein Riesenhotelkomplex dorthin bauen ist zerbombt worden, im Jahr und neunundneinzig während des Kriegs Und auch da hat es tatsächlich einen Riesenprotest gegeben und das ist ein weiterer Nagelsag unseres Regimes.

00:16:26: Aber nun ja... Es hat zwei Jahre der Proteste in Serbien gegeben und wahnsinnig vieles geschehen.

00:16:34: Und natürlich hat das alles dort begonnen, in meiner Heimatstadt in Novisat mit dem Zusammenbruch einer Struktur die letztlich dazu geführt hat dass sieben Menschen ums Leben gekommen sind.

00:16:56: und die Eisenbahnstation der Bahnhof ist renoviert worden.

00:17:02: Und das sollte im November zwanzig-vierundzwanzig abgeschlossen werden, dann hat man das aber beschleunigt wegen der vorgezogenen Parlamentswahlen vom Dezember zwanzigg-dreinzwanziger der Bahnhof eineinhalb Jahre vor dieser Frist auch eröffnet und es hat für die Fortschrittspartei dann sehr viele Pluspunkte gegeben.

00:17:31: Sie haben damit beweisen können, wie wahnsinnig schnell sie die Infrastruktur des Landes voranbringen können.

00:17:40: aber im November zwanzig vierundzwanzig Nachdem sie die Wahlen gewonnen hatten, haben sie sechzehn Menschen zum Tode verurteilt durch diese Renovierung.

00:17:54: Und das ist etwas was zunächst einmal einen Schock ausgelöst hat und dann wahnsinnig viel Wut und Empörung nicht etwa weil dass jetzt so offensichtlich war, welche Schuld sie auf sich geladen haben.

00:18:12: Sondern wegen ihrer Reaktion.

00:18:15: Es wäre nicht so ein Riesenproblem geworden wenn Sie Ihre Schuld anerkannt hätten.

00:18:25: Wenn Sie dann gesagt hätten okay wir lassen es, wir treten zurück.

00:18:31: Wir werden das irgendwie lösen?

00:18:34: Nein aber das haben sie nicht getan.

00:18:37: An dem Tag, an dem das Unglück geschah hat der staatliche Unternehmen dass diese Renovierung zu verantworten hatte quasi noch immer die Pläne zum Download angeboten für diese Renowierung.

00:18:58: für den Bahnhof am ersten November wurde das dann allerdings herausgenommen und sie haben instinktiv versucht zunächst einmal ihre Schuld zu vertuschen.

00:19:10: Und ein Narrativ zu finden, um zu erklären dass die Opposition absichtlich eine Sprengung veranlasst hat, um die Regierung zu stürzen.

00:19:32: Und da weiß man wirklich überhaupt nicht mehr wie man darauf reagieren soll.

00:19:35: Es ist einfach verrückt was uns darpräsentiert wird und letztlich haben die Menschen dann sich so entschieden wie den Albanerinnen und Albanern auch.

00:19:48: Menschen oder solche Regime die überhaupt keine andere Verantwortungsgefühle zeigen, als dass sie sich um ihre eigenen Macht erhalt kümmern.

00:20:06: Die sind nicht unterstützenswürdig und deswegen diese Proteste Viele der Dinge, die wir jetzt wieder erleben haben.

00:20:17: Wir vor sechsundzwanzig Jahren schon mal gesehen diese vorgezogenen Parlamentswahlen zum Beispiel am zwanzigsten Oktober und ich bin da auch wirklich sehr hoffnungsvoll und ich hoffe auch dass wir wirklich eine positive Veränderung haben werden und das wir Sitze gewinnen werden und dass wir eine Regierung bekommen, die für die Menschen arbeitet und nicht nur für die Märkte und für ihre Partikularinteressen Die Forderungen und auch die Proteste der vergangenen zwei Jahre an sich bilden auch wiederum eine ziemlich komplexe Geschichte, aber es sind da schon Unterschiede zu den letzten Protesten während der Autokratie festzustellen.

00:21:03: Es gibt zum Beispiel überhaupt keine Führungsfigur.

00:21:07: Diese studentischen Proteste sind sehr dezentral angemessen ordnet und sie laufen über die Antizipative direkte Demokratie.

00:21:22: Wir haben Studierendenräte, in denen dann solche Beschlüsse gefällt werden.

00:21:28: Und der zweite Punkt ist all die Personen, die wir vorgeschlagen haben – wir haben ja eine Studierendennliste eingereicht -, die mit der Politik gar nichts zu tun gab.

00:21:41: Das heißt sie sind nicht beschmutzt durch irgendeinen Vertrauensbruch und Es geht tatsächlich darum, dass man das gesamte Regime völlig umkrempelt und modernisiert.

00:21:59: Und das ist eben bisher ja überhaupt noch nicht der Fall gewesen, Veränderungen durchgeführt worden sind.

00:22:11: Wir haben immer noch große Probleme mit der Vielfalt oder der Diversität in unseren Fakultäten und es muss tatsächlich auch jemand die Verantwortung dafür übernehmen, entsprechend belangt werden.

00:22:32: Es kann nicht sein, dass es stattdessen ungerechtfertigte Festnahmen und Inhaftierungen gibt nur weil es Menschen gegeben hat die protestiert haben und die für Recht- und Gesetz eingetreten sind.

00:22:48: Und da sind ja auch verschiedene Waffen eingesetzt worden gegen demonstrierende Und auch das ist aber zurückgewiesen worden, dass es überhaupt nicht diese Waffen gegeben hat.

00:23:09: Die eingesetzt wurden sind und jetzt hat es Menschen gegeben die dann aufgrund dieser Schallbelastung, die sie da erlebt haben Probleme mit ihren Herzschrittmachern zum Beispiel haben.

00:23:29: Und da wurde behauptet, das sei alles nur eine Choreografie gewesen und es hätte überhaupt gar keinen Einsatz von modernen Waffen hier gegeben.

00:23:44: Das ist so dermaßen flagrant und unbegreiflich und dennoch kann man genau erkennen worauf sie aus sind auf den absoluten Machterhalt.

00:23:54: Dankeschön!

00:23:55: Danke, Luca.

00:23:57: Das war wirklich auch ein intensives Erlebnis was du hier mit uns geteilt hast aber sehr hilfreich für den Kontext und wir kommen bestimmt auch nochmal auf dich zurück vor allem Mit Blick auf die kommenden Wahlen.

00:24:14: Und ich möchte die Referentinnen doch auch bitten, sich möglichst an die fünfminütige Redezeit-Begrenzung zu halten, damit wir dann noch möglichst viel Zeit haben für Fragen und Antworten.

00:24:26: Wir kommen jetzt zu unserem dritten Referenten Anand Gupta.

00:24:32: Er ist politischer Korrespondent bei scroll.in und berichtet mit großem Interesse überwahlen Proteste.

00:24:42: Und die alltäglichen Auseinandersetzungen um die demokratischen Rechte in Indien, der ist ein Finalist für den Pulitzerpreis in der Kategorie Internationale Berichterstattung aus dem Jahr zwanzig vierundzwanzig.

00:24:59: ich möchte damit beginnen zu sagen, dass das was ihr in Albanien und in Serbien begonnen habt.

00:25:12: Ich kann jetzt nicht sagen , dass wir das spiegelbildlich auch so erleben Aber es ist in der Tat so, dass es eine große Protestbewegung gibt.

00:25:24: Ganz viele Menschen die ganz unterschiedliche Dinge bewegen in Indien und das ist auch nichts Neues.

00:25:35: Viele haben Indien schon als ein Land der hundert Aufstände beschrieben aber Es ist so, Regierende Partei zum Teil diese Menschen hat.

00:25:51: beruhigen können, indem sie einige der Forderungen aufgegriffen hat.

00:25:55: Und die internationalen Medien berichten in Indien ja mit großem Interesse auch über die Ereignisse.

00:26:04: Ich habe für internationale Medien drei Jahre gearbeitet und ich fand es immer sehr bedauerlich dass man immer nur eine Auswahl getroffen hat und das man diese Bannbreite eigentlich nie hatte.

00:26:20: aber Aber zurzeit gibt es ein proaktives Bericht erstattend.

00:26:24: Und das, was da in Albanien und Serbien passiert ist schon ziemlich einzigartig.

00:26:31: Bei uns geht es auch nicht nur um den Kampf gegen die Korruptionen in Indien.

00:26:38: Das haben wir eigentlich schon immer gekannt.

00:26:40: Den Innernen und Innern ist das eigentlich ziemlich egal.

00:26:50: eine Unabhängigkeit bewahrt werden sollen und vor allem auch eine Rechtsstaatlichkeit, die funktioniert.

00:26:59: Wir haben eine herrschende Partei, die quasi alles beherrscht, auch die regionalen Regierungen.

00:27:09: Und in der jüngsten Geschichte Indiens ist sie so etwas wie allmächtig.

00:27:15: Die herrischende Partie ist wirklich sehr gut darin, Wahlen zu gewinnen, macht dann aber sehr wenig anderes.

00:27:22: Und wegen dieser Anräufung der Macht ist es ganz einfach so dass die anderen Institutionen, die unabhängig arbeiten sollten sei es die Justiz, die Medien, die Wahlkommission, die sind quasi öffentlich mittlerweile sowie liena ihrer Regierung.

00:27:49: Und die Jugend ist damit nicht mehr einfach standen.

00:27:51: Die Jugend stimmt dem einfach nicht zu und insofern... wurde das schon ziemlich absurd alles.

00:28:00: und da sind dann Memen entstanden.

00:28:04: Da hat man versucht, Witze zu machen über die herrschende Partei Parodien zu entwickeln.

00:28:14: Und angefangen haben sie mit einem Richter und haben dessen Ausspruch genommen und sich selber als Kaka-Laken bezeichnet damit weitergearbeitet.

00:28:29: Letztlich war es aber die... Enttäuschung und Empörung darüber, dass es nur noch so wenig Unabhängigkeit gibt von den anderen Institutionen.

00:28:38: Und sie wollen eben auch einen vernünftigen Lebensstandard gute Bildungsinstitutionen eine bessere Gesundheit usw.

00:28:49: Das wird immer wieder auch natürlich erwähnt.

00:28:52: das das Ziele der Regierungspolitik sein.

00:28:55: aber es geschieht dann letztlich nicht.

00:28:58: Es wird nichts erfüllt Zielvorgaben.

00:29:03: Und dann bemüht man sich aktuell auch darum, die Identität zu stärken.

00:29:13: Die Proteste der Linken haben sich zusammengetan mit den historisch unantastbaren Kasten in Indien, auch die am stärksten mobilisierten Gruppen mit der Frage auseinandersetzte funktionierende Koalitionen aufzubauen und sich nicht unbedingt... damit auseinanderzusetzen, welche Identität jeder Einzelne mitbringt.

00:29:57: Und jetzt ist es einfach so dass die Frustration über die Regierung so groß ist das der Zusammenhalt gut funktioniert in der Gesellschaft.

00:30:08: aber man weiß natürlich nicht wie lange das noch halten wird.

00:30:12: Die Regierung hat der Bevölkerung einen Olivenz-Bike gereicht als nämlich sechzehn Studierende Selbstmordbegingen im Anschluss an die Rücknahme des Medizin-Einstiegstests für das Studium.

00:30:42: Denen wurde zugesichert, dass das lückenlos untersucht würde.

00:30:48: Aber die Regierung möchte nun auch sich nicht so verhalten als Kapituliere sie vor diesen.

00:30:56: protestierenden.

00:30:58: Und insofern erleben wir einerseits eine Diskreditierung dieser Protestierenden und auch einer Einschüchterung, zum Teil wird also Gewalt eingesetzt.

00:31:13: Zum Teil werden sie auch kurzfristig enhaftiert.

00:31:18: aber die Regierung ist sich noch nicht so sicher was sie mit dieser Kampagne machen will wie Sie sich dazu stellen.

00:31:25: Es wird derzeit so ein Stückleswerk vorgelegt und begonnen hat es eigentlich mit einer riesen Frustration gegenüber den Institutionen.

00:31:37: Dann ging es um die Qualität der Primärbildung, dann um die Frage wie schwer der Zugang für indigene Bevölkerungsgruppen zum schulischen Alltag ist?

00:31:51: Und mittlerweile wird auch sehr viel über die Sicherheit Frauen in den indischen Großstädten gesprochen.

00:31:58: Es gibt also mehrere Themen und das ist eine gute Sache, dass so verschiedene... Proteste, Strenge auch zusammengeführt werden.

00:32:09: Aber man weiß noch nicht so genau wohin das läuft.

00:32:14: also Man wird das abwarten müssen um zu schauen wie in welche Richtung das weiter geht.

00:32:22: unsere Wahlen sind noch ziemlich weit entfernt und ich würde sagen wir müssen es weiter beobachten.

00:32:30: aber der humor ist auf jeden Fall gegeben Und man bemüht sich darum, irgendwie dieser Macht etwas entgegenzustellen.

00:32:44: Ja vielen Dank!

00:32:45: Ich glaube das war sehr interessant zu sehen wie groß die Unterschiede sind bei den Protesten.

00:32:52: aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten.

00:32:55: Und jetzt möchte ich zehn Minuten Zeit gewähren für Fragen.

00:33:01: Alle Teilnehmenden sind jetzt aufgefordert, in Fragen und Antworten ihre Fragen hochzuladen.

00:33:09: Dazu heben Sie dann auch vielleicht gerne die Hand.

00:33:16: Ich möchte mit einer Frage beginnen an Gräser.

00:33:20: da geht es um die freie Presse früher Für die Albanerinnen und Albanern.

00:33:26: gibt es eine Pressefreiheit?

00:33:32: Ja, die Medien in Albanien sind größtenteils vom Regime kurz gehalten.

00:33:39: Wir haben nur wenige unabhängigen Medien also mit weniger meine ich zwei bis drei.

00:33:44: Also wir haben den Citizens Channel und BNL Bania, die wirklich auch investigativen Journalismus betreiben.

00:33:56: Das sind Online-Medien.

00:33:58: Es gibt keine Fernsehkanäle, die unabhängig sind und auch keine tatsächlich gedruckten Druckmedien.

00:34:08: Aber da nicht alle Albanier solche Informationen online über das Internet nutzen ist das problematisch.

00:34:18: Gerade die älteren Bürgerinnen oder Senioren neigen dann eher dazu ihrer Nachrichten über die traditionellen Medien zu beziehen.

00:34:31: Das heißt, das ist auf jeden Fall ein größeres Problem, dass die Medien hauptsächlich und sozusagen mit Renten des Regimes sind.

00:34:41: nicht nur während dieser Proteste sondern man sieht insgesamt den Medien immer wieder.

00:34:49: die Rhetorik der Regierung wiederholt, wird egal zu welchem Thema.

00:34:53: Also Eingangs hat Edirama versucht, die Protestbewegung darzustellen als etwas das von außen orchestriert wurde und sagt es gäbe da einen imaginären Hybridkrieg gegen Albanien und nur Ediramma hatte davon je gehört hat dann also angefangen auch einzelne Aktivistinnen und Demonstrantinnen zu unterdrücken, gesagt dass seien fremden ausländische Agenten die für ausländerliche griechische alle mögliche Interessen arbeiten.

00:35:33: Und die Medien haben das einfach wiederholt und weiterverbreitet diese Propaganda.

00:35:41: Auch wenn nichts davon war.

00:35:43: aber Das zeigt einfach nur, dass das Regime die wichtigsten staatlichen Institutionen unter Kontrolle hat und auch die Medien.

00:35:56: Nicht nur die staatlichen Medien sondern auch die privaten Medien.

00:36:01: Das heißt, die Medien in Albanien sind leider nicht frei.

00:36:05: Und das zeigt ja wie wichtig soziale Medien sind.

00:36:08: So organisieren sich Leute über Facebook, Instagram, TikTok.

00:36:11: wenn man wirklich erfahren möchte was los ist dann muss Die suchen, da muss man bestimmten vestibulativen Journalisten folgen.

00:36:22: Man gibt es nicht viele aber denen wenig missgibt und einzelne Aktivistinnen folgen!

00:36:26: Man muss auch den sozialen Medien unterwegs sein um überhaupt zu verstehen was los ist und das ist schwierig.

00:36:32: Danke schön.

00:36:34: Für die Antwort ist auch interessant über die Rolle der sozialen Medien und Alternativa vorhin zu sprechen.

00:36:42: ich möchte jetzt gerne mit einer weiteren Frage weitermachen.

00:36:47: Das haben sich auch einige zu Wort gemeldet, Siegritt hat die Hand schon seit langem oben.

00:36:56: Bittchen Siegritte

00:37:03: müssen sich

00:37:05: ihren Ton einschalten.

00:37:08: Wenn Sie gerade eine Frage hatten bitte das Mikrofon einschaltet.

00:37:12: Ansonsten können wir Ivana bitten ihre Frage zu stellen wenn ich zu hören.

00:37:22: Vielen Dank für diese Diskussion wirklich zur richtigen Zeit.

00:37:26: Ich bin die Leiterin des Europe Center in Poazien, ich habe eine Frage an Luca und einer Anker, lebt so Nikolayides?

00:37:33: Ich weiß nicht ob sie sich auch äußern darf.

00:37:35: Aber erst mal meine Frage an Luka.

00:37:38: also ich denke das ist jetzt Zeit wie noch nie zuvor dass Sie stellten sich gegen Alexander Wucic unter der Progressive Party stellen.

00:37:54: kommt es dann, das wird etwas ganz Neues in der modernen europäischen Historie.

00:37:59: Das ist also eine Studentenbesuchung die eine politische Liste hat, die dann auch gegen sozusagen den autoritären Regierungsinhaber antreten wird.

00:38:10: bei den Wahlen vielleicht dazu etwas und ich weiß nicht ob hier was anderes noch dazu sagen kann.

00:38:16: Gresser und Luca und Anath hatte ja auch die Fragen Korruption- und Rechtsstaatlichkeit angesprochen, dass das also den Studentenprodessen gemeinsam ist als Thema.

00:38:26: Und das geben die Bürgerinnen insgesamt.

00:38:30: frustriert sind weltweit, dass Vertrauen interminiert ist in alte Politikkonzepte, die traditionellen politischen Parteien.

00:38:38: Ich möchte gerne von Kalipsi, Schalini oder eben auch immer Dazu eine Antwort.

00:38:44: Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten?

00:38:46: Wo sehen sie neue Möglichkeiten für die Demokratie, so wie wir sie uns ursprünglich vorgestellt haben?

00:38:54: Danke.

00:38:59: Soll ich dann anfangen?

00:39:03: Danke für die Frage!

00:39:07: Die Wahlen... Das ist ja die große Frage hier alle im Kopf haben.

00:39:13: jetzt in Serbien Was erwarte ich mir von den Wahlen?

00:39:18: Ich weiß es überhaupt nicht.

00:39:21: Das ist alles eigentlich so durcheinander gemacht worden von dem Regime, man kann sich auf die Umfragengegebnisse überhaupt nicht verlassen und weiß überhaupt nicht wie die Wahlabsichten der Bürgerinnen sind.

00:39:37: Eins steht fest sie werden auf jeden Fall versuchen mit Wahlbetrug zu arbeiten.

00:39:41: das fängt jetzt schon an.

00:39:44: also in Bosnien hat sie Gowena Es ist ja die Hälfte des Landes, dass die Republikas selbst gehen.

00:39:50: Das ist eben die Serbesteinbrossiens und die Serbe in Bosnien auch sehr ... will ich Nationalität erweben, dafür bräuchten sie auch selbst aus.

00:40:03: Dafür bräuchen Sie eine Adresse in Serbien wiederum.

00:40:06: Das heißt das Regime in Serbian geht jetzt von Tür zu Tür und macht fiktive Adressen sozusagen auf also eine Straße zum Beispiel mit der Hausnummer Null.

00:40:20: Die gibt es dann gar nicht Wenn Infrastrukturadressen einfach sich ausgedacht und Ausweise erstellt, falsche Ausweise für Menschen, die an diesen fiktiven Adressen wohnen.

00:40:34: Das heißt man hat dann im Wahlregister einfach Häuser, die in den erscheinenden Tausende von Menschen leben.

00:40:44: So dass diese Menschen für die sehr wische progressive Partei stimmen können.

00:40:52: Und das werden sie natürlich machen, weil sie Geld von der Partei bekommen auch die Beförderungshallen von Bosnien nach Serbien umzuwählen und eben dieser Ausweise bekommt sie auch.

00:41:03: Also es gibt ja schon fünfhunderttausend dieser falschen Ausweisungen ausgestellt worden.

00:41:08: Fünfhunderttausend werden also auf jeden Fall für Alexander Wucic stimmen, für seine Partei.

00:41:16: Außerdem haben wir noch andere Formen des Wahlbetrugs.

00:41:22: Da gibt es zum Beispiel eine Methode die nennt sich der vulgarische Zug.

00:41:28: Also jemand geht in eine Wahlkabine mit einem schon ausgefüllten Wahlzettel bekommt dann aber einen neuen Wirkt dann den Lehrern und durch den Ausgefüllten in den Pox, macht das immer weiter.

00:41:44: Man gibt es an die nächste Person weiter.

00:41:47: auf die Art und Weise kann man sicher sein, dass alle nur für die serbische Borussia Partei stimmen.

00:41:53: Es gibt so unterschiedliche Methoden.

00:41:55: Das kennen wir schon alles aus, wenn ich die Frage ist, was hinterher passieren wird.

00:41:58: Werden die Serbia-Innen diese Wahlen mit dem Wahlbetrug akzeptieren?

00:42:05: Ein Hälfte von mir glaubt, dass die Wahlbeschrug zu einer Wahlsieg führen wird.

00:42:14: für die Regierungspartei und die andere glaube ich, dass selbst das nicht reichen wird.

00:42:20: Sie haben jetzt so viel Optimismus und Unterstützung für unsere Bewegung.

00:42:24: Das hat's noch nie gegeben, ich denke das kann durchaus auch eine echte Auswirkung auf diese Wahlen haben.

00:42:32: Und Subadan Milosevich hat genau das gleiche versucht.

00:42:35: Wir wissen wie das ausgegangen ist und wir hoffen dass es mit Alexander Rutschisch genauso entwert.

00:42:40: Dankeschön, Luca!

00:42:44: Es gibt noch viele andere interessante Fragen aber... Die Konversation sozusagen im Gang zu halten, würden wir jetzt erst mal weitermachen und dann noch einige Fragen direkt aufgreifen vom Publikum.

00:42:58: Aber auch mit den Q&A-Fragen weiter machen.

00:43:00: Andrea bitte?

00:43:02: Ja danke schön!

00:43:04: Wir werden versuchen sicherzustellen dass die Frage eingegangen wird.

00:43:12: also einige haben ja anscheinend Tagesordnung gelesen und wissen genau, wer hier Rednerinnen wie wir noch haben.

00:43:21: Aber vielleicht darf ich da kurz die Brücke schlagen bevor wir zum Teil zwei kommen?

00:43:25: Noch eine Erinnerung an alle.

00:43:28: How to the People finanziert sich über Crowdfunding.

00:43:33: Ich glaube das ist wichtig diesen Raum zu bieten für neue Narrative, für demokratische Resilienz ... Vielleicht auch anderen Formaten, sodass wir Bürger in den weltweit und aus Europa begrüßen können.

00:43:47: Das heißt, wir werden den Crowdfunding-Link posten und wenn jemand da einen Beitrag leisten möchte gerne und ihr könnt es natürlich auch bei uns melden.

00:44:00: Also Anans hat ja gesagt man kann eine Frage nicht für immer aus dem Weg gehen.

00:44:05: also Vielleicht versuchen wir jetzt auf einige der Themen einzugehen, die die Redner hier angesprochen haben und im Q&A standen.

00:44:16: Charlini ist mit uns... Bevor ich ihr das Wort gebe, möchte ich Sie kurz vorstellen.

00:44:24: Professor Schonmini Randere ist Sozialanthropologin und Rektorin Emerita von der Central European University in Wien, hat den Exzellenzwertschulern der Universität Bremen und Ihr aktuelles Forschungsprojekt.

00:44:35: Er hat den Titel Policy Hope.

00:44:38: Demokratiefreundliche Jugendbewegungen aus Asien – das ist natürlich sehr relevant für uns!

00:44:43: Sie hat auch einen Podcast mit dem Titel Democracy In Question.

00:44:48: Der läuft jetzt in das Wölfenstaffel.

00:44:52: Schalini, vielleicht so einigen der Fragen die hier angesprochen worden sind?

00:44:57: Eine letzte Dinge, die Rucis gemacht hat ist dass er nn- neunvierzig Aktivisten wird demonstranten frei gesprochen hat.

00:45:09: Das heißt... Unterschiedliche für einen Novizat und auch andere.

00:45:15: Er sagte, dass er ihn genadet hat aus rundes Alters gewesen ist nicht weil sie nicht schuldig waren oder nichts falsch gemacht hätten.

00:45:22: das ist aber auch strategisch jetzt natürlich vor den Wahlen und das ist ganz ähnlich wie in Indien zum Beispiel.

00:45:32: Der Bildungsminister hat Glückwünsche von der CJP bekommen dazu.

00:45:36: Aber die Struktur, die hinter ihm steht ist natürlich bestehengeblieben.

00:45:40: Wucic ist zurückgetreten und er wird sich wieder so Wahl stellen.

00:45:44: Kann man also sagen, dass politische Beratern solche symbolischen Lib-Service sozusagen leisten?

00:45:54: So zu tun als hätten sie den Menschen zugehört?

00:45:56: Und jetzt haben wir gehört, von denen die vor Ort sind.

00:46:00: Werden Forderungen wirklich nachgekommen?

00:46:02: Wenn nicht dann warum?

00:46:04: Ja danke schön!

00:46:05: Das sind viele Fragen zwei drei Bemerkungen und dann habe ich auch ein paar Fragen an anderen um auf die Brücke zu schlagen zu dem was wir aus Albanien und Serbien gehört haben.

00:46:20: eine wichtige Gemeinsamkeit die ich jetzt gehört habe Sind die Mainstream-Medien in allen drei Ländern, haben die Main stream Medien einfach nicht berichterstattet zu diesen Fragen?

00:46:35: Weil sie aufgegeben haben.

00:46:36: In Indien nennen wir das die Godi-Median.

00:46:41: Das sind also sozusagen Schoßhündchen der Regierung.

00:46:45: statt Wächter der Regierung war natürlich auch Werbeeinnahmen.

00:46:49: senken Sie also vollständig finanziell abhängig von ein staatlicher Finanzierung staatlichen Mitteln, aber das mal beiseite gelassen.

00:46:59: Wichtig hier war glaube ich eben diese Verschiebung von sozialen Medien Bildschirmen zu Präsenz auf der Straße, denn auf die Straßen von Delhi.

00:47:11: Es gab ja so viele Demonstration in so vielen Teilen des Landes gegen diese Enteignungen, gegen Korruption, gegen Infrastrukturprojekte.

00:47:22: Landwirtschafts-Land auf landwirtschaftlichem Land gegen Bergbauunternehmen, gegen große Flussprojekte muss auch zu Enteignungen und Verteidigung haben.

00:47:32: Also das sind ganz ähnliche Fragen wie das was Gräser beschrieben hat.

00:47:38: entweder Gesetze die zurückgenommen worden sind oder Gesetzen die angenommen wurden sind um diese groß angelegten Ereignung überhaupt möglich zu machen.

00:47:47: aber Trotzdem ist es so, dass all diese Bewegungen zum Beispiel auch die früheren, die Landwirtschafts-, Bauernbewegung, die wir also erfolgreich gesehen haben während Corona, die mussten jahrelang auf der Straße sitzen um Erfolg zu haben und die Zugangswege nach Delhi zu blockieren.

00:48:06: Aber diese Studenten-Bewegungen war wirklich ... Diese Proteste der Co-Coach Janata Partei waren sehr kurz!

00:48:15: Also... Wichtig, denke ich ist hier, dass man keine Proteste führen kann die nur online sind.

00:48:23: Dass man da redutiert ist natürlich ganz wichtig aber auch im Fall Serbien.

00:48:29: Das habe ich jetzt schon seit langem sorgfältig verfolgt Luca.

00:48:33: also ich hab auch lange Podcast folgen das herausgebracht jetzes Jahr.

00:48:39: Ich meine Luca fährt ja mit dem Fahrrad von Stadt zu Stadt von Dorf zu Dorf um die Leute wirklich vor Ort zu mobilisieren Und auch andere.

00:48:50: In Indien war es so, dass die Menschen nach Delhi gereist sind.

00:48:53: Es gab einzelne Proteste in Indien, in manchen der Größe und Städte aber nicht wirklich groß angelegt.

00:49:00: Natürlich haben wir ein etwas größeres Land als Serbien-Ralbanien.

00:49:06: Vielleicht ist das ein Unterschied?

00:49:07: Aber eins dürfen wir auch nicht vergessen... Diese Bewegung ist im Blickpunkt geblieben wegen diesen Beals.

00:49:20: Der Humor, der Ironie und dem Sport gegenüber der Regierung das auch aber auch weil sie wirklich in der Hauptstadt auf der Straße waren.

00:49:33: also die einen Unterschied der mir aufgefallen ist Unabhängige Medien, das ist natürlich ganz ähnlich.

00:49:40: Die rollen wie in den anderen Ländern.

00:49:42: aber ein großer Unterschied zu Serbien ist, dass die Universitäten hauptsächlich die Orte und die Städte der Demonstrationen waren nicht nur ... sondern die Universitäten, die für fast ein ganzes Jahr geschlossen waren.

00:49:56: Diese Campus auf dem Campus.

00:49:58: Da gab es dann Versammlungen und Entscheidungen, die gefallen sind.

00:50:01: Das ist ganz anders als diese Cockroach-Bewegung vorab geht und sich entwickelt hat.

00:50:07: Und deswegen die Frage an anderen.

00:50:10: Es schloppt nicht über in den Rest des Landes wie ich es erwartet hätte.

00:50:15: Also ... Auf dem Land ist man da still, gibt ja keine Proteste.

00:50:22: Und diese Verschiebung, die anderen beschrieben hat, finde ich ganz interessant.

00:50:28: Es gab ja erst um einen Thema, nämlich diese gelegten Prüfwagen.

00:50:34: Aber dann ging es weiter.

00:50:36: Es ging um das gesamte Bildungssystem, Frauen-Sicherheit, Wahlkommitee ... Wie werden diese Entscheidungen getroffen?

00:50:44: Denn die Kokoscijianata-Pateri hatte gesagt, sie wollen keine politische Partei werden.

00:50:49: Das ist mein zweiter Punkt.

00:50:52: Ich denke, das müssen wir andenken.

00:50:54: Wie kann man diese Änderung institutionalisieren?

00:50:57: Und auch dieses Momentum dieser Dynamik den Schwung beibehalten?

00:51:01: in Sri Lanka gab es ja eben dann viel unterschiedlich für die Opposition als dann Wahlen an Königdurten.

00:51:10: In Nepal hat die Sensibelwegungen unterschiedliche Parteien sich unterschiedliche Parteien integriert.

00:51:17: In Serbien haben wir diese Studentenliste Aus Akademikern und Berufsstätigen, die ihr Vertrauen genießen, die aber noch nie in der Politik waren.

00:51:29: Das heißt es gibt unterschiedliche Strategien dazu wie man das in eine politische Kraft umwandeln kann.

00:51:38: Und für Indien ist meine Frage Wir haben diese Bewegung, die also unterschiedliche Themen von Thema zu Thema springt.

00:51:46: Keine Organisationen hat keine klare Führung, wie ich das lassen hatte in einem so großen Land.

00:51:53: und ja, die Wahlen stehen noch lange nicht an.

00:51:56: Das stimmt aber da muss eben dieser Dynamik beibehalten werden.

00:51:59: Es muss sich irgendwie moralisieren damit dass er wirklich eine öffentliche Kraft beleibt Und Ich glaube, dass wir ein interessanter Punkt über den man sprechen konnte könnte.

00:52:11: Und die Frage stellt sich, wie verknüpft sich das mit vielen der anderen Bewegungen, die im Land ja gleichzeitig auch bestehen?

00:52:23: Wenn man wirklich die Wahlpolitik in Indien beeinflussen möchte.

00:52:29: Ja, danke schön.

00:52:31: Dann möchte ich anderen nochmal das Wort erteilen für ein paar Minuten und wir danken Gräser auch dass sie sich die Zeit genommen hat.

00:52:40: später kommen wir dann noch zu den anderen Redebeiträgen.

00:52:43: Dankeschön!

00:52:44: Ich werde versuchen, kurz zu antworten.

00:52:48: zur ersten Frage Frau Professor Es hat ja in Indien vor zehn Jahren massive Studenten-Revolten gegeben und ich habe auch an Anfang des Jahres nochmal eine Geschichte darüber geschrieben.

00:53:08: Mitten im Herzen Delies hat es eine riesen Demonstration seiner Zeit gegeben und rückblickend würde ich jetzt eigentlich gerne eine Geschichte drüber schreiben, Wo sind die Hochschulproteste eigentlich geblieben?

00:53:28: Denn die haben sich ja weiterentwickelt.

00:53:31: Die sind dann weitergegangen in das Gebiet der Arbeitslosen und alle fühlen sich immer wohler damit, dass sie in der Gig-Economie unterwegs sind.

00:53:49: Und diese Regierung hat natürlich auch die staatlichen Universitäten immer weiter zurückgedrängt und quasi abgebaut.

00:53:58: Das wäre meine... Meine zweite Antwort, Frau Professorin wäre so ähnlich wie die von Luca.

00:54:05: Es gibt sehr große aktuelle Sorgen über die Funktionsweise des Wahlausschusses.

00:54:15: Die Partei versucht auch damit zu arbeiten das ist in Zweifel gezogen wird, ob die Integrität dieser Wahlkommission überhaupt noch gegeben ist.

00:54:29: Ob man sich darauf verlassen kann?

00:54:31: Dann wird ja auch mehr und mehr die Frage gestellt, warum sollen wir uns überhaupt mit Wahlen auseinandersetzen und unsere Stimme abgeben wenn sie dann sowieso gefälscht werden?

00:54:43: Eine Folge davon ist auch dass zum Teil das politische Interesse nachlässt Und natürlich gibt es auch im Hintergrund ganz viel Kommunikation.

00:54:57: Ich denke, dass manche dieser Entwicklungen sich in Indien zeigen werden und es wird dann auch zu gegebener Zeit zusätzliche neue Kandidierende geben, auch neue Mittel werden bereitgestellt werden.

00:55:15: Denn die Wahlen sind traditionell immer etwas sehr... Polarisierendes gewesen.

00:55:24: Und natürlich will die Regierung auch gerne weiter an der Macht bleiben und man muss ja sehen, wie das Feld besetzt wird.

00:55:39: Da muss man auch sicher nochmal genauer schauen, woher diese ganzen Forderungen kommen.

00:55:45: Das sind natürlich auch zum Teil Reaktionen aus den sozialen Medien und... Ich bin auch ein Inder, der absolut online unterwegs ist.

00:55:56: Aber ich bin jetzt nicht derjenige, der zuständig dafür ist eine Kanalisierung der Jugendbewegung vorzunehmen und eine Orientierung zu geben.

00:56:06: aber die Partei hat mittlerweile auch so ihren Anknüpfungspunkt verloren Und man kann eigentlich nur noch hoffen dass das irgendwo wieder gebündelt wird.

00:56:16: Dankeschön Ja vielen dank anand.

00:56:21: Und dann haben wir auch einen Kommentar von Couchi.

00:56:26: Couchirator ist im Europäischen Hochschulinstitut tätig und ist ein Max Weber-Fellow.

00:56:39: Ich möchte Sie doch herzlich bitten, das zu kommentieren was anderen gerade gesagt hat.

00:56:44: Dankeschön Andrea!

00:56:48: Anand hat eigentlich schon ganz gut das zusammengefasst und Schalini auch etwas tatsächlich in Neudeeli sich abgespielt hatte.

00:57:04: Und wir haben auch festgestellt, dass die höheren Bildungsinstituts weiter abgebaut wurden und natürlich gibt es einen Generationswechsel aber es gibt noch einen Wechsel in der Erwartungshaltung und das bestimmt dann letztlich auch die Herkunft des Widerstands.

00:57:28: Wir wurden ja immer als ein Entwicklungsland betrachtet, aber wenn man dieses Versprechen der Bildung hatte dann konnte man etwas erreichen.

00:57:38: Daran haben wir uns immer festgehalten.

00:57:42: jeder Jeder der aus der Arbeiterklasse stammte, aus einer Arbeiterfamilie hat immer die Hoffnung gehabt durch Bildung würde er letztlich auch an eine Hochschule in Delhi kommen können und dann seinen Weg nach oben machen.

00:58:00: kommt es sicherlich auch aus einer anderen Regelung und wir haben bisher eine solche politische Mobilisierung noch nicht gesehen.

00:58:09: Es hat früher ja immer so diese kleineren politischen Hubs gegeben, die natürlich aufgeblüht sind aber dann auch wieder verschwanden und ich glaube das ist schon stimmt.

00:58:23: Die CGP hat letztlich einzelne Themen herausgegriffen.

00:58:35: Aber das haben wir mit der Amati-Partei in der Vergangenheit ja auch schon mal erlebt und deswegen müssen wir uns jetzt die Frage stellen, wie weit gibt es einen anders begründeten Widerstand?

00:58:51: Die Generationsfrage ist das eine, das andere ist aber Wie währt man sich gegen Korruption und wie ist da eine Zukunftsgestaltung möglich?

00:59:02: Danke.

00:59:07: Also Kushi, ich denke schon dass diese Strategie immer einzelne Themen aufzugreifen ist letztlich etwas was auch von der Partei so herausgefordert wird Die Bildungsfrage, die Frauenpolitik.

00:59:34: Alle diese Fragen und die CGP ist halt im Stande das jetzt zusammenzuführen denke ich Und all dieser einzelnen Bewegungen führt vielleicht dazu, dass man sich auf eine breite allgemeine Plattform einlässt.

00:59:54: Die Möglichkeit dazu oder die Wahrscheinlichkeit, die ich hier wahrnehme ist definitiv größer als in der Vergangenheit.

01:00:01: also das ist eine Verlagerung, die jetzt feststelle im Gegensatz zur früheren Antikorruptionsbewegungen in Indien und Da werden die theoretischen Widersprüche nicht so in den Vordergrund gerückt.

01:00:20: Auch die persönlichen Befindlichkeiten werden jetzt ausgeklammert, das erlebe ich sehr viel stärker als in der Vergangenheit und die Frage der Ideologie hat ein bisschen an Bedeutung verloren weil es im Grunde genommen alles Absurd geworden ist.

01:00:42: Die Partei geriert sich so, als sei sie marktoffen und ist protektionistisch wie keine andere

01:00:51: vor

01:00:51: ihr.

01:00:54: Insofern fragen sich viele Menschen auch für die gelten alle überhaupt gar keine Regeln mehr und keine Grundsätze.

01:01:01: Warum sollte das für mich dann gelten?

01:01:04: Und da sieht man so etwas Auflösung oder ein verbindendes Element.

01:01:17: Dankeschön, Anand!

01:01:19: Dann möchte ich jetzt... Professor Calypso Nicolaides aufrufen, genau zu dieser Frage.

01:01:28: Sie ist für globale Angelegenheiten zustellen nicht in der Florenzerschule für Transnationale Governance und sie ist dort auch Direktorin für das transnationale Demokratie Programm.

01:01:45: Sie isst eine akademische Aktivistin demokratische Innovationen ein und untersucht die Verbindung zwischen Demokratie- und Geopolitik, die ja auch wiederum für diese Diskussion relevant ist.

01:02:03: Wir haben jetzt sehr viel darüber gehört, Calypso wie man von individuellen Anliegen zu Kollektiven kommen, von Regionalen zur Nationalen.

01:02:15: und wann wird so etwas transformativ?

01:02:18: Und wann gesetzt man damit tatsächlich Rechenschaftspflicht durch?

01:02:25: Wann ist die ausreichende Größe erreicht, um transformativ zu wirken?

01:02:30: und ich würde Sie auch bitten natürlich auf die anderen Fragen und Kommentare zu antworten.

01:02:35: Ja, na klar.

01:02:37: Andrea und alle anderen das ist ja unmöglich darauf nicht zu reagieren weil so viel provozierende Äußerungen hier getätigt wurden.

01:02:47: und bei den Fragen sind wir auch nicht in naiv was Wollen diese Bewegungen und was bekommen sie?

01:02:58: Das ist natürlich genau die Frage, die man sich immer stellt.

01:03:02: Wie bekommt man das, was man fordert?

01:03:06: Dafür muss man kein Sozialwissenschaftler sein!

01:03:09: Andrea ich habe mir unsere wunderbaren ReferentInnen hier angehört und man stellt sehr viele Ähnlichkeitenfeld Die Anstöße.

01:03:23: Es hat nie mit einer abstrakten Forderung nach demokratischer Erneuerungen begonnen, sondern es ist etwas passiert.

01:03:29: Luca hat gesagt jetzt reicht eine Tragödienovisat dann die wunderschönen Flamingos, die sterben werden weil das Naturschutzgebiet nicht mehr eingehalten wird und so weiter.

01:03:45: also man findet einen anders wozu man sagt nein.

01:03:50: Und dann ist doch die erste Frage, die man sich stellt.

01:03:53: Wie führen diese Auslöser zu etwas Weiteren?

01:03:59: Also wenn da ein Damm bricht, haben doch diese Ereignisse etwas auch sichtbar gemacht.

01:04:09: Diese Flamingo-Bewegung in Albanien hat ja auch etwas mit der kollektiven Erinnerung an das Ponzi-System zu tun aus den neunziger Jahren.

01:04:22: Und das hat sehr viel mit diesen Menschen gemacht, so nach dem Motto So wird man ganz schnell reich.

01:04:29: und dann wurde wieder gesagt Dann kommt Trump und baut da so ein Tourismus Insel auf und alle werden reich.

01:04:41: Nein haben die Menschen gesagt wir wollen dass die Flamingos überlegen und natürlich ist es auch in Indien so Da gibt es sehr viele Vorfälle aus der Vergangenheit und in Serbien natürlich auch.

01:04:56: Aber insgesamt war es auch diese riesige Frustration über die Korruption, die letztlich darauf zurückzuführen ist dass diese Bürgerinnen und Bürger feststellen das es eine Riesenkluff geben zwischen Arm und Reich gibt Staatvereinnahmt, autoritäre Regierungen oder private Geldwäsche beziehungsweise organisierte Verbrechen.

01:05:28: Die kapern den Staat, anders kann man es ja nicht ausdrücken und damit kapern sie auch Deine eigene Zukunft.

01:05:39: Und Cushy, die sitzt hier neben mir.

01:05:42: deswegen, gestikuliere ich jetzt immer hier so zur Seite und den jungen Menschen sagt man dann keine Zukunft no future!

01:05:56: Man springt dann von einem thematischen Anliegen zum anderen.

01:06:01: aber wenn die Geschichte ganzheitlich ist und koerent und man nicht alles über Bord werfen will, sondern es eine Geschichte gibt.

01:06:12: Die so ein bisschen aufzeigt dass das alles miteinander zusammenhängt vor allem mit dieser Arroganz der Macht dann verbinde ich das mit der Frage welche Zutaten braucht man um diese Bewegung auf die nächste Ebene zu heben?

01:06:36: Wie bekommt man da hin, wo man hinkommen will und wie bekommt man das was man haben will?

01:06:42: Und natürlich gibt es immer sehr viel Spannung.

01:06:44: Also eine wundersame Lösung gibt es für keinen in diesem Kampf und vieles hängt immer von ganz einzelnen Glücksfällen auch ab.

01:06:59: Und da kann man natürlich kurzfristig auch die Rechenschaftspflicht fordern für die Naturschutzgebiete.

01:07:08: Das kann mittelfristlich helfen, kurzfristigt kann auch der Rücktritt einer Regierung helfen.

01:07:14: aber letztlich braucht man Ganz zentral eine soziale Zusammenhalt.

01:07:21: Wir haben von Verbündeten gehört und diese Mäutereien, von denen ihr sprecht... sehe ich doch auch in anderen Ländern, aber wir brauchen noch eine andere Zutat.

01:07:38: Und das ist eine Veränderung des Narrativs.

01:07:42: Die Jugend verändert letztlich das Narrativ für die Gesellschaft und macht das Erlebte verständlicher oder stellt es auch andere da?

01:07:58: Da gibt es ja auch das eine oder andere Buch über die Rechtsstaatlichkeit.

01:08:05: Und wir haben da einen Buch selbst drüber geschrieben und manche gähnen dann und sagen, mein Gott, wovon reden diese Leute eigentlich?

01:08:14: Letztlich ging es immer um einen Protest gegen willkürliche Machtausübung.

01:08:21: Man wird plötzlich seines Landes verwiesen, man wird enteignet... Das ist etwas

01:08:30: wo

01:08:32: man natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger erreicht Und kann in verständlicher Weise beschreiben, was Rechtsstaatlichkeit ist.

01:08:41: Aber da muss man sich die Frage stellen und wie überträgt man das jetzt?

01:08:45: In eine langfristige Lösungsperspektive, die man dann in der Gesellschaft verbreiten kann.

01:08:58: Da habe ich so zwei Dinge gehört.

01:09:00: Einmal die Abwägung zwischen absoluter Autonomie Und dann hat man etwas in diesem autonomen Kreis entwickelt und kann sich das vorstellen.

01:09:19: Hat aber noch nicht den Weg zum Ziel gefunden, auf der anderen Seite die Integration im Inswalsystem.

01:09:29: Ich hoffe doch dass dieses Gespräch zwischen Anand und Luca über Indien und Serbien noch fortgesetzt wird, denn Luca hat ja über diese studierenden Bewegungen gesprochen.

01:09:47: Und die haben dann auch beschlossen eine Wahlliste einzureichen.

01:09:54: Warum?

01:09:55: Warum nicht eine politische Partei gründen und sich zur Wahl stellen, das kann ja verheißungsvoll klingen ich weiß es nicht.

01:10:03: Ich bin mir da auch nicht sicher.

01:10:05: warum nicht die nepalesische Strategie dass man kooptiert und Kandidaten überall hat?

01:10:13: welche Strategien gibt es für die Integration in die politische Logik.

01:10:19: Und man kann natürlich auch immer die Frage stellen, wie geht man mit den Wahlen um?

01:10:27: Ich würde immer mich dafür aussprechen für etwas Offizielles einzutreten.

01:10:37: Dass es Bürgerversammlungen gibt damit Menschen Bürgerinnen und Bürger ein Mitspracherecht haben bei allem, was letztlich Regierungsentscheidungen sind oder Amtsentscheiden auch.

01:10:53: Und eine Sache die wir natürlich stets fordern können ist werden Verletzungen, die zu Wiederhandlungen auch aufgegriffen und wird Abhilfe geschaffen.

01:11:12: Sehr häufig ist es ja nicht der Fall.

01:11:16: Und ich würde auch die Frage stellen wollen Wie sieht's denn aus wenn ein Rücktritt erfolgt?

01:11:28: soll darauf folgen.

01:11:30: Diejenigen, die man mobilisieren kann werden sie auch die Möglichkeit haben durch ihr Handeln die Öffentlichkeit zu mobiliseren?

01:11:43: auf welchem Weg?

01:11:45: Und solche Wege können sich auch gegenseitig wiederum bestärken.

01:11:51: Aber ich habe es ja gerade auch schon mal gesagt, man kann natürlich auch die Bewegungen und ihre Forderungen wieder etwas limitieren.

01:12:05: Denn man erlebt ja oft ein Dilemma.

01:12:10: Junge Menschen werden aufgefordert ihr sich auszudrücken und ihre Forderungen tatsächlich auch darzustellen, oft mit darstellenden Künsten wie Theater.

01:12:25: Aber viele reagieren eben nicht darauf.

01:12:30: Die Frage ist, wie kann man aus dem Ausland solche schwierigen Demokratiekämpfe unterstützen?

01:12:41: Ohne dass dann der Vorwurf sofort ruchbar wird, man würde sich aus dem Ausland einmischen.

01:12:48: Da hätte ich eine ganze Menge weitere Fragen aber ich habe glaube schon ganz viele Anregungen gegeben.

01:12:59: Wunderbar!

01:12:59: Fragen die zu mehr fragen führen?

01:13:02: Also... Ich frage mich, ob von den Rednern jemand etwas dazu sagen möchte.

01:13:08: Bevor wir den letzten Beitrag haben vom Madeleine Anand und Luca... Aber das kann natürlich auch später sein, Luca?

01:13:16: Ja ich wollte noch was sagen!

01:13:18: Ich kann versuchen ein paar der Fragen zu beantworten jetzt oder später wie auch immer besser ist.

01:13:25: Wir Zeit und würden gerne von dir hören also bitte.

01:13:29: Danke für die vielen Fragen.

01:13:35: und gemerkt, wie viel Kontext ich eigentlich weggelassen habe.

01:13:39: Weil einfach so viel los ist auch diese Radtouren von Stadt zu Stadt.

01:13:44: Wir laufen auch, wir gehen zusammen, fünfhundert Kilometer insgesamt also vom größten ganzer Land von einer Spitze zur anderen Und das ist dann aber vor einem Jahr gewesen und danach noch so viel, dass ich nicht alles auf einmal im Kopf habe.

01:14:01: Also die Studentenliste und warum es eine Liste ist und keine Partei wurde gefragt?

01:14:09: Parteien.

01:14:11: Das klingt nicht mehr gut inzwischen, in der serbischen Öffentlichkeit.

01:14:15: Das sieht einfach schon schlecht aus, hat dann beigeschmackt.

01:14:19: Seit einigundneinzig haben wir mehrfrore Parteienwahlen gehabt und das serbische Volk ist von jeder einzelnen politischen Partei die es vertreten sollte irgendwie enttäuscht worden auf irgendeine Art.

01:14:31: Die Alternative, die wir also bieten, die sich ergeben hat aus diesen Basisprotesten ... Das sind ja nicht nur Studierende und Akademiker, sondern so will die Regierung das darstellen.

01:14:47: Dass es die Bourgeoisie ist gegen den Willen des Volkes.

01:14:51: aber so ist es gar nicht, dass Menschen von überall aus Einschichten und diese lokalen Versammlungen ... Die nennen wir Bors, das Bovi.

01:15:01: Die gibt es jetzt in allen Städten Und da haben wir dann Gruppen von Leuten, die vielleicht in der gleichen Nachbarschaft wohnen.

01:15:11: Die sich zusammentun und schauen, was können wir in unserer Umgebung ändern?

01:15:15: Und dass es eben direkte Demokratie-Basisbewegungen wirklich aus einzelnen Nachbarschaffenden stand.

01:15:28: Die Proteste, natürlich wird man Studierenden organisiert.

01:15:32: Wir haben da die Universitäten blockiert und massive Proteste organisieren.

01:15:35: Aber es gab jede Woche auch kleine Proteste von diesen lokalen Gruppen organisiert worden.

01:15:41: Und diese lokaligen Gemeinschaften sind überall im Land.

01:15:46: Diese Menschen aus diesem Versammlung sind jetzt eigentlich ganz entscheidend Mitglieder dieser Studienbewegung.

01:15:56: Und dieses Wahlzug durch so der ganzen Kampagne.

01:16:01: Es gibt da Leute, die bereit sind von Tür zu Tür zu gehen ... Die Land rumfahren mit diesen ... zum Beispiel Tische aufstellen und Fragen stellen kann mit Broschüren.

01:16:15: Das sind ganz normale Leute!

01:16:16: Die haben auch eine normale Arbeit, dass sie nachgehen.

01:16:19: Aber sie nehmen sich die Zeit.

01:16:21: Eltern, Nachbarn, alle.

01:16:24: Also wenn man so etwas erreichen will, wollen würde mit der hierarchischen Struktur einer Partei wäre es glaube ich nicht so erfolgreich gewesen wie diese dezentralisierte Art.

01:16:35: Eine Liste ist separat gesehen und ein Programm das wir gemeinsam erstellt haben diese sehr breite Basis an Aktivistinnen.

01:16:51: Und das hat zu Ergebnissen geführt.

01:16:53: und was jetzt die Verteilung der Wahlergebnisse angeht, dass wir also hoffen, dass dieser massive Wahlbetrug nicht auftreten wird?

01:17:01: Naja... wichtig dafür wäre auf jeden Fall eine hohe Wahlbeteiligung.

01:17:06: Je höher die Wahlbetteiligung ist desto schwieriger der Wahlbetruck!

01:17:10: Und dann natürlich ganz einfacher Verständnis, da es das serbische Volk Also das eine ist, wenn Serbier oder irgendjemand in der Welt demonstriert wegen Forderungen.

01:17:25: Weil sie Forderung haben, dass Dinge auf eine bestimmte Art und Weise gemacht werden sollten im Land.

01:17:30: Aber es ist ein ganz anderer Ansatz, so ne ganz andere Haltung Wenn man die eigene Stimme verteidigt, die man abgegeben hat, wenn man weiß, der Großteil des Landes gegen die Regierung gestimmt und die Regierung weigern, sich die Macht aufzugeben.

01:17:47: Das ist was ganz anderes.

01:17:48: Und so war es am fünften Oktober zweitundtausend.

01:17:51: Und dieser Protest am fünften Oktober zwei tausend sind.

01:17:54: das hat mit Lossowicz gestützt.

01:17:56: Das war natürlich ganz anders als unsere Prozesse jetzt in neunzehntneinzeixenneinzig, siebenneinzentig

01:18:02: etc.,

01:18:03: aber da Hat das alles ein Ziel?

01:18:08: Am fünften Oktober ist es bis zum Ende gekommen.

01:18:11: Die Menschen sind nach Belgrade gereist und haben gesagt, wir gehen nicht weg, bis sich die Göz gelöst hat.

01:18:18: Diese Entschlossenheit!

01:18:21: Wir haben ja diese Lehren aus der Geschichte.

01:18:24: Das ist möglich, das hat in der Vergangenheit funktioniert und damit wird man auch vielleicht mehr Entschlossenheit haben und eine bessere Chance durchzusetzen.

01:18:33: Die Frage ist wie weit wird die Regierung bereit sein zu gehen?

01:18:39: Wenn am XXI.

01:18:40: Oktober oder dem anderen Tag im Oktober November Blut fließen wird ... Natürlich eine Frage vor, der wir Angst haben.

01:18:50: Alle Angst haben aber ja das weiß man nicht was man hier machen kann dafür dass alle hier tun können sensibilisieren dafür und natürlich die gewählten Volksvertreter zur Rechenschaft ziehen als Europäer.

01:19:09: Wir haben ja dieses autokratische Regime.

01:19:12: Das ist ein europäischer Partei, die auch von der EU unterstützt wird.

01:19:18: Und von Russland und den US und China.

01:19:20: Wenn all diese das unterstützen, dann haben wir einen guten Grund, dagegen zu halten.

01:19:34: hieß der ausländische Einfluss.

01:19:35: Aber wenn alle hier jetzt ihre eigene gewählten Volksvertreter das so auffordern zum Saar fragen, wie kann man so einem Autokraten die Handschütteln?

01:19:42: Wird es auch helfen?

01:19:43: Anand hat sich gemeldet.

01:19:47: gerne von Anand aber vielleicht frage ich Madeleine ob sie jetzt etwas sagen möchte.

01:19:55: Sie ist nämlich auch unterwegs.

01:19:58: Danke Madelein dass noch gekommen.

01:20:02: Ich möchte Madeleine kurz vorstellen.

01:20:07: Madelein de Koch-Böning ist Professorin für Kommunikationsrecht und Digitalpolitik und Recht, Wirtschaft und Gesellschaft am Europäischen Hochschulinstitut der Universität Uittrecht.

01:20:17: Sie arbeitet in Technologie Medien und Demokratie.

01:20:21: sie hat mit geholfen die europäische Politik zu gestalten zur Informationsintegrität und das europäischen Schichtenerz helfen Und ist derzeit Mitglied, der auf einen Tag kurz nach diesen Fahnen sich und vorstens den Straflinien Beirats zu initiieren.

01:20:35: Hier sind wir ganz schön an Europa und sie leitet auch den Beirat Europäischen Büro, war eine Stelle für digitale Medien.

01:20:40: also viele überlappende Konvetenzen die hoffentlich hier ein trottbaren Beitrag leisten können.

01:20:47: ich habe natürlich auch eine Frage an mit Lehen wie könnte es anders sein?

01:20:52: Das geht ein bisschen mehr in die Richtung Strukturen und Institutionen, wenn wir hören jetzt auch etwas über Lösungen, mögliche Lösungen.

01:21:03: Manche sind traditionellerer Natur, manche nicht.

01:21:06: zum Beispiel das gewählte Volksvertreter sollen aufgezogen werden.

01:21:11: Und das andere ist eben die Support im Aborganisation neue Form der Bürgerinitiativen.

01:21:17: und Frage an Madeline Gräßer musste schon weg, aber hatte gesagt wie das Gesetz auch genutzt wird um Optionen zu rechtfertigen und die Medien spielen eine entscheidende Rolle in beide Richtungen gegen solche Narrativen vorzugehen oder Dinge zu untermauern.

01:21:39: Luca hatte auch über die Erfreie der Medien gesprochen.

01:21:43: Kann du kurz was sagen, was über die Arbeit wird im Wortdienst?

01:21:51: Wie kann man sich erstellen, dass Produktionsbekämpfung und solche Dinge ganz oben auf der Tagesordnung bleiben.

01:21:57: Dass wir die richtigen Instrumente haben, strukturell gegen diesen Themen voranzukommen.

01:22:04: Und natürlich kannst du auch auf alles eingehen, was hier schon gesagt worden ist.

01:22:09: Danke schön!

01:22:12: Sehr schön hier dabei sein zu können.

01:22:15: Wunderbare Beiträge und alles hochaktuell.

01:22:20: Vielleicht fange ich mit dem an, was wir hier wirklich sehen?

01:22:26: Wir sehen ja viele Gemeinsamkeiten und nicht nur diese drei Fälle die wirklich klar sind sondern das ist auch historisch immer wieder so gewesen.

01:22:38: ganz ähnliche Muster.

01:22:40: zunächst ein konkretes Schaden, also der letzte Tropfen, der das fast zum Überlaufen bringt.

01:22:49: Da reicht es allen.

01:22:51: Manchmal ist es so Kleinigkeit, manchmal ist es aber auch etwas wirklich Schlimmes, was dann zur Entrüstung führt.

01:22:57: Dann kommt eine Narrative ... Ich hab Netflix gearbeitet als Vizepräsidentin für Global Affairs und da habe ich viel über das Narrativ gelernt.

01:23:06: Also wenn es so schlimm ist, dass eine ganze Bewegung darum herum entsteht, kann eben auch Veränderungen kommen.

01:23:14: Das ist ja sehr spannend und wichtig.

01:23:19: Also Symbolismus und Narrative, das ist hilfreich aber es ist nur der Anfang.

01:23:26: Das wird dann auch ausgerechnet online und auf der Straße ohne politische Parteien.

01:23:31: Aber man braucht dann irgendeine Art oder Form das institutionell zu verankern denn wenn es einfach noch eine Bewegung ist... Das muss ja auch irgendwie verstetigt werden.

01:23:46: Und da sind Medien ganz wichtig und sollten eben diese Hüterrolle wahrnehmen, nicht umgekehrt.

01:23:54: also das steckt in die Brücke zu dem was wir bei Demokratie siebenzwanzig machen und danach würde ich gerne noch Aber da sprechen wir hier von den Institutionen, jetzt fordern können, dass diese Bewegungen weiterlaufen.

01:24:06: Wir haben es ja in der Geschichte auch gesehen das die Eklaptokratie etwas ist, die Menschen wirklich nicht mögen.

01:24:14: Die Icarus zum Beispiel.

01:24:17: Ich bin gerade in Athen und das ist ja der Geburtsort der Demokratie.

01:24:22: deswegen bin ich sehr inspiriert an all dieser schönen Geschichten.

01:24:28: also das Athena-Demokratieforum Da geht es darum, wie wir die Demokratie erneuern können.

01:24:35: Also ich würde das Folgen dazu sagen.

01:24:37: Demokratie siebenundzwanzig.

01:24:41: Uns geht es um die Demokraties immer wieder zu erneuernden.

01:24:45: Denn wir sehen starke Rückschritte in der Demokratie.

01:24:47: unser Schwerpunkt ist Europa also nicht Indien auch wenn natürlich wir viel lernen können von diesen Ländern.

01:24:55: Demokratie ist also ein Verb, die muss sich immer wieder erneuern kann nicht immer gleich bleiben und solche Bewegungen wie wir sie hier sehen bringen eben diesen Schwung rein.

01:25:06: und dann die Jugend.

01:25:07: Die Jugend ist natürlich sehr wichtig in all diese Bewegungen Und für die Jugend ist das eben auch wichtig und das bringt Hoffnung.

01:25:16: Die Frage ist aber ob unsere Institutionen wirklich zuhören können dass auch wirklich hören können.

01:25:24: Das würde ich gerne mehr beleuchten, wenn wir ein Mandat der Zivilgesellschaft als Demokratie siebenzwanzig wollten keine Mandate von Regierung oder der Europäischen Kommission sondern die wollten ganz unabhängig bleiben damit wir auch wirklich kritische eine kritische Stimme sein können gegenüber diese Institutionen die einfach besser werden müssen.

01:25:46: also wir haben viel mit der Jugend gesprochen.

01:25:48: das ist natürlich ganz wichtig für uns Denn die Mozartie ist als Ausschlaggebend für junge Leute nicht nur für ihre Zukunft, sondern auch für ihre Gegenwart.

01:25:56: Das heißt wir müssen wirklich alle besser zuhören!

01:26:02: Also was können wir von Institutionen fordern?

01:26:05: Da kann ich natürlich unseren Bericht ansprechen, der im März erscheinen wird.

01:26:09: Das ist sozusagen der Draghi-Bericht der Demokratie.

01:26:12: Danach werden auch eine Kampagne starten damit unser Bericht nicht einfach in einer Schublade verschwindet und gelesen sondern dass das wirklich auch berücksichtigt wird auf allen möglichen unterschiedlichen Ebenen.

01:26:24: und wir stellen fest dass Institutionen, insbesondere die Europäischen eine Rolle spielen können.

01:26:32: Zum Beispiel Serbien und Albanien, die beiden europäischen Länder sind ja Beitrittskandidaten Der EU, das gibt schon auch eine Art Hebelwirkung in Brüssel.

01:26:45: Könnte hier vielleicht mal aufwachen und merken dass sie die Bewunderung der jungen Leute verlieren werden wenn sie die Rechtsstaatlichkeit nicht ernst leben.

01:26:55: Man darf doch nicht weich sein sondern muss sehr deutlich sein.

01:26:59: Und wenn man sieht Das ansprechen, was im System falsch läuft.

01:27:04: Dann muss das auch berücksichtigt werden.

01:27:06: Übrigens kommt es in manchen Berichten dann auch vor zum Beispiel durch der Türkei.

01:27:13: Die TürkeI war ja lange auch interessiert, in der EU bald zu treten und die Europäische Kommission hat sehr kritische Berichte verfasst über die Rechtsstaatlichkeit die Medien und die Justiz in der Türkei haben.

01:27:32: Also das geht, aber manche einen Einzelverländer, aber das muss eben auch passieren.

01:27:36: Das ist das eine.

01:27:38: Und...

01:27:42: d.h.,

01:27:42: diese Bedingungen müssen geschaffen werden und der bürgerliche Raum muss geschützt werden.

01:27:49: Zivilgesellschaftliche Raum, denn diese Proteste, da leuchtet man natürlich auch ein Gefahr als Bürgerin Und wir haben die Eure Pläsche, das Überrasch übereinkommen der Menschenrechte.

01:28:00: Ich bin ja anwältet und vielleicht hört, wir können diese Räume schützen und da sollten wir auch.

01:28:05: Wir müssen hier zusammenarbeiten, dass sie erreichen denn sonst werden diese Stimmen nicht gehört von dann werden niedergeschlagen und auch das sehen wir immer wieder.

01:28:16: Drittens hatte Charlini auch angesprochen, würde ich sagen Schutz des Informationsökosystems.

01:28:25: Die Medien müssen ihre... Räuler als unabhängige Hüterin auch wahrnehmen.

01:28:32: Und wie Charlinis sagte, das Problem ist dass die Medien oft Schwierigkeiten haben sich zu finanzieren.

01:28:39: sie werden also immer abhängiger von Mittelgebern zum Beispiel von der Regierung.

01:28:45: Das hat natürlich mit zu tun mit den sozialen Medien an die, wo das meiste Werbeinkommen, Einkommen hinfließt.

01:28:52: Das ist ein großes Problem!

01:28:54: Es gibt auch eine Verordnung tatsächlich der EU, die hier auch unabhängigen Journalismus unterstützt nämlich des europäische Gesetzes für die Freiheit der Medien.

01:29:05: Das is wirklich ein wichtiger Rechtsakt für die Unabhängigkeit von Journalisten damit sie kritisch Berichterstatten können und eben für die Pluralität den Vielfalt der Medien.

01:29:15: Wer hat das eingeleistet?

01:29:17: Die europäische Kommissarin, die auch Vizepräsidentin der Europäischen Kommission war.

01:29:22: Der Letzten von der Leienkommission, Kabinett und sie ist auch Vorsitzender von Demokratie.

01:29:28: Siebenzwanzig also da es gibt einen Eindruck wie ernst wir den Informationsraum nehmen.

01:29:35: ich habe schon an Anfang an Desinformationen gearbeitet als Vorsitzende der europäisch noch ein Taskforce zu Desinformation ein recht effektives System entworfen, um die Desinfation zu bekämpfen.

01:29:47: Aber es gibt noch sehr viel mehr zu tun.

01:29:50: also ohne weiteres übergebe ich wieder und ich muss jetzt auch leider weg zu einer anderen Sitzung und ich brauche dringend Wasser.

01:30:02: Ja danke Madeleine dann das du dir Zeit genommen hast.

01:30:09: Voll gefragt können wir vielleicht eine andere mal besprechen.

01:30:11: Eine Sache möchte ich vielleicht dem Podium stellen oder anderen auch.

01:30:18: Eine kollektive Frage, nämlich wie wir zum Beispiel auch die Rolle dieser Koalition sehen?

01:30:25: Es gab hier diese Bottom-up Bewegung, die angesprochen wurden aber im Kollektion von Akteuren und Organisationen, die auch Grenzüberschreiten sich gegenseitig helfen können Damit solche ganz überschreitenden Lösungen, die sie verzweifelt brauchen auch kommen.

01:30:45: Wie Mattlens sagte?

01:30:46: Ich würde darauf noch kurz eingehen.

01:30:50: also ich habe mit einem politischen Anthropologin gesprochen der mir was sie mir etwas wichtiges beigebracht hat eine Anthropologie und zwar sagte sie dass diese Organisationen und Unternehmen haben eben Macht Und wenn diese Macht nicht für sowohl der Gesellschaft genutzt wird, um die Demokratie so zu stärken, dann ist das auch eine Form des Machtmissbraus.

01:31:19: Also das ist ne sehr starke Position.

01:31:23: muss hier zusammenarbeiten.

01:31:25: Das ist nicht wir gegen die anderen, sondern wir müssen zusammen arbeiten und die Demokratie zu stärken, dass diese auch zukunftssicher ist und wir vermeiden das diese Bewegung der einzige Weg ist um Veränderungen zu bewirken.

01:31:37: Wir brauchen ein Besserungssystem so, dass man in dem man wählt schon Veränderung erweifeln kann.

01:31:44: Danke schön!

01:31:46: Und dafür müssten wir natürlich eine starke Kartierung dieser Aktivistinnen und Aktivisten haben.

01:31:55: Ich glaube, ich möchte Anand nochmal das Wort erteilen.

01:31:59: Wir kommen damit auch so ein bisschen auf das frühere Gespräch zurück aber er ist ja auch Journalist und hat daher auch Erfahrung aus erster Hand.

01:32:11: Ich wollte nur auf Professor Nikolai des Ausführungen reagieren wenn solche Protestbewegungen nur ganz enge Forderungen stellen wie zum Beispiel den Rücktritt.

01:32:26: Das haben wir in Indien auch erlebt.

01:32:29: Das war sehr schwierig, für die Protestbewegung tatsächlich voranzukommen und letztlich war es dann die Regierung, die ein Crackdown gegen diese Protestbewegerung organisierte sich zu halten.

01:32:53: Und ich glaube, wir müssen tatsächlich darauf achten, dass man irgendwie den Schwung und die Dynamik erhalten kann mit den Forderungen in der gegebenen Rahmenbedingung.

01:33:07: Natürlich übt man immer Druck auf die herrschende Regierung oder die herrschenden Mächte aus um die Zustände zu verändern.

01:33:20: Und wir haben in Indien auch eine Situation, wo exzessiv zwischen den Parteien zusammengearbeitet wird, zum Beispiel in kommunistischen Parteien auch mit dem Ausland.

01:33:34: Aber die Aktivisten sind oft international sehr gut vernetzt und natürlich kann man auch die unabhängigen Medien wählen.

01:33:47: aber es gibt wirklich sehr wenige, die tatsächlich den Journalismus noch mit der Frage Bestellungen betreiben, ob die Macht überhaupt auch ihrer Rechenschaftsefflicht nachkommt zum Beispiel.

01:34:08: Es gibt wirklich auch sehr vieles, was gerade passiert.

01:34:12: Und solche Diskussionen wie die, die wir hier führen ist natürlich immer ein super Ausgangspunkt für all solche Überlegungen und ich bin sehr gerne hier dabei gewesen um auch die Fragen zu antworten.

01:34:29: Professorin Maglin hat ja auch die Frage nach den Medien gestellt.

01:34:37: Es gibt so viel positive Energie in Südostasien und ich wollte unbedingt in den unabhängigen Medien erarbeiten, einfach um... einen klareren Einblick zu haben in diese Spannung und diese Dynamik.

01:35:00: Und ich muss ganz ehrlich sagen, es war bestimmt nicht leicht aber das ist der richtige Weg und ich glaube dass auch vor allem die Macht der Geschichten niemals versiegen wird.

01:35:17: Danke schön, Anand für diese sehr inspirierenden Überlegungen dazu.

01:35:28: Wo wir als Verbraucherinnen und Verbrauchern nach Informationen suchen zum Beispiel?

01:35:34: Und ich frage mich ob es hier zu diesen Bemerkungen noch irgendwelche Kommentare gibt und zu den Ausführungen von Anand oder Madeleine Und wenn nicht, dann würde ich jetzt gerne wieder an Amelie abgeben.

01:35:51: allmählich auch mit ein paar Fragen beginnen können und ich muss auch zugeben, dass ich ein paar eigene Fragen noch entwickelt hatte.

01:36:03: Aber ich glaube wir sollten einfach mal schauen welche Fragen hier noch insgesamt gestellt werden bevor wir unsere eigenen Fragen hier nach einbringen.

01:36:14: vielleicht kann Amelie uns helfen die Fragestellungen hineinzukommen.

01:36:21: Ich möchte mit der wichtigsten Frage beginnen und ich werde Sie kurz übersetzen, Beate fragt mit Bezug auf die verschiedenen Bewegungen in den verschiedenen Ländern Das ist doch nach einer weltweiten Bewegung dieser Demokratie, also diese Demokratiebewegungen aussieht.

01:36:48: Aber welche Rolle können andere Demokratieformen wie die Losdemokratie zum Beispiel spielen?

01:37:04: Demokratie, oder ist sie ganz interessant?

01:37:10: und auch die deliberative Demokratie.

01:37:17: Wie könnten die beispielsweise repräsentative Systeme ablösen oder ergänzen?

01:37:26: Und dazu könnten ja vielleicht auch die anderen Referentinnen hier noch etwas sagen.

01:37:31: Kalipso!

01:37:35: Das ist eine Frage, die mich sehr bewegt und nicht nur mich sondern das ganze Ecosystem meiner Freundinnen und Freunde.

01:37:45: Nicht nur uns hier am Florenzer Hochschulinstitut, sondern auch all die Freiwilligen, die in unserer Pilotversammlung teilgenommen haben der demokratischen ODC Auch Andrea waren ja wirklich sehr eng da auch beteiligt und hier ging es tatsächlich um die Frage.

01:38:16: wie so eine reisende Bürgerversammlung funktionieren kann.

01:38:21: Die waren ja willkürlich quasi zusammengewürfelt worden, diese Bürgerinnen und Bürger in den Versammlungen.

01:38:29: Und der Gedanke war, solche permanente Versammelungen zu gründen.

01:38:35: wäre das dann nicht ein vierter Arm der Regierung in Europa?

01:38:39: Und würde das nicht den Regierungsämtern rund Parlament auch helfen, eine engere Verknüpfung zu den Bürgerinnen und Bürgern herzustellen.

01:38:51: Das ist etwas, woran wir wirklich glauben.

01:38:54: Und wenn man willkürlich ausgewählte Bürgerinnen- und Bürger zusammenbringt dann reflektieren sie die Vielfalt der Gesellschaft.

01:39:04: Die sehen aus wie ganz normale Bürgerinnen Und die sind dann da auch gar nicht so lange daran beteiligt, maximal ein Jahr.

01:39:21: Meistens sechs Monate können wirklich auch wie Wachhunde funktionieren.

01:39:27: Die können tatsächlich das Bewusstsein der Gesellschaft mitschärfen und sie kumpierbar, weil sie ja viel zu kurz nur im Abend sind.

01:39:40: Das war super interessant!

01:39:43: In Griechenland haben wir angefangen und dieses Losverfahren in dem die ausgewählt worden waren, war wirklich absolut basisdemokratisch natürlich.

01:39:55: Solche Versammlungen müssen aber auch in größere participative Ketten eingebunden werden.

01:40:08: Das kann vielleicht über Proteste entstehen, dann entstehen Versammlungen, dann werden Proteste organisiert und dann aber auch Veränderungen angestoßen und eine Transformation vollzogen.

01:40:29: ist auch nicht immer so, dass jede Bewegung die entsteht tatsächlich ihre Zwecke erfüllen kann.

01:40:36: Und insofern gibt es eine kollektive Mission für uns alle nämlich darüber nachzudenken und letztlich auch gemeinsam zu handeln um solche demokratischen Mechanismen und Instrumente zusammenzuführen.

01:40:54: Auch unsere Kreativität Kunst und Theater, Musik – all das inspiriert Menschen ja auch.

01:41:04: Und ich glaube, dass Proteste immer die beste Inspiration sind.

01:41:09: Denn da gibt es ja Versammlungen!

01:41:11: Die Frage ist letztlich immer können Proteste zu Macht führen?

01:41:18: Schaffen Sie den Zugang dazu?

01:41:20: Oft ist es einfach so, dass sie sich horizontal vernetzen auf jeden Fall.

01:41:24: Und wir müssen versuchen, auf optimale Art und Weise diese Bewegungen miteinander zu entwickeln und weiterbilden damit wir nicht an autoritären Ohlen letztlich scheitern.

01:41:40: Ich möchte darauf ganz kurz reagieren.

01:41:43: So viele Protest- und Fraudschutzbewegungen haben sich letztlich mit dem restaurativen Teil der Agenda auseinandergesetzt, denn die Regierung wird immer als destruktiv betrachtet.

01:41:57: Aber wir wissen ja, dass die Zeit sich eigentlich nicht so entwickelt, sondern wir müssen uns alle überlegen was kann man denn anders machen?

01:42:06: Was kann man zusätzlich machen?

01:42:08: Und insofern ist es die Suche nach einer konstruktiven Agenda.

01:42:12: Und was Professor Nikolaitis da dargestellt hat, wäre ein großartiger Weg denn es führt zu einer stärkeren Partizipation und das ist in Indien auch etwas dringend erforderliches.

01:42:32: Und viele fühlen jetzt eben auch, dass alles was Regierung betrifft so mechanisch vollzogen wird und alles was Demokratisierung betreiben würde wäre positiv.

01:42:44: In Serbien habe ich mit sowas ein paar mehr Zweifel ganz ehrlich ob es funktionieren kann denn das autoritäre Regime von Wucic ist ja nicht so, dass alle Leitplanken tatsächlich fallen gelassen werden.

01:43:02: Die finden einfach nur Umgehungen und bei uns wird sozusagen alles verfälscht!

01:43:20: Selbst der Krieg wurde ja schon verfälscht und dann natürlich auch die Wahlen.

01:43:24: Und das ist halt sehr schwierig für die Menschen, wir haben kein funktionsfähiges Parlament seit verschiedenste Konstrukte gehabt.

01:43:49: Wir hatten die Diktatur, dann hatten wir den Sozialismus.

01:43:53: Dann hatten wir ein verfälschtes Multi-Parteinsystem und jetzt haben wir eine sogenannte demokratische Regierung, die aber sehr langsam mit großer Zielstrebigkeit sich Richtung Diktatur unter Wucic entwickelt.

01:44:16: und jetzt ist es so, dass langsam das Bewusstsein der Bevölkerung wächst.

01:44:26: Und das hat es ja auch schon in Polen und in Rubinien gegeben.

01:44:30: Vielleicht spürt man das jetzt auch stärker in Ungarn, also der Moment wo eine gewisse demokratische Reifung abgeschlossen ist und wo der Moment gekommen ist eine echte Demokratisierung durchzusetzen.

01:44:51: Das wäre dann schon interessant zu schauen, wie in nächster Zukunft die Demokratie sich in Serbien entwickeln wird.

01:44:59: Und ich hoffe das wir in ein paar Jahren an einem ganz anderen Punkt angekommen sind.

01:45:09: Für mich ist es so interessant auch die ungarische Entwicklung zu beobachten.

01:45:18: Orban hat ja die Zentral-Europäische Universität rausgeschmissen und ... Und Orban war sehr gut vernetzt, aber sehr breit vernetzt auch auf der Graswurzel-Ebene und die haben dann auf ganz vielseitiger Art und Weise seine Agenda in das gesamte Land getragen, auch in die Diaspora.

01:45:59: Das heißt, die rechtskonservativen Politikerinnen sind hier sehr erfolgreich gewesen.

01:46:11: Und das scheint mir jetzt auch in Deutschland so zu sein, während die mittel- links und Mitte rechts Parteien da einfach nicht so gut aufgestellt sind.

01:46:28: Wir hatten in Indien eine sehr interessante Kampagne gestartet um das Thema Recht auf Information.

01:46:38: Und da wurde wirklich von Dorf zu Dorf erklärt, dass man einen Anspruch darauf hat und da ging es darum die Bürgerinnen und Bürger darauf aufmerksam zu machen, dass es einen Haushalt für jede Kommune gibt und dass man einfordern kann wohin dieses Geld dann tatsächlich fließt.

01:46:59: Und letztlich führte das dann auch zu einem gesetzlichen Rechtsanspruch auf Informationen.

01:47:05: Mittlerweile ist es wieder total verwässert worden, aber das war seinerzeit eine ganz starke Graswurzelorganisation und Bewegung.

01:47:14: Da hat es eine ganz Starke Dezentralisierung der Macht gegeben und der Verantwortung.

01:47:22: Die Frage ist dann wie kann man dafür sorgen dass das wirklich wirksam wird in manchen anderen Politikfeldern.

01:47:32: Wir haben so ein Losverfahren oder eine Losdemokratie noch nie gehabt, aber wir haben schon institutionalisierte Gremien auf lokaler Ebene und da gibt es zum Beispiel auch eine Quote für Frauen die vorgesehen ist Und das ist ja zum Beispiel auch eine Öffnung, um die Partizipation zu ermöglichen.

01:48:05: Also die Frage ist auch häufig wie organisiert man das tatsächlich und zwar auf nachhaltige Art und Weise so dass eine Dynamik entsteht, die dann letztendlich zu einer Vertiefung der Demokratie führt?

01:48:24: Dankeschön Charlini!

01:48:29: Ich glaube, ich möchte mal zusammenfassen.

01:48:33: Wir haben ja schon etliche Fragen beantwortet und vielleicht können ja auch noch ein paar Fragen beantwortet werden von den Referentinnen und Referenten unter den Fragen und Antworten also ob der Raum für Demokratie sicher war.

01:49:02: Der Joe Matthews hat dann noch eine Frage gestellt, die war ziemlich umfangreich Und vielleicht sollten wir die auch noch aufgreifen.

01:49:17: In den letzten paar Sekunden könnten vielleicht alle nach darauf antworten, Joe möchte sich vielleicht auch persönlich zu Wort melden um die Frage zu stellen.

01:49:27: ansonsten würde ich sie vorlegen.

01:49:31: ja also In der westlichen Presse wird ja immer sehr viel eingegangen auf Forschungsergebnisse, dass die gewaltfreien Bewegungen weniger Erfolg haben oder weniger wirksam sind.

01:49:56: Und ich frage mich dann manchmal, wie diejenigen, die den gewaltfreien Bewegungen vertreten das deuten?

01:50:09: Ist das überholt oder hat man das einzuordnen?

01:50:15: Ja, da kann man vielleicht nochmal dreißig Sekunden ganz rasch drauf antworten.

01:50:20: Ich möchte jetzt Freiwillige bitten sich zu Wortes zu melden auf diese Frage.

01:50:30: ich kann einen Satz dazu sagen Direkt Informationsentwurz und Aruna Roy war eine der Hauptorganisatoren.

01:50:44: Und sie wurde gefragt, wie effektiv denn gewaltfreie Bewegungen sind?

01:50:48: Sie sagte wir kämpfen um das Recht auf Leben ein auskömmliches Leben unserer Mitglieder und das kann man natürlich nicht tun, indem man Gewalt verwendet.

01:51:06: Und sie hat sehr viel gekämpft für die Rechenschaftspflichte und ich fand dass war eine sehr gute Antwort.

01:51:14: Natürlich gibt es in Indien auch eine sehr breite Debatte darüber.

01:51:19: Und es hat Bewegungen auf beiden Seiten gegeben, es hat den bewaffneten Kampf gegeben und es hat dem absolut gewaltfreien Kampf gegeben.

01:51:31: Und Gandhi hat ja tatsächlich entsprechend argumentiert.

01:51:42: Kushi ich möchte nur zu auf das zurückkommen, was Charlini gesagt hat.

01:51:50: Wir hatten diese Bewegung für das Recht auf Information.

01:51:56: aber letztlich ist es auch wichtig wie stark die demokratische Partizipationen sind

01:52:05: und

01:52:06: so dass man dann das Gefühl hat, dass überall sich das verwurzelt Auch wenn das manchmal dann auch nur Kompromisse sind.

01:52:22: und wir sehen auch, dass da zum Beispiel eine Art Gegenmacht entwickelt wird um für einen Ausgleich zu sorgen.

01:52:40: Dass Menschen eben doch wirklich leicht behandelt werden und da werden manchmal Kreise herausgegriffen.

01:52:50: Und andere kommen dann erst später dran, aber ganz wichtig ist es dass man die lokale Bewirkung auch mitnimmt gerade wenn's um die Frage der Zukunft der Kinder geht und ich glaube diese alten Skripte funktionieren eigentlich immer noch ganz gut für die Rechenschaftspflicht.

01:53:15: Ja, ich kann mich Kalini und Kushi anschließen.

01:53:18: Also eine Unterscheidung ist zwischen gewalttätig und nicht-gewalttättig.

01:53:23: aber da gibt es noch einen weiteren Unterschiede.

01:53:28: Meine Tochter ist auch Aktivistin und die kann ich da anzutieren.

01:53:34: Eine Verschiebung ist das eben die Proteste gegen Korruption etc.

01:53:41: sich vielleicht verschieben gegen also das schlechte zu Bewegungen, die das Gute produzieren.

01:53:47: Das öffentliche Gut, das lokale Öffentliche Gut.

01:53:51: Also Schulen sind jetzt zum Beispiel das wichtigste öffentliche gut und da haben wir eben die CJP in Indien die Menschen ermutigt, das für ihre Kinder zu beanspruchen.

01:54:05: Bessere Räume und die Linke in Berlin haben gewonnen weil sie so einen starken Akzent auf Wohnraum gesetzt haben.

01:54:15: Und bevor Sie zur Partei waren, waren Sie auch eine Bewegung in lokalen Nachbarschaften etc.

01:54:24: Das heißt man hat eben ... andere Bewegungen, lokale Bewegung.

01:54:31: Zum Beispiel um kollektive Bereitstellungen oder Banaginen geht in griechischen Inseln.

01:54:39: also das informelle nicht staatliche Erbringung lokaler Güter zum Beispiel über diese Dorfräte die Charlini auch angesprochen hat.

01:54:51: wenn man das alles zusammenringt und miteinander verknüpft über entsprechende Netzwerke Nicht nur ein Netzwerke der Gegenstimmen, sondern auch des Schaffens und der gegensärtigen Fürsorge.

01:55:05: Dann hat man eine Bewegung, die wirklich tief verankert und verwurzelt ist und sich wehren kann gegen diese mächtige Akteure oder Akteurinnen, die den Staat an sich reißen, teilweise sich.

01:55:18: Danke schön, Luca.

01:55:20: Ganz kurz ... Also gewalttätig, nichtgewalttältige und friedliche Proteste in Serbien.

01:55:28: Da ist es wichtig.

01:55:31: Ranz erinnert dass Serbieren als Land nie gut reagiert auf politische Gewalt auf der Straße.

01:55:40: Gewalt gegen andere Serbia.

01:55:43: Zunächst mal weil wir einige Kriege hatten in den neunziger Jahren das heißt die Menschen haben wirklich genug vom Blut vergießen für die nächsten paar Generationen.

01:55:53: Außerdem haben wir eben dieser Tradition friedlicher Proteste, also nicht gewalttätiger Proteste auch zum Beispiel gegen Slobo Dan Milosevic.

01:56:04: Das hat ja dazu geführt dass wir von der Demokratie übergegangen sind und das führt wieder zurück auf Gandhi und die entsprechenden Bewegungen in Indien.

01:56:15: Wir werden unserer Proteste anfangen an.

01:56:18: Bei unserem Lackade haben wir diese Texte gelesen, viel gelesen.

01:56:22: Diese fünfzig Punkte Papier des nichtgewalttätigen Kampfes ist auch von entsprechenden früheren Aktivisten geschrieben worden.

01:56:31: Da habe ich schon das einige andere sehr hilfreiche gelernt.

01:56:36: jetzt für die letzten zwei Jahren.

01:56:38: zunächst mal dass man die Narrative bieten muss dass man derjenige sein muss, der entscheidet, wo rüber wird gesprochen.

01:56:46: Und die Gegner wissen dann auch das Thema reagieren und das Narrativ.

01:56:52: Das hat sich immer wieder als das Allerwichtigste erwiesen in unserem Fall.

01:57:00: Und zweitens, dass man direkt und ehrlich seine Forderungen nennt, dass also die Menschen wissen warum sie auf die Straße gehen.

01:57:08: Dann glauben sie immer stärker an diese Gedanken.

01:57:11: Und das Wichtigste, wenn man eine Protest organisiert, muss man die Straße messen auf der man läuft.

01:57:22: Man darf nicht die Autos laufen müssen, wenn ein Banner tragen würde über eine zu enge Straße.

01:57:29: Das war das Wichtigste, was ich gelernt habe und den Rest kann man in Büchern lesen.

01:57:33: Danke schön!

01:57:35: anderen drei Sekunden für die letzte Antwort.

01:57:41: Ich wollte noch reagieren, also im Land von Agandhi wird der nicht gewalttätige Protest niemals uncool werden.

01:57:51: Zumindest der politische Elite in dem was gesagt wurde und jetzt diesen Protesten wurde ja immer benachdrückt wie macht schon wie friedlich die Proteste waren.

01:58:02: Das ist doch wichtig, weil der Staat so brutal ist.

01:58:06: Sobald irgendein militantes Potenzial in einem Protest ist dann wird die Regierung sofort mit aller Härte durchgreifen selbst wenn es gar keine Militanten natürlich ein Gippenpotenzial wird, die Regierung entschuldigen dass man das vor hatte als Zukunft.

01:58:25: Das ist das Interessante.

01:58:26: Und ein anderer Punkt, die Nicht-Elite der Durchschnittsbürger hat ja auch eine größere Gewaltbereitschaft inzwischen.

01:58:38: Denn wir haben jetzt keinen Gandyfigur mehr des Gedanken der Gewaltfreiheit und Legitimität.

01:58:47: Ich habe viele aus der Arbeiterklasse getroffen, die gesagt haben ich würde einen Stock mitbringen.

01:58:52: Das heißt wenn ein Polizist mich schlägt kann ich zurückschlagen.

01:58:55: das habe ich häufig gehört.

01:58:57: haben wir Gott sei Dank nicht gesehen.

01:59:00: also die Proteste waren friedlich aber ich höre dass immer stärker und das ist die Geschichte Indiens.

01:59:06: die Gewaltfreiheit ist etwas was die Liten vorgeben und in Reaktion gegen die Gewalte dann teilweise unterdrückung kommt dann Gewalt.

01:59:16: Also ich hoffe, dass Gewaltfreiheit weiterhin unser R bebleibt.

01:59:20: aber ich dachte das ist meine Pflicht ist es hier auch anzusprechen.

01:59:24: ja das war auf jeden Fall eine wichtige Bote hat am Schluss Ich will dem gar nicht viel hinzufügen.

01:59:28: wir haben schon ein bisschen überzogen.

01:59:31: also ich fasse zusammen bedanke mich bei allen besonders bei den Rednern die sich heute Zeit genommen haben.

01:59:41: Ich habe auf jeden Fall mehr Fragen nach diesem Webinar, als ich zuvor hatte.

01:59:48: Das ist natürlich eine wertvolle Diskussion und wir wollen das auch weiterführen.

01:59:52: Und wie gesagt, es sind Crowdfunding-finanzierte Bewegungen.

01:59:58: wenn jemand dort so etwas beitragen möchte gerne im Chat ist der Link.

02:00:03: Und ganz allgemein werden wir auch E-Mails schicken, Updates von der Gemeinschaft, die Pausen und Pieplüfe, weitere solche Gespräche und andere Themen wie auch über andere Themen.

02:00:14: Ich möchte mich bei allen bedanken und ich hoffe dass wir auch hoffnungsvolle Gedanken mitnehmen zu dem was wir selbst tun können unserem täglichen Leben, unserem Alltagsleben um den Lauf der Geschichte vielleicht so ändern.

02:00:27: Danke an alle!

02:00:29: Einen schönen Abend für diejenigen, die auch in Europa sind.

02:00:33: Ein schönes Abendessen.

02:00:35: Zwei stündiges Gespräch.

02:00:37: Wir wollten das jetzt nicht weiter überziehen.

02:00:40: Vielen Dank und bis bald!

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